Ob Mittelfeld oder Abwehr: Jan-Ove Bäker ist für seine Präsenz gefürchtet

Sudweyhes flexible Institution

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Ein seit Jahren gewohntes Bild in der Bezirksliga: Jan-Ove Bäker (links) als Balleroberer und Antreiber im Sudweyher Trikot. Der 28-Jährige spielt aber auch erfolgreich Tischtennis – natürlich ebenfalls für den TuS. 

Dieser Mann ist ein echtes Sudweyher Urgestein: Seit 24 Jahren schnürt Jan-Ove Bäker für den TuS die Fußballstiefel und zählt schon seit langer Zeit zum festen Inventar der ersten Mannschaft in der Bezirksliga.

Sudweyhe - Von Carsten Drösemeyer. Aber der 28-Jährige beherrscht nicht nur das Spiel mit dem größeren Ball – auch beim Tischtennis wäre Sudweyhes Erste ohne Leistungsträger Bäker aufgeschmissen. Nicht zuletzt dank seiner bärenstarken 6:0-Bilanz in der Relegation darf der TuS ernsthaft auf den Sprung in die 1. Bezirksklasse hoffen. „Das lief ziemlich perfekt“, strahlt der Konstruktionsmechaniker: „Für uns wäre das ein Riesenerfolg. So hoch hat Sudweyhe beim Tischtennis ja vorher noch nie gespielt.“

Man merkt: Bäker ist ein echtes Balltalent. Beide Sportarten beherrscht er gleichermaßen gut, doch seine ganz große Liebe gehört eindeutig dem Fußball. „Das stimmt. Tischtennis spiele ich zwar super gerne, aber Fußball liegt knapp vorne“, bestätigt der 28-Jährige. Kein Wunder, schließlich gehört Bäker laut Trainer Christian Mach beim Bezirksliga-Elften zu den absoluten Leadern: „Janni hat auf dem Platz eine wahnsinnige Präsenz. Sein linker Huf ist eine echte Waffe, und er ist im Mittelfeld wie in der Abwehr variabel einsetzbar.“

Lediglich das aufbrausende Temperament von Bäker ist Mach manchmal ein Dorn im Auge: „Das muss Janni noch etwas besser in den Griff bekommen, wenn er ein richtiger Führungsspieler werden will.“

Für einen der dienstältesten Akteure im Team auch durchaus ein lohnenswertes Ziel: „Ich möchte gerade den jüngeren Spielern helfen und auf dem Platz vorangehen. Aber Christian hat Recht. Dafür muss ich teilweise noch ruhiger und abgeklärter werden.“ Manchmal ist es für Bäker hingegen kein Nachteil, dass er eher heißblütig veranlagt ist. Manch ein Gegner wirkt durchaus von der „Kante“ Bäker eingeschüchtert, wie Mach weiß: „Das ist so. Janni weiß sich durchzusetzen. Deshalb kann ich ihn auch problemlos in die Innenverteidigung stellen. Obwohl das nicht seine Lieblingsposition ist.“

Stimmt, Bäker selbst sieht sich eher als „Achter oder auf der Sechs. Da kann ich meine Stärken einfach noch besser ausspielen.“

Und dies vermutlich noch lange für Sudweyhe: Obwohl Bäker schon Angebote vom Brinkumer SV und TSV Melchiorshausen vorliegen hatte, blieb er dem TuS stets treu. Auch in der kommenden Saison wird er laut eigener Aussage weiterhin für Sudweyhe abräumen: „Lebenslang für den TuS kann ich zwar nicht versprechen, aber meine Zusage für die neue Serie steht. Hier passt einfach super viel. Mit Marco Haut, Hanjo Harjes und Malte Pirngruber kicke ich schon ewig zusammen. Mit Freunden im Team macht es einfach noch mehr Spaß. Mir ist halt auch der Zusammenhalt sehr wichtig.“

Mit Pirngruber und dem langjährigen Stammkeeper Mirko Meyer schwingt Bäker übrigens auch für Sudweyhe den Tischtennisschläger. Sicherlich ein weiterer Pluspunkt für den TuS, dass aus dem Sudweyher Urgestein ein „ewiger“ Sudweyher wird.

Sein Trainer Mach hätte nichts dagegen: „Janni kann für uns noch extrem wichtig werden. Mit zunehmendem Alter kommt ja auch noch die nötige Gelassenheit hinzu. Ich denke, Sudweyhe wird noch sehr viel Freude an ihm haben.“

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