Korbballerinnen machen Wiederaufstieg mit zwei Siegen perfekt

Sudweyhe zurück im Oberhaus

Mit insgesamt neun Körben war Samantha Pörschke (am Ball) die erfolgreichste Werferin des TSV Heiligenrode II am vorletzten Niedersachsenliga-Spietag. - Foto: Westermann
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Mit insgesamt neun Körben war Samantha Pörschke (am Ball) die erfolgreichste Werferin des TSV Heiligenrode II am vorletzten Niedersachsenliga-Spietag.

Brake - Von Sandra Hellmers. Die Würfel sind gefallen in der Korbball-Niedersachsenliga: Der TuS Sudweyhe schaffte den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga Nord und steht bereits als Meister fest.

Die Sudweyher Reserve kann den Abstieg nach zwei weiteren Niederlagen nicht mehr verhindern. Spannend bleibt es trotzdem am Tabellenende: Vor dem letzten Spieltag in zwei Wochen in Brinkum können theoretisch noch vier Teams absteigen oder in die Relegation rutschen.

SV Brake II - TuS Sudweyhe 12:15 (7:6): Sudweyhes Trainer Alexander Mauz war mit der Leistung seiner Mannschaft alles andere als zufrieden. „Vor allem in der Offensive waren wir gedankenlahm, zu behäbig, um das Spiel zu dominieren“, kritisierte er. So lief der TuS über weite Strecken einem Rückstand hinterher. Erst nach der Pause stabilisierte sich der Tabellenführer und konnte sich schließlich Vorteile erspielen. „Am Ende haben wir verdient gewonnen“, resümierte Mauz.

TSV Heiligenrode II - TSV Ingeln Oesselse 14:10 (5:6): Gegen die ungewohnte Einzeldeckung des Gegners hatte Heiligenrode zunächst gehörige Probleme. Erst nach dem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand (8. Minute) kam der TSV etwas besser in den Rhythmus und fand über den 4:4-Ausgleich zurück zum Spiel. Es dauerte allerdings noch bis zum 9:9 (35.), ehe Heiligenrode sich entscheidend absetzen konnte. Am Ende stand ein hart erkämpfter, aber doch noch sicherer Sieg.

Ingeln Oesselse lullt Spitzenreiter kurz ein

TSV Ingeln Oesselse - TuS Sudweyhe 7:13 (3:4): Der TSV hatte sich im Spiel gegen den Spitzenreiter eine Taktik überlegt, die zunächst fruchtete: „Die haben das echt gut gemacht. Sie haben versucht, uns einzuschläfern“, erkannte Mauz. Der TuS leistete sich Fehler und wurde immer hektischer. Die Pause nutzte Mauz, um mehr Ordnung ins Sudweyher Spiel zu bringen. Mit Erfolg: Seine Mannschaft entschied das Spiel schließlich vor allem mit erfolgreichen Würfen aus der Distanz. Pflichtsieg Nummer zwei war eingetütet, doch Trainer Mauz war nicht ganz zufrieden: „Das hätten wir früher sichern können“, fand er.

FC Gessel-Leerßen - TSV Heiligenrode II 4:6 (2:3):  Heiligenrode II gelang mit dem Sieg die Revanche für die Hinspielniederlage. Doch Aufsteiger Gessel-Leerßen spielte auf Augenhöhe und hielt lange ein Unentschieden. TSV-Trainerin Schnelle ermutigte ihre Mannschaft, Geduld zu bewahren – mit Erfolg. Nach zwei knapp verlorenen Spielen am vorherigen Spieltag holte Heiligenrode sich diesmal wieder vier Punkte. Der FC hingegen sah den Grund für die Niederlage vor allem bei der Chancenverwertung. „Wir müssen weiter an unserer Treffsicherheit arbeiten“, analysierte FC-Spielerin Nicole Glatzel.

TuS Sudweyhe II - TSV Emtinghausen 4:9 (2:6): Um noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt wahren zu können, musste Sudweyhe II dieses Spiel gewinnen. Doch es war wie so oft in dieser Saison: Wille und Einsatz stimmten, am Ergebnis ließ sich das aber nicht ablesen. „Das war eine starke Abwehrleistung, richtig gute Laufarbeit! Leider hatten wir vorne im Angriff zu viele Ballverluste und zu wenige erfolgreiche Korbwürfe“, sah Trainerin Suh-Christin Wenglorz das Problem vorne.

TB Stöcken - FTSV Jahn Brinkum 15:14 (12:9): Pech für den FTSV Jahn: Die Mannschaft von Trainer Thorsten Böger musste auf zwei kranke Korbfrauen verzichten. Für sie sprang B-Jugend-Korbfrau Marlene Kamp ein, mit Lea Reiners und Dana Stöver reisten zwei weitere Jugendspielerinnen mit. Die Mannschaft brauchte nur kurz, um sich zu finden und konnte nach dem 9:13-Rückstand (22. Minute) mehr Spielanteile gewinnen. Als eine Minute vor Schluss das 14:15 fiel, war wieder alles drin. „Stöcken konnte dieses Ergebnis aber mit etwas Glück über die Zeit retten“, bedauerte Böger.

TV Stuhr - FC Gessel-Leerßen 6:9 (4:3): Nach einer guten Anfangsphase mit einer 2:0-Führung ging Stuhr knapp vorn in die Pause. Nach Wiederanpfiff konnte Gessel-Leerßen sich allerdings spürbar steigern und über den 5:5-Ausgleich vorentscheidend mit 8:5 in Führung gehen. „Dieses Spiel haben wir uns viel zu leicht aus der Hand nehmen lassen“, kommentierte die tief enttäuschte Trainerin Corinna Woltemade. Ihre Mannschaft kam zwar nochmals auf 6:8 heran, doch der Aufsteiger machte mit dem letzten Treffer den Sack zu und entschied die Partie am Ende verdient für sich.

FTSV Jahn Brinkum - TuS Sudweyhe II 12:17 (6:7):  Brinkum startete gut und führte schnell mit 3:0. Dank des danach lange engen Spielverlaufs durfte Sudweyhe II gegen den Tabellennachbarn durchaus auf Punkte hoffen. Der FTSV Jahn brillierte vor allem bei Sechsmeterwürfen und konnte sich so absetzen. Sudweyhe II steht damit als Absteiger fest. Trainerin Wenglorz war trotzdem stolz auf ihr Team: „Sie kämpfen immer bis zur letzten Sekunde.“ Angesichts der personellen Nöte war auch Thorsten Böger glücklich: „Großes Kompliment an die Mannschaft, unter diesen Voraussetzungen so zu spielen.“ Sein Team arbeitet jetzt auf den alles entscheidenden Spieltag in eigener Halle hin.

TB Stöcken - TV Stuhr 14:4 (8:2):  Ein gebrauchter Tag für den TV Stuhr fand seine Vollendung. Gegen den gut aufgelegten TB Stöcken aus Hannover liefen die ersten Minuten ganz gut. Doch nach dem Stuhrer 2:1 (13. Minute) kam Stöcken richtig in Schwung. „Bei denen hat heute einfach alles geklappt, das war brillant. Die hätten uns heute auch ohne Schuhe geschlagen“, fand Woltemade klare Worte. Stuhr hingegen verlor völlig den Faden.

Mit der Niederlage sind alle Aufstiegschancen für den TV Stuhr nun dahin – einzig Silber ist noch drin. Der TuS Sudweyhe steht damit vorzeitig als Meister und auch Aufsteiger fest.

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