TuS Sulingen kassiert bittere Pleite gegen Heessel / Löhmann und Garaf treffen

2:4 – und Trainer Schops brodelt wie ein Vulkan

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Da war die Welt noch in Ordnung: Pascal Löhmann (links) erzielt mit einem Heber das zwischenzeitliche Sulinger 1:1.

Sulingen - Von Arne Flügge. Maarten Schops stand allein auf dem Feld, seine Unterlagen unter den Arm geklemmt und ein Gesichtsausdruck, der Angst einflößend war. Ein Vulkan stand kurz vor dem Ausbruch. Doch der Trainer von Fußball-Landesligist TuS Sulingen riss sich nach der 2:4 (1:2)-Heimpleite gegen den Heesseler SV gerade noch zusammen, wählte seine Worte überlegt, anstatt loszupoltern und auf die Mannschaft einzudreschen.

Die Abrechnung mit seinen Spielern hat vermutlich anschließend hinter verschlossenen Türen stattgefunden. Öffentlich sagte Schops nur: „Es geht um ganz einfache Sachen. Taktische Disziplin kann ich immer und von jedem Spieler erwarten. Wenn wir uns daran halten, sind wir richtig gut. Wenn nicht, sind wir nur Durchschnitt. Ganz einfach. Und das hat sich heute gezeigt.“ Schops war vor allem deswegen sauer, weil seine Spieler teilweise überhaupt nicht in der Ordnung waren, sich viel zu viele einfache Ballverluste leisteten, um dann nicht schnell genug nach hinten umzuschalten. „Ich kann nicht verstehen, was hier heute passiert ist. Dafür gibt es keine Erklärung. Wir haben alles vermissen lassen“, seufzte Dennis Neumann. Der Sulinger Kapitän musste für den grippekranken Rajann Leymann auf der Sechs spielen, Niklas Bartsch rückte in die Innenverteidigung. Dort wirkte der Youngster überfordert. Doch Neumann nahm seinen Mitspieler in Schutz. „Es lag nicht an der Umstellung und schon gar nicht an Niklas. Wir haben allgemein hinten viel zu unkonzentriert gespielt. Außerdem hatten wir auch genügend Chancen.“

Wenn aber Unordnung in der Defensive und fehlende Kaltschnäuzigkeit in der Offensive zusammen kommen, kann man ein Spiel einfach nicht gewinnen. Zumal die Sulinger vom Heesseler Pressing und dem frühen 0:1 überrascht wurden. Rezzan Bilmez traf bereits in der zweiten Minute. Die Gastgeber waren angeknockt, brauchten gut zehn Minuten, um ins Spiel zu kommen – hätten dann aber den Ausgleich erzielen müssen. Doch zunächst scheiterte Mehmet Koc aus fünf Metern an SV-Keeper Marco Dubberke (15.), ehe Pierre Neuse freistehend Dubberke den Ball in die Arme legte (16.). „Die müssen wir machen“, monierte Neumann. In der 25. Minute fiel dann doch der Ausgleich. Nach Flanke von Salam Garaf markierte Pascal Löhmann mit einem schönen Heber das 1:1. Doch nur drei Minuten später die erneute Heesseler Führung. Wieder nutzte Bilmez ein haarsträubendes Durcheinander in der Sulinger Defensive eiskalt aus. „Diese Tore dürfen nicht fallen“, ärgerte sich TuS-Kapitän Neumann.

Nach dem Wechsel drängte Sulingen auf den Ausgleich, der schließlich Garaf in der 67. Minute aus kurzer Distanz nach einem Eckball auch gelang – 2:2. Jetzt wollte der TuS Sulingen mehr, machte Druck, ließ dabei allerdings die taktische Disziplin in der Defensive vermissen. Heessel bestrafte das mit zwei Kontern durch Jonas Künne (84.) und Yannick Bahls (90.+2) mit den Toren zum 4:2-Endstand. Nach neun Siegen und einem Unentschieden in Folge war es die erste Pleite für Sulingen. „Wir hatten so eine tolle Serie. Und die verkacken wir zu Hause. Das darf nicht sein“, klagte Dennis Neumann.

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