Stark verändertes Freund-Team fertigt Brockum 7:1 ab und feiert Aufstieg

Sudweyhe hält nichts auf

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Jonas Lüdeke (M.) setzt sich hier gegen Brockums Nils Belting (l.) und Karsten Weghorst (r.) durch. Der Sudweyher Offensivmann traf beim 7:1 einmal und wirbelte viel. ·

Kreis-Diepholz - Von Cord KrügerBROCKUM · Das Szenario mutete kurios an: Da hatte Kreisliga-Spitzenreiter TuS Sudweyhe den TSV Brockum auf dessen eigenem Platz gerade mit 7:1 (1:0) ausgetanzt, sich damit endgültig den Bezirksliga-Aufstieg gesichert und die Kreismeisterschaft praktisch in der Tasche, doch große Jubel-Arien blieben aus: keine kollektiven Freudentänze, nur eine halbe Bierdusche aus einer 0,3-Liter-Flasche für Wilco Freund – den Rest wollte der Trainer lieber trinken. „Es ist halt schwierig mit dem Feiern, wenn man schon länger weiß, dass das Ding für einen gelaufen ist“, erklärte Freund.

Gelaufen scheint es – im Positiven – auch mit Blick auf den Titel. Verfolger Bassum hat bei sechs Punkten Rückstand zwar noch drei Spiele, Sudweyhe nur zwei, doch die gegen Absteiger TuS St. Hülfe-Heede und einen TuS Syke, der offenbar der Abmeldung geweiht ist. „Ich will St. Hülfe nicht schlecht reden, aber am Sonntag können wir Meister werden“, blickte Freund voraus. Kein Team hätte dies mehr verdient als seins, das seit dem achten Spieltag an der Spitze steht, die meisten Tore geschossen (108) und die wenigsten kassiert hat (27.).

Auch gestern funktionierte der TuS – selbst ohne vier gesperrte Stammspieler. Zudem hatte Freund rotieren lassen und die Innenverteidigung umgebaut, um Fabian Meyer und den A-Jugendlichen Niklas Bache für ihren Trainingsfleiß zu belohnen. Beide machten ihre Sache gut, insgesamt fehlte den Gästen im ersten Durchgang aber die Leichtigkeit. Anstatt der 1:0-Führung durch Maik Behrens (15.) wäre ein 1:1 zur Pause verdient gewesen, „wenn wir gleich das erste Ding reinmachen“, trauerte Brockums Trainer Thomas Wittenbrink der vergebenen Chance von Jannis Lübker nach schönem Alleingang (1.) hinterher. Mehr Chancen hatten die Gastgeber vor der Pause zwar nicht, Sudweyhe jedoch auch nicht, weil Brockum gut verschob, so dass „wir unser Spiel über außen nicht so gut aufziehen konnten“, meinte Freund.

Nach der Pause agierte aber nur noch seine Mannschaft – und traf nach Belieben. Yannic Boltes abgefälschter Schuss klatschte über den Innenpfosten hinter die Linie (48.), Christian Heusmann erzielte mit schnell ausgeführtem Freistoß das 3:0 (52.), Jonas Lüdeke sprintete nach einem Ballverlust von Falk Zboron zum 4:0 davon (55.), Stephen Bohl legte über rechts das 5:0 nach (58.). „Nach diesen zehn Minuten war das Spiel gelaufen“, räumte Wittenbrink ein. Anschließend fingen sich seine Männer immerhin und schüttelten ihre teils heftigen Fehler ab. TuS-Keeper Sven Paul rettete per Doppel-Parade gegen Zboron und Giorgi Avalishvili stark (66.), sein Gegenüber Jan Rösler verhinderte gegen Behrens Schlimmeres (68.) – doch beim Kopfball von Patrick Weniger zum 6:0 hatte er nichts zu halten (81.). Das schönste Tor glückte Bolte mit Volley-Kracher (87.), ehe Zboron doch noch zum Ehrentor kam (90.).

„Die Zahlen sprechen für sich“, gratulierte Wittenbrink Sudweyhe zum Aufstieg. „Im Hinspiel haben wir da 0:6 verloren, heute 1:7 – gut, dass wir die jetzt los sind…“

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