Stuhrer Silvesterlauf ist auch ein Familientreffen / Die Johnßens treten in voller Stärke an / Bei den Schomanns wird die Zeit immer wichtiger

Wenn der Sohnemann den Papa mal eben locker abhängt

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Sie alle freuten sich auf ihren Start in Fahrenhorst (hinten v.l.): Carsten und Thilo Schomann sowie (vorn v.l.): Svenja und Alba Johnßen, Frank Siebe-Johnßen und Bent Johnßen.

Fahrenhorst - Am letzten Tag des Jahres lassen es sich auch viele Familien nicht nehmen, gemeinsam die Strecken im Badenholz zu absolvieren. Bei den meisten steht dabei der Spaß absolut im Vordergrund.

Vor etwa sechs Jahren war dies auch bei Carsten und Thilo Schomann der Fall, als beide das erste Mal am Silvesterlauf teilnahmen. Vater Carsten (51), in früheren Jahren als Tennisspieler des Barrier TC (u.a. in der Regionalliga) sehr erfolgreich, entdeckte vor zehn Jahren die Lust am Laufen. „Zu jener Zeit habe ich mit dem Rauchen aufgehört“, sagt Schomann senior. Als Ersatzdroge bezeichnet er den Sport an der frischen Luft aber nicht, obwohl er ihm mittlerweile doch einige Zeit widmet.

„Als ich das erste Mal nach Fahrenhorst gefahren bin, habe ich Thilo einfach mitgenommen. Der konnte gar nicht anders“, schmunzelt Carsten Schomann. Bleibende Schäden hat dies offenbar beim mittlerweile 18-jährigen Sohnemann nicht zurückgelassen, denn Thilo verschrieb sich der Leichtathletik beim FTSV Jahn Brinkum.

Als zwölfjähriger Steppke war Thilo froh, wenn Papa über die Mittelstrecke immer schön in Sichtweite blieb und beide gemeinsam die Ziellinie überqueren konnten. Alles andere hätte wohl auch Stress in der Familie Schomann gegeben, wenn Papa sein eigenes Ding durchgezogen hätte.

Mittlerweile muss und will keiner mehr Rücksicht auf den anderen nehmen. „Seit zwei Jahren steht die sportliche Leistung im Vordergrund“, sagen beide unisono. Und da sind die Fronten geklärt: Während Vater Schomann über die 4,5 Kilometer schon mit einer Zeit unter 20 Minuten happy wäre, möchte Thilo gern mindestens eine Minute schneller sein. „Irgendwann warte ich ja vielleicht auch mal auf Papa, um mit ihm gemeinsam ins Ziel zu laufen“, sagt Schomann junior und kann sich vor Lachen kaum halten.

In diesem Jahr tritt auch die Familie Johnßen in voller Stärke an. Für Tochter Alba (8) ist es dabei die Premiere. Sie wird zusammen mit ihrer Mutter Svenja (43), die sich als Hansa-Mitglied vor dem Lauf auch noch um das leibliche Wohl kümmern wird, die kurze Strecke absolvieren. Auch die Männer im Haus haben für die 4,5 Kilometer gemeldet. Vater Frank Siebe-Johnßen (44) ist das zweite Mal dabei, stellt den Spaß zwar in den Vordergrund, sagt aber auch, „dass ich natürlich vor meinen Mädels ins Ziel kommen möchte“. Dass er seinen Filius Bent (12) besiegen könnte, glaubt er nicht: „Bent trainiert schon sehr intensiv beim LC Hansa. Den packe ich nicht mehr.“ Übertriebenen Ehrgeiz zeigt aber auch der Sohn nicht: „Es geht gar nicht darum, dass ich Papa besiegen will. Ich laufe eben gern.“ Viel cooler würde es Johnßen junior finden, wenn er seinen Vereinskollegen Lasse Pixberg abhängen würde, „aber das ist schwer. Der ist ja auch ein Jahr älter als ich.“

töb

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