Zwei Tore von Koc im rassigen Fight fast für die Katz’

TuS Sulingen gewinnt 3:2 in Göttingen

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Mehmet Koc (l.) besorgte gestern das 1:0 und 2:0, doch danach musste sein TuS Sulingen bei Oberliga-Schlusslicht SVG Göttingen noch ein bisschen zittern. Schließlich reichte es aber zum Sieg.

Göttingen - Es war knapp, aber es hat gereicht: Dank zweier Tore von Mehmet Koc führte Fußball-Oberligist TuS Sulingen gestern nach einer Stunde schon komfortabel mit 2:0 bei der SVG Göttingen, musste am Ende aber lange um den fünften Saisonsieg bangen. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, aber die Jungs haben gekämpft bis zum Umfallen“, atmete Trainer Maarten Schops nach dem 3:2 (1:0) beim Tabellenschlusslicht erleichtert durch: „Unterm Strich ein dreckiger Sieg, aber so muss man auch mal die Punkte holen.“

Nach den Ausfällen von drei Leistungsträgern bei der 0:2-Heimniederlage vor einer Woche gegen den TuS Bersenbrück hatte Schops gestern mehr Alternativen. So kehrten die nach ihrer Grippe wieder genesenen Mittelfeldakteure Taiki Hirooka und Pierre Neuse in die Startelf zurück. Für Sebastian Elvers reichte es hingegen noch nicht, und der gegen Bersenbrück zur Pause mit einer Zeh-Prellung ausgewechselte Abwehrchef Dennis Neumann stand ebenfalls noch nicht im Kader. Dafür rückten Pascal Löhmann und Jan-Christoph Thom in die Startelf.

In dieser Konstellation wären die Gäste fast früh in Rückstand geraten – doch Yannik Freiberg schoss nach 100 Sekunden aus kurzer Distanz über den Kasten. Besser zielte Koc nach einer Drehung mit einem feinen Schlenzer von halblinks in den Winkel – 1:0 (10.). „Ein geiles Tor“, schnalzte sein Coach mit der Zunge. Eine Viertelstunde später hätte Chris Brüggemann erhöhen müssen, nachdem er einen langen Ball von TuS-Torwart Tim Becker angenommen und durch die Göttinger Abwehr gesprintet war – allerdings freistehend drüber schoss. „Diesen Lupfer hat er ein bisschen zu hoch angesetzt“, meinte Schops, nahm diese und weitere gut herausgespielte Gelegenheiten aber wohlwollend zur Kenntnis: „In der Offensive hatten wir gute Szenen.“ Nur in der Defensive „waren wir nicht ganz so sattelfest“, monierte der Belgier. In Minute 28 etwa musste Becker gegen Florian Evers retten (28.). Abermals Koc zwang SVG-Keeper Dennis Henze zur Glanzparade (30.) – die Zuschauer sahen ein Spiel „mit offenem Visier“, fasste Schops die Partie zusammen.

Nach der Pause ließ es Koc erneut klingeln, als er eine gute Vorlage von Thom zum 2:0 von links in den Maschen unterbrachte (58.). „Da hat Jan super durch die Schnittstelle gespielt“, lobte Schops den Vorbereiter.

Die Göttinger gaben sich jedoch nicht auf und kamen durch Jonas Grüneklee zum Anschluss (64.). Sulingens Trainer reagierte, brachte Offensivmann Salam Garaf für den mit Gelb vorbelasteten Thom („Ich wollte bei diesem geilen Fight keine Unterzahl riskieren“) – und der 24-Jährige durfte zu seinem Comeback nach langer Knieverletzung jubeln: In seinem ersten Oberliga-Spiel machte er nicht nur Dampf über die rechte Seite, sondern traf auch zum 3:1, nachdem er im Strafraum den Ball bekommen und mit links abgeschlossen hatte (76.). Die Spannung war jedoch noch nicht raus, weil sich die Gäste über rechts auskontern ließen und sich das 2:3 durch Lucas Duymelinck fingen (84.). Doch nun hielt Sulingen die Ordnung und rettete den Vorsprung über die Zeit. „Das ist ein schönes Gefühl“, freute sich Schops nach dem Sprung auf Platz acht. 

ck

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