Ab Sommer Trainer-Nachfolger bei Bezirksligist / Bis auf Fiterer bleiben alle

FC Sulingen freut sich über Jägers Ja-Wort

Bald wieder da: Nach fast zweijähriger Trainer-Pause steigt Sascha Jäger im Sommer beim FC Sulingen ein. Foto: Krüger

Sulingen – Nur zwei Gespräche mit ihrem Wunschkandidaten reichten Lars Grunert und Patrick Sarre, um die wohl wichtigste Personalie für ihren FC Sulingen festzuzurren. Danach freuten sich FC-Vorsitzender Grunert und sein Stellvertreter Sarre über die Zusage aus der „Nachbarschaft“: Sascha Jäger, seit seinem Ausstieg als Coach des TuS Sulingen II bei seinem Heimatclub SV Lessen nur noch als Spieler aktiv, steigt ab Sommer beim aktuellen Bezirksliga-Zweiten als Trainer ein. „Für mich ist es eine große Herausforderung, aber ich bin froh, dass ich so eine gute Mannschaft von einem so tollen Trainer übernehmen darf“, sagt Jäger über die Arbeit von Stefan Rosenthal, der im Sommer aus zeitlichen Gründen aufhört (wir berichteten).

„Wir alle waren schnell davon überzeugt, dass das sehr gut passen könnte“, fasste Sarre gestern die Sondierungen zusammen. Nachdem Rosenthal vor gut zwei Wochen seinen Ausstieg angekündigt hatte, trommelte Sarre den Mannschaftsrat zusammen. In der Sitzung tauschten Vorstand und Spieler mögliche Namen aus, doch schnell drehte sich alles um Jäger, bis Mai 2018 Trainer des Liga-Konkurrenten TuS Sulingen II und danach wegen seines Referendariats raus aus dem Fußballgeschäft. Bis auf seine Hilfe als Spieler des SV Lessen. „Ein bisschen im Mannschaftsgefüge bewegen wollte ich mich nach wie vor, und ich würde auch gern dort weiter spielen“, schildert der 35-Jährige. Die Phase seiner pädagogischen Ausbildung hat der Lehrer inzwischen abgeschlossen, zum neuen Halbjahr wechselt er von der Oberschule Varrel zur Oberschule Schwaförden. „Der Reiz, wieder als Trainer tätig zu sein, ist wieder da“, schildert Jäger: „Und für mich passt es sowohl wegen der Nähe als auch zeitlich. Jetzt kann Stefan in Ruhe weiterarbeiten.“

Sarres erstes Telefonat bei Jäger war relativ kurz. „Er fragte nur: ,Wann setzen wir uns zusammen?’ Da ahnte ich schon, dass er Bock drauf hat“, verriet der zweite Vorsitzende. Im folgenden Sechs-Augen-Gespräch punkteten laut Sarre beide Seiten beim Austausch ihrer Ideen: „Wir wollten, dass Sascha weiß, wie unser Verein tickt – vom Austausch der Mannschaften untereinander über Vorstandsarbeit und Infrastruktur. Und er hat schnell klar gemacht, dass er Stefans Arbeit als Trainer gut kennt. Darüber hinaus hat uns sein ganzheitlicher Blick beeindruckt: Dass er nicht nur die Erste sieht, sondern auch die anderen Teams, dass er die Alteingesessenen in unserer FC-Familie kennenlernen möchte. Und, dass er die von Stefan aufgebaute Mannschaft nicht umkrempeln, sondern allenfalls punktuell verstärken und verjüngen will.“

Eine Mannschaft, von der Sarre inzwischen fast geschlossen die Zusage für die neue Saison erhielt – für die Bezirks- und Landesliga gleichermaßen. Einzig Richard Fiterer verlässt die Nordsulinger und coacht ab Sommer den Nienburger Kreisligisten SC Marklohe. Aus dem Trainerteam bleibt „Co“ Markus Norrenbrock. „Auch auf ,Norre’ freue ich mich total“, verrät Jäger: „Den wollte ich immer schon als Trainer an meiner Seite haben.“ Doch der Ex-Keeper ist nicht der einzige alte Bekannte für den „Neuen“: „Ich habe einige Freunde in der Mannschaft – etwa die ebenfalls alten Lessener Tobias Plümer und Julian Hartkamp“, erinnert der Groß Lessener, „und Benjamin Barth hätte ich früher schon gern in einer meiner Mannschaften gehabt.“

Bedenken, dass er nach Rosenthals vier erfolgreichen Jahren in zu große Fußstapfen tritt, hat Jäger nicht: „Ich finde eine intakte Mannschaft vor. Wenn ich jetzt irgendwo ziemliche Aufbauarbeit hätte leiten müssen, hätte mir das mehr Kopfschmerzen bereitet.“ Und sein Vorgänger habe bereits signalisiert, „dass er für mich erreichbar bleibt“.  ck

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