TuS Sulingen II gegen TV Stuhr: 2:0

Krügers Klebe ebnet den Weg

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Intensiv geführte Zweikämpfe wie hier zwischen TuS Sulingens Marius Niemeier (l.) und Janis Öhlerking vom TV Stuhr standen auf der Tagesordnung.

Sulingen - Von Nicolas Tréboute. Spitzenspiele halten nicht immer das, was sie versprechen – dafür geht es für die beteiligten Mannschaften oftmals um zu viel. Wer diese Befürchtung vor dem Aufeinandertreffen zwischen dem Bezirksligaersten TV Stuhr und dem direkten Verfolger TuS Sulingen II gehegt haben sollten, wurde gestern eines Besseren belehrt. In einer rassigen Begegnung auf hohem Niveau behielt schließlich die Sulinger Oberliga-Reserve auf heimischem Terrain mit 2:0 (0:0) die Oberhand.

Dass beide Mannschaften auf das Gipfeltreffen brannten, war bereits vor dem eigentlichen Anpfiff zu spüren. „Manche fragen sich noch immer, warum wir da oben stehen. Heute zeigen wir es allen“, war lautstark aus dem Stuhrer Mannschaftskreis zu hören, gefolgt von gegenseitige Anfeuerungsrufen.

Mit ähnlichem Engagement begann dann auch die Begegnung. Beide Teams hatten im Pressing starke Balleroberungen, zeigten ihre technischen Fähigkeiten und zogen auch in den Zweikämpfen nicht zurück. Dennoch mussten die zahlreichen Zuschauer auf die erste Torannäherung bis zur 18. Minute warten. Sulingens Marius Niemeier brachte das Leder von der linken Seite scharf nach innen und hätte damit die gegnerische Abwehr fast zu einem Eigentor gezwungen.

Auch die nächste Aktion gehörte den Gastgebern: Maurice Krüger beförderte das Spielgerät mit dem linken Außenrist sehenswert in die Mitte, Marvin Zawodnys Schuss ging jedoch am Gehäuse vorbei (23.). Stuhr meldete sich mit einer Freistoßflanke von Fabian Bischoff zu Wort, die TuS-Schlussmann Yanik-Luca Klenke nur mühsam entschärfen konnte (27.). Sulingen zeigte sich in der ersten Halbzeit aber generell etwas gefährlicher als der Tabellenprimus und hätte kurz vor der Pause in Führung gehen müssen. Der sehr agile Hussein Saade, eigentlich im Kader der ersten Mannschaft, tauchte nach einem langen Ball aus der Abwehr frei vorm Keeper auf und beförderte den Ball per Spannschuss knapp am Tor vorbei (45.)

Nach der Pause hatte zwar Konstantin Meyer die neuerliche Chance zur Führung (46.), dennoch erarbeitete sich Stuhr immer mehr ein Übergewicht. Genau in dieser Phase schlug der TuS mit einem blitzsauberen Angriff über die rechte Seite zu. Saade wurde mustergültig bedient, traf den Ball aber nicht richtig, was zur perfekten Vorlage für Krüger wurde, der heranrauschte und mit links vollendete (60.). „Mit diesem Tor haben wir Stuhr den Wind aus den Segeln genommen. Eigentlich war die erste Hälfte unsere stärkere“, analysierte TuS-Coach Sascha Jäger nach Spielschluss.

Die Gäste zeigten sich von der Führung nicht sonderlich beeindruckt, auch wenn sie Probleme hatten, eigene Torchancen zu kreieren. Die größte besaß der eingewechselte Torben Drawert, der nach einem groben Fehler in der gegnerischen Deckung im Strafraum frei zum Schuss kam, diesen aber über den Kasten setzte (71.). Sulingen sorgte vor allem über Saade immer wieder für Entlastung. Als der Stürmer in der 88. Minute die Kugel flach in die Mitte bringen wollte, wurde er dabei im Strafraum von den Beinen geholt – Elfmeter. Danny Stöver trat an und verwandelte hoch unter die Latte zum 2:0-Endstand (89.)

„Das Ergebnis spricht für sich. Sulingen hat das heute sehr gut gemacht, während wir uns zu wenig Torchancen erarbeitet haben“, zeigte sich Stuhrs Trainer Christian Meyer als fairer Verlierer. 

ntr

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