Sudweyhes Stürmer gelingt das Kunststück zum vierten Mal in dieser Saison

Dreierpack? Für Zumbruch fast schon Normalität

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Schweben auf Wolke sieben: Stürmer Nico Zumbruch (re.) erzielte beim 7:1 gegen die SG Hoya drei Tore für den TuS Sudweyhe und bereitete die beiden Treffer von Stephen Bohl (li.) zudem vor.

Sudweyhe - Von Arne Flügge. Beim TuS Sudweyhe ist alles geregelt. Auch abseits des Platzes haben die Spieler des Fußball-Bezirksligisten bestimmte Aufgaben zu erledigen. Einer muss beispielsweise für Trinkflaschen sorgen, ein anderer ist für die Trikots zuständig.

Und dann gibt es noch einen Balldienst. Sehr zu seinem Leidwesen ist Stürmer Nico Zumbruch für die Spielgeräte nicht zuständig. Und so durfte er den Ball nach seinem Dreierpack beim 7:1 gegen die SG Hoya auch nicht mit nach Hause nehmen. Da haben es die Messis, Pizarros oder Ronaldos dieser Welt besser. Die stopfen sich die Kugel nach drei Treffern unters Trikot und marschieren ab. „Schade“, schmunzelt Zumbruch, „das geht bei uns nun mal leider nicht.“

Zum Glück für den Club. Ansonsten würden dem TuS Sudweyhe langsam aber sicher die Bälle ausgehen. Denn es war bereits der vierte (!) Dreierpack des Angreifers in dieser Saison. „Rehden II, Neuenkirchen, Marklohe und jetzt Hoya“, zählt Zumbruch auf. Beachtlich dabei: Das Kunststück mit drei Toren in einem Spiel gelang dem 22-Jährigen in den letzten vier Ligaspielen drei Mal. Eine Wahnsinnsquote! Allerdings auch eine für Zumbruch gefährliche. „Wer Spieler des Wochenendes wird, muss bei uns eine Kiste Bier schmeißen“, verrät er. Für den Stürmer ist es nun die zweite in dieser Saison. „Und die“, weiß Zumbruch, „werden die Jungs jetzt einfordern.“

Insgesamt kommt der TuS-Angreifer auf 15 Saisontreffer. Und wenn’s nach Zumbruch geht, „darf es ruhig so weitergehen“. Wichtig sei aber, dass die Mannschaft gewinne und weiter oben dran bleibe. Denn mittlerweile liegt der TuS Sudweyhe auf Platz zwei, doch von der Landesliga „sprechen wir nicht. Das ist bei uns kein Thema. Die Saison ist noch lang, und wir sollten die Kirche im Dorf lassen.“

Nach zwei Jahren beim MTV Riede war der Mittelstürmer zu Saisonbeginn zum TuS Sudweyhe zurückgekehrt. Dort, wo er bereits ein Jahr in der ersten Herren und zuvor in der Jugend gespielt hatte. „Ich fühle mich jetzt hier wieder richtig wohl. Das sind alles tolle Jungs“, sagt Zumbruch.

Dabei profitiert der Azubi zur Fachkraft für Lagerlogistik aber auch von dem blinden Verständnis der Sudweyher Offensivabteilung generell. Zu der zählen neben Zumbruch auch Maik Behrens und Stephen Bohl. Die beiden trafen gegen Hoya doppelt und dokumentierten damit einmal mehr, dass der TuS Sudweyhe vorn bärenstark aufgestellt ist. Mit 52 Toren stellt der TuS Sudweyhe schließlich den stärksten Sturm der Liga. Das Angriffstrio Zumbruch, Bohl, Behrens zeichnet dabei allein für 30 Treffer davon verantwortlich. Und das, obwohl Behrens wochenlang verletzt war. „Wir harmonieren einfach prima. Das klappt richtig gut“, freut sich Zumbruch.

Klar, dass dann auch schon mal geflachst wird, wer am Ende der Saison wohl die meisten Tore auf dem Konto hat. Doch wenn es auf dem Platz darauf ankommt, dann zählt Teamgeist vor Eigensinn. So bereitete Zumbruch seinem Kumpel Bohl am Sonntag zwei Tore vor, auch Bohl legte dem Sturmkollegen zwei Mal auf. „Es ist richtig toll, dass die Jungs den Blick für ihre Mitspieler nicht verlieren“, lobt Trainer Behrens, der Nico Zumbruch einen besonderen Torinstinkt bescheinigt: „Er steht irgendwie immer richtig und arbeitet viele Chancen durch seine Schnelligkeit heraus.“

Und dann würden schnell mal drei Tore in einem Spiel zusammenkommen. „Ich glaube, mit nur einem gibt er sich nicht zufrieden“, schmunzelt der Coach.

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