Sudweyhes Stürmer erzielt vier Tore gegen Rehburg / „Ein besonderer Tag“

Bohl – Instinktfußballer mit eingebautem Turbo

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Sudweyhes Stürmer Stephen Bohl (links) lebt besonders von seiner Schnelligkeit.

Sudweyhe - Von Arne Flügge. Seine Handy-Nummer hat Stephen Bohl schon eine gefühlte Ewigkeit. Das passt zu ihm. Der Stürmer von Fußball-Bezirksligist TuS Sudweyhe ist nicht der Typ für große Veränderungen. Daher kickt der 26-Jährige auch bereits seit der F-Jugend für seinen Heimatclub, für den er am Sonntag gegen den RSV Rehburg beim 4:2-Sieg alle vier Tore erzielte.

„Das war schon ein besonderer Tag. Das Spiel wird mir im Gedächtnis bleiben“, sagt Bohl. Vier Tore in einem Bezirksligaspiel – das ist in der Tat schon außergewöhnlich. Allerdings weiß Bohl, wie es sich anfühlt, einen Viererpack zu schnüren. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison erzielte er gegen den TuS Syke sogar neun (!) Treffer und wurde so mit 43 Toren Kreisliga-Torschützenkönig. „Die Tore gegen Syke zählen nicht, das war zu einfach“, schmunzelt Bohl. Gegen Rehburg sei es allerdings auch nicht so schwer gewesen, „denn die Jungs haben mir richtig gut aufgelegt. Ich musste doch eigentlich nur den Fuß hinhalten“, berichtet der Industriekaufmann und ergänzt: „Natürlich muss man auch richtig stehen.“

Das kann Bohl, der Instinktfußballer mit dem eingebauten Turbo. „Seine Schnelligkeit ist sein Kapital“, berichtet Sudweyhes Trainer Wilco Freund, „und wenn er dann noch die richtigen Laufwege hat, trifft er eigentlich immer.“ Bohl sei ein echter Stürmer, der auch mal seine Freiheiten braucht. „Er macht manchmal sein Ding, aber er ist auch sehr teamfähig, sagt ehrlich seine Meinung. Er ist ein mündiger Spieler“, charakterisiert Freund seinen Angreifer. Auf der anderen Seite ist Bohl aber auch noch sehr lernfähig, „wenn er überzeugt wird“, sagt Freund, „ein sehr intelligenter Spieler. Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Natürlich habe Bohl auch noch so seine Schwächen, schmunzelt sein Trainer: „Es sind Defizite im technischen Bereich. Manchmal ist er schneller als der Ball. Aber solange er die Tore macht, ist mir das egal.“

Sieben sind es für Stephen Bohl nach jetzt sieben Spielen – und das macht Lust auf mehr. „Vor der Saison wäre ich mit 15 Toren zufrieden gewesen. Aber wenn ich jetzt schon sieben habe, kann ich ja mal die 20 angehen“, schmunzelt Bohl, „solange am Ende für uns der Klassenerhalt perfekt ist.“

Der ist das erklärte Ziel des Aufsteigers, und nach zwei Siegen am Stück ist der TuS Sudweyhe nun auch in der Liga angekommen. Auch dank der Tore von Stephen Bohl. Der Werder-Fan („Grün-Weiß passt eben zu den Farben des TuS Sudweyhe“) ist in der Mannschaft auch so etwas wie „die Stimmungskanone“, wie Trainer Freund sagt: „Er kann die Mannschaft mitreißen, und das macht er auch.“ Und: Bohl ist ein kleines Feierbiest. „Klar, wenn es was zu feiern gibt, warum nicht?“, fragt er grinsend. Am Sonntag jedenfalls wurde noch ein wenig Party gemacht. Es gab für Stephen Bohl ja auch vier gute Gründe.

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