Sudweyher Korbballerinnen schenken 7:3 gegen Thedinghausen her und steigen aus Bundesliga ab

Wundenlecken ist angesagt

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Grenzenloser Jubel und Erleichterung beim TSV Barrien und Trainer Manfred Otto. Im letzten Spiel gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst schaffte die Mannschaft den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Spielklasse.

Sudweyhe - Von Sandra Hellmers. Das Spiel ist aus für den TuS Sudweyhe: Der „Dino“ ist nach zwei Niederlagen am letzten Spieltag in Brinkum tatsächlich aus der Korbball-Bundesliga Nord abgestiegen. Das Mauz-Team begleitet den Tabellenletzten TSV Ingeln-Oesselse in die Niedersachsenliga. Der TSV Barrien und die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst konnten sich retten, der TSV Heiligenrode verpasste als Vierter die DM-Qualifikation knapp. Meister wurde auf den letzten Metern wieder die SG Findorff – auch weil der TSV Thedinghausen im Verfolgerduell gegen den Oldenbroker TV siegte und sich damit das DM-Ticket sicherte.

TSV Barrien - SG Findorff 4:18 (1:14): Für die verletzte Maren Mühlenbruch (Bänderriss) feierte Nachwuchsspielerin Julia Senz ihr Bundesliga-Debüt. Sie wechselte sich mit ihrer Schwester Mone auf der Korbhüterinnen-Position ab. Gegen das vollständige Verschlafen der ersten Halbzeit waren aber auch die beiden jungen Korbfrauen machtlos. Zur Pause sah alles nach einem kapitalen TSV-Untergang aus. Erst nach Wiederanpfiff lief es besser. „Jetzt war auch erkennbar mehr Mut und Kampf im Spiel. Nach der katastrophalen ersten Hälfte war eine Wendung aber unmöglich“, musste Trainer Manfred Otto erkennen. Wenigstens betrieb seine Mannschaft noch Schadensbegrenzung.

SV Brake - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 13:21 (7:9): Mit einem echten Handicap ging die TSG in diesen wichtigen Spieltag. Käpt‘n Inga Sander fiel nach einem im Training erlittenen Armbruch aus. Doch die Mannschaft von Torsten Behrens nahm die Herausforderung an und startete gut. Nur eine kleine Leistungsdelle Mitte der ersten Halbzeit brachte Brake wieder näher heran; nach dem Seitenwechsel bestimmte wieder die TSG das Geschehen und rettete sich mit diesem Sieg vor den eigenen Fans aus eigener Kraft vor dem Abstieg.

TSV Thedinghausen - TuS Sudweyhe 12:10 (6:8): Die Ausgangslage war klar: Nur mit einem Sieg gegen den DM-Kandidaten war der Traum vom Klassenerhalt des TuS Sudweyhe noch realistisch. Und Grün-Weiß ging entschlossen zu Werke, konnte die erste Halbzeit sogar recht souverän in seinem Sinne gestalten. Mit 7:3 lag der Tabellenvorletzte in der 14. Minute schon komfortabel vorn. Doch Thedinghausen verlor nie die Ruhe und kämpfte sich nach dem Seitenwechsel immer besser in die Partie. Kurz vor Schluss konnte der TuS nochmals auf 10:11 verkürzen, doch das Happy End blieb aus.

SV Brake - TSV Heiligenrode 7:14 (0:8): Der SV Brake hatte die Reise nach Brinkum ersatzgeschwächt angetreten, und so stellte TSV-Trainerin Dagmar Schnelle ihre Mannschaft auf hohes Tempo ein. Auch mit der Braker Einzeldeckung hatte Heiligenrode keine Probleme und konnte sich Mitte der zweiten Halbzeit beim Stand von 12:3 sogar leisten, die Zügel etwas schleifen zu lassen. Herausragende Werferinnen des TSV waren in diesem Spiel Ann-Cathrin Hagen und Jessica Pawlowski mit jeweils vier Körben.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - TSV Barrien 4:8 (4:3): Auch ein Remis hätte Barrien für den endgültigen Klassenerhalt gereicht. In Halbzeit eins ging allerdings vor allem der TSV nervös zu Werke und vergab viele aussichtsreiche Gelegenheiten. „Wer so viele Chancen liegen lässt, wird normalerweise dafür umgehend bestraft“, ahnte Trainer Otto Schlimmes. Doch es kam anders: Korbhüterin Mone Senz hielt den Korb nach dem Seitenwechsel zwanzig Minuten lang sauber und vorne entwickelte der TSV immer größeres Selbstvertrauen. „Bei uns fehlte das letzte Aufbäumen“, kommentierte TSG-Coach Behrens – und lobte seine Mannschaft doch für die Bewältigung einer schwierigen Saison.

SG Findorff - TuS Sudweyhe 18:13 (8:6): Der Sudweyher Abstieg war bereits besiegelt – Barrien hatte sich drei Punkte vor den TuS gesetzt. Findorff konnte mit einem Sieg allerdings noch die Meisterschaft klarmachen. Wieder zeigte die Mannschaft von Trainer Alexander Mauz eine gute Leistung gegen eines der Spitzenteams und hielt das Spiel bis zum 7:9 offen. „Wir haben heute zwei ordentliche Spiele gemacht und gezeigt, dass wir eigentlich in diese Liga gehören. Aber die Tabelle lügt halt nicht“, musste der Coach anerkennen. Für die frühere deutsche Spitzenmannschaft geht es nun tatsächlich runter in die Niedersachsenliga. „Wir werden jetzt unsere Wunden lecken und dann die Saison analysieren. Wie es dann weitergeht, werden wir sehen“, zeigte sich Mauz am Ende einer schwierigen Saison nachdenklich, aber auch kämpferisch. Vielleicht ein kleiner Trost: Die Sudweyherin Luisa Schlemm holte sich mit 45 Saisontreffern die Korbjägerinnen-Krone.

TSV Ingeln Oesselse - TSV Heiligenrode 9:12 (2:6): In diesem Spiel ging es um die „Goldene Ananas“ – weder konnte Heiligenrode noch das DM-Ticket lösen noch Ingeln-Oesselse den Abstiegsrang verlassen. Einen Sieg hatte sich das Schnelle-Team trotzdem vorgenommen. Nach sieben Minuten stand es 4:0. Erst als Ingeln-Oesselse auf Einzeldeckung umstellte, geriet vorübergehend Sand ins Heiligenroder Getriebe. Doch das war schnell erledigt, und so stand am Ende ein sicherer Sieg. Zwar war Platz drei passé, doch Trainerin Dagmar Schnelle zog ein positives Fazit: „Wir sind mit unserer Rückrunde vollkommen zufrieden, die DM-Quali haben wir in der Hinrunde liegen gelassen“, resümierte sie.

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