Sudweyhes Stürmer erzielt beim 7:1 drei Tore und legt Bohl noch zwei auf

Zumbruch zerpflückt Hoya

Sudweyhe - Von Arne Flügge. Ein Dreifachtorschütze, zwei „Doppelpacker“, eine Rote Karte, zwei Elfmeter und eine Gästemannschaft, die nach der Pause trotz Überzahl in ihre Einzelteile zerbröselte: Es war ein verrücktes Spiel in der Fußball-Bezirksliga gestern zwischen dem TuS Sudweyhe und der SG Hoya.

Mann des Tages: Nico Zumbruch erzielte gestern beim 7:1 gegen Hoya drei Tore für Sudweyhe.

Am Ende demütigten die Hausherren einen bemitleidenswerten Gegner mit 7:1 (1:1), wobei ein überragender TuS-Stürmer Nico Zumbruch Hoya mit drei Toren und zwei Torvorlagen fast im Alleingang zerpflückte. „Es ist immer wieder ein tolles Gefühl, drei Dinger in einem Spiel zu machen“, jubelte der 22-Jährige später. Zumbruch muss es wissen: Es war bereits sein vierter Dreierpack in dieser Saison. „Der Junge gibt sich halt mit einem Tor nicht zufrieden“, schmunzelte Sudweyhes Trainer Uwe Behrens.

Über weite Strecken der ersten Halbzeit war dem Coach aber gar nicht zum Lachen zumute gewesen. Denn zunächst war die Partie völlig ausgeglichen gewesen. Und aufgrund zweier vogelwilder Abwehrreihen hatten beide Mannschaften in den ersten fünf (!) Minuten jeweils zwei glasklare Chancen, nutzten diese aber nicht.

In der zwölften Minute fiel dann doch das erste Tor des Tages. Nach Pass des starken Christian Heusmann ging Zumbruch auf und davon, passte quer in die Mitte auf Stephen Bohl, der den Ball zum 1:0 über die Linie drückte.

Hoya schüttelte sich kurz, hielt die Begegnung weiter offen und hätte in der 23. Minute auch das 1:1 erzielten können. Doch nach einem Foul des Sudweyhers Hannes Lüdeke im Strafraum an Lars Mrowczynski scheiterte Hoyas Christopher Koppermann per Strafstoß an TuS-Torwart Mirko Meyer. „Ich musste spekulieren und habe mich zum Glück richtig entschieden“, sagte der Keeper später. 13 Minuten später stand der Torhüter erneut im Mittelpunkt. Hoya lief einen Konter über Andreas Hormann, Meyer holte den SG-Stürmer von den Beinen: Rot für den Sudweyher, erneuter Elfmeter für Hoya. Hormann verwandelte sicher zum 1:1. Ersatzkeeper Jannik Theiß, für den Jonas Lüdeke weichen musste, war chancenlos. „Das ist eine bittere Entscheidung für mich. Klar, es war ein Foul, aber Rot ist doch hart“, seufzte Meyer: „Aber das ist Fußball.“ Auch sein Trainer Uwe Behrens hätte sich von Schiedsrichter Ali Kaya (TuS Davenstedt) „etwas mehr Fingerspitzengefühl“ gewünscht. Auch in den Schlussminuten der ersten Halbzeit blieb es eine Partie auf Augenhöhe, in der Sudweyhes Malte Pirngruber noch den Pfosten traf (39.) und Mattis Jüttner für Hoya knapp verzog (44.).

Was dann in den zweiten 45 Minuten passierte, war schon fast unglaublich. Nach schöner Flanke von Bohl köpfte Zumbruch das schnelle 2:1 (46.), nur sechs Minuten später erhöhte der Sudweyher Angreifer auf 3:1 (52.). Damit hatte Sudweyhe der SG Hoya in Unterzahl innerhalb von nur ein paar Minuten den Zahn gezogen. Bei den Gästen lief überhaupt nichts mehr zusammen. Erschreckend, wie sich die Mannschaft plötzlich wehrlos ergab, gar nichts mehr auf die Reihe bekam – und sich so zur Schlachtbank führen ließ. „Es zeigt, dass die Leute einfach nicht fit und daher nicht auf der Höhe sind“, klagte Hoyas Spielertrainer Wojtek Pilarski.

Sudweyhe aber kannte keine Gnade mit dem schwächelnden und einbrechenden Gegner. Zumbruch mit seinem dritten Treffer und damit einem lupenreinen Hattrick erhöhte auf 4:1 (56.), Bohl nutzte Zumbruchs zweite Torvorlage zum 5:1 (73.), ehe Maik Behrens noch einen Doppelpack (81./86.) zum 7:1-Endstand schnürte. Und während Sudweyhes Trainer Uwe Behrens rundherum zufrieden war („Die Jungs haben in Unterzahl ein tolles Spiel gemacht“), erhoffte sich sein Kollege Pilarski zumindest einen Lerneffekt: „Vielleicht war es zur rechten Zeit das richtige Ergebnis, damit auch jedem bewusst wird, dass er sich am Riemen reißen muss.“

Rubriklistenbild: © Flügge

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