Sulingen gebeutelt nach Garbsen / Rajann Leymann und Tim Rieckhof im Abwehrzentrum

Achtung vor Albrecht und dem Acker

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Sulingens Allzweckwaffe: Rajann Leymann (l.) ist am Sonntag in der Innenverteidigung gefordert.

Sulingen - Selbst dieser nach wie vor äußerst engen Personallage kann Walter Brinkmann noch etwas Positives abgewinnen: „Ich muss zwar weiterhin mit zwölf oder 13 gesunden Fußballern arbeiten, aber das ist mir vielleicht lieber, als sieben Leute auf der Bank zu haben, von denen vier am Ende unzufrieden sind“, sagt der Trainer des Fußball-Landesligisten TuS Sulingen. Doch eins steht für ihn fest: Mit diesem Rumpfkader „reisen wir am Sonntag ganz sicher nicht als Favorit zum TuS Garbsen“. Denn der Aufsteiger rangiert als 13. zwar in der Abstiegszone, hat aber die jüngsten beiden Partien gewonnen – und empfängt den Tabellenfünften ab 15 Uhr auf einem schlechten Rasenplatz, „der unserer Spielweise überhaupt nicht liegt“, sagt der TuS-Coach: „Schnelle Kurzpässe können wir uns da schenken.“ Zudem warnt er vor der rustikalen Herangehensweise der Gastgeber: „Sie pflegen eine harte Gangart – das zeigt schon der Blick auf die Fairness-Tabelle.“

Da trifft es sich umso ungünstiger, dass ihm nach wie vor seine zwei robustesten Innenverteidiger fehlen: Till Linsenhoff klagt weiterhin über Adduktorenbeschwerden, und Manuel Meyer kann wegen seiner Einblutung in der Wade noch immer nicht auflaufen: „Wir werden es also nun zum dritten Mal in Folge mit Tim Rieckhof und Rajann Leymann in der Innenverteidigung angehen“, verrät Brinkmann. „Deshalb stellen wir unsere Spielweise entsprechend um.“ Denn während Linsenhoff und Meyer körperbetont und kopfballstark agieren, zeichnet Rieckhof und „Allzweckwaffe“ Leymann – im defensiven Mittelfeld und der Abwehr einsetzbar – das höhere Tempo aus: „Dies verringert die Wahrscheinlichkeit, dass wir ausgekontert werden“, urteilt Brinkmann. „Aber ich bin mal gespannt, wie die beiden mit Niels Albrecht klarkommen“, sagt der TuS-Coach mit Blick auf Garbsens Kraftklotz im Angriff, dessen acht Tore bisher den Bestwert im Team bedeuten. Meyers Zwangspause wiegt umso schwerer, als dass sich der Verteidiger während der Winterpause mehrmals als „Interimskeeper“ empfohlen hat: „Irgendwann sagte er mir mal, dass ihm das Spaß macht – und man muss ihn sich im Tor einfach mal ansehen“, lobt Brinkmann das spät erkannte Keeper-Talent für seine Reaktionsschnelligkeit und Sprungkraft. Und seine Fähigkeiten im Spielaufbau und Ansagen hat „Manu“ ohnehin.

Sulingens Offensive leidet hingegen weiter unter den Ausfällen des rotgesperrten Mehmet Koc und des Flügelflitzers Erdal Ölge, dem eine Sprunggelenks-Entzündung zu schaffen macht.

Also dürfte wieder Thorolf Meyer gefordert sein: Der spielende Co-Trainer hatte beim 3:2 gegen Uchte vor einer Woche nach mehr als einjähriger Verletzungspause sein Startelf-Comeback gegeben und prompt getroffen. Vielleicht kann der Stürmer ja Kocs Abwesenheit kompensieren – immerhin drehte „Memo“ das Hinspiel nach einem 0:2 mit einem Tor und zwei Vorlagen zum 3:2-Heimsieg der Sulinger…

ck

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