TuS Sulingen gewinnt Topspiel gegen Ramlingen mit 1:0 und klettert auf Platz zwei

Bärenstarke Defensive und ein gedankenschneller Garaf

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So jubeln Einwechselspieler des TuS Sulingen: Jona Hardt schultert seinen Teamkollegen Atsushi Waki.

Sulingen - Von Arne Flügge. Wenn das mal nicht gelebter Teamgeist ist: Als der Sieg nach langen und harten 95 Minuten perfekt war, jubelten Jona Hardt und Atsushi Waki, als hätten die beiden Einwechselspieler gerade das Heimspiel in der Fußball-Landesliga für den TuS Sulingen entschieden. Das hatte ein anderer getan: Salam Garaf. In der 28. Minute traf der kleine Flügelflitzer zum Tor des Tages und zurrte damit den 1:0 (1:0)-Erfolg im Topspiel gegen den SV Ramlingen-Ehlershausen fest.

Die Sulinger sind somit perfekt aus der Winterpause gekommen. Es war nun bereits der neunte Sieg in Folge. Dafür gab’s Platz zwei als Belohnung – und ein dickes Lob vom Trainer. „Ich muss den Jungs ein Riesenkompliment machen“, sagte Maarten Schops, „sie sind über 90 Minuten ein wahnsinnig hohes Tempo gegangen und haben hinten kaum etwas zugelassen.“ Für den SV Ramlingen blieb indes die bittere Erkenntnis, gegen Sulingen weiter nichts holen zu können. Obwohl die Mannschaft von Trainer Kurt Becker ebenbürtig war, fand sie kein Mittel, die kompakte TuS-Defensive zu knacken. Es war für Ramlingen die sechste Niederlage in Folge gegen den Angstgegner.

Den Sulingern konnte das nur recht sein. Zwar ist spielerisch noch mehr drin, „doch kämpferisch war es eine überragende Leistung von uns. Wir waren hochmotiviert, standen in der Abwehr richtig gut“, bilanzierte ein überragender Innenverteidiger Manuel Meyer. Zusammen mit Dennis Neumann machte er das Zentrum dicht, Sören Sandmann und Richard Sikut auf den Außenpositionen ließen ebenfalls nichts anbrennen, vor der Abwehr räumte Rajann Leymann ab. „Mit dieser Leistung“, freute sich Meyer, „haben wir gleich wieder in der Liga ein Zeichen gesetzt.“

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit viel Tempo, hoher Aggressivität und gegenseitigem Respekt. Bestimmt durch die Taktik und der Kompaktheit beider Defensivabteilungen neutralisierten sich die Mannschaften auf hohem Niveau, Chancen waren daher auch Mangelware. „Wenn sich aber zwei so gute Mannschaften gegenüberstehen, ist es normal, dass es wenig Möglichkeiten gibt“, meinte TuS-Coach Schops. Zwei waren dann doch zu verzeichnen: Zunächst klärte Sulingens Keeper Tim Becker gegen Frankline Nnane per Fußabwehr (14.), fünf Minuten später fischte SV-Torwart Andre Wessolleck einen Schuss von Dennis Neumann aus dem Winkel.

In der 28. Minute zeigte sich dann, was unbedingter Wille ausmachen kann: Nach einem Eckball von Taiki Hirooka rettete zunächst Dennis Yeboah nach einem Schuss von Pascal Löhmann auf der Linie. Den Nachschuss von Pierre Neuse parierte Wessolleck, ehe Salam Garaf nachsetzte und den Ball zum 1:0 über die Linie schob. „Die Jungs haben dieses Tor erzwungen, sie wollten in diesem Moment dieses Ding unbedingt“, freute sich Schops.

Garaf wollte sich indes nicht als Held des Tages feiern lassen. „Ich habe schnell nachgesetzt und bin auch glücklich über mein Tor. Aber ich fühle mich nicht als Matchwinner“, sagte der Offensivmann bescheiden, „ich freue mich vielmehr, Teil einer geilen Mannschaft zu sein, die heute richtig gut war.“

Was sich auch nach dem Wechsel fortsetzte. Ramlingen erhöhte zwar den Druck, rannte sich aber immer wieder in der Sulinger Defensive fest. Allerdings gingen dann in der Vorwärtsbewegung die Bälle oftmals wieder zu schnell verloren. „Wir müssen nach den vielen Balleroberungen noch mehr Ruhe ins Spiel bringen, den Ball länger in den eigenen Reihen halten“, wünschte sich Schops für die nächsten Partien.

Dennoch waren die Sulinger weiterhin gefährlicher – vor allem bei Freistößen: Zunächst zwang Neumann Keeper Wessolleck zu einer Glanzparade (69.), dann rettete Hüseyin Yüksel vor Mehmet Koc auf der Linie (90.), ehe Wessolleck einen 30-Meter-Knaller von Meyer noch aus dem Winkel fischte (90.+2). „Den hat er mir nicht gegönnt“, schmunzelte „Manu“.

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