TSV Melchiorshausen gegen Geestemünde

Die Stunde des Kollektivs

Bittere Nachricht: Philipp Zabywalski (re.) zog sich in Bremerhaven eine Schultereckgelenkssprengung zu und wird Melchiorshausen länger fehlen. - Foto: Flügge

Melchiorshausen - Von Arne Flügge. Wilco Freund gönnte sich vergangenes Wochenende einen Kurzurlaub. Daran ist auch nichts auszusetzen, denn der Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen hatte seine Mannschaft auf das Auswärtsspiel beim OSC Bremerhaven glänzend vorbereitet und die Verantwortung in die kompetenten Hände seines Co-Trainers Matthias Bolte gelegt. 6:2 hieß es am Ende – und Freund hatte jede Minute des Spiels via Handy am Live-Ticker verfolgt. Im Heimspiel am Sonntag (15.00 Uhr) gegen den ESC Geestemünde steht Freund wieder an der Seitenlinie – und wünscht sich einen ähnlich engagierten Auftritt seiner Mannschaft.

Was den Coach besonders gefreut hat, war der Sieg des gesamten Kollektivs. Es waren nicht ein, zwei Spieler, die einen Sahnetag erwischt hatten und nach Belieben trafen. Nein, sechs verschiedene Torschützen sprechen für eine ausgesprochen gute Teamleistung. „Es ist eine unserer Stärken, dass wir nicht nur einen Torjäger haben, sondern viele Spieler in der Mannschaft in der Lage sind, Gefahr auszustrahlen und die Dinger zu machen“, freut sich der TSV-Coach. Und diesen Vorteil soll seine Mannschaft natürlich nun auch gegen Geestemünde in die Waagschale werfen.

Dass die Gäste nach einem verschlafenen Saisonstart im unteren Tabellendrittel herumdümpeln, ist für Freund kein Grund, jetzt eine Hurra-Stimmung auszurufen und das Spiel bereits auf der Habenseite zu verbuchen. Im Gegenteil: Der 49-Jährige warnt ausdrücklich davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir sind der Aufsteiger, und für uns ist jeder Gegner gefährlich. Wir müssen in jedem Spiel 100-prozentig da und auch fit sein.“ Und deswegen dürfe seine Mannschaft jetzt keinen Deut nachlassen, sondern müsse weiter hochkonzentriert sein und versuchen, ihr Spiel dem Gegner aufzuzwingen. „Generell versuchen wir, sehr aggressiv zu spielen. Und das wollen wir auch gegen Geestemünde“, sagt Freund, der sein Team nach zuletzt zwei Siegen in Folge in der Bremen-Liga angekommen sieht: „Wir haben uns bei den knappen Niederlagen in den ersten beiden Spielen das Leben durch individuelle Fehler selbst schwergemacht. Daran haben wir gearbeitet. Denn die Leistung insgesamt hat von Beginn an gestimmt.“

Fehlen wird Philipp Zabywalski. Der Mittelfeldspieler zog sich in Bremerhaven eine Schultereckgelenkssprengung zu und wird länger ausfallen. Zudem sind Julio Martin Hinze und Nils Kaiser privat verhindet.

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