Stuhrer siegt im Bürgerpark

Sebastian Kohlwes bleibt auf vereistem Kurs standfest

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Gerd Cordes war mit Abstand schnellster Seniorenläufer.

Bremen - Die Bedingungen waren grenzwertig, die gelaufenen Zeiten Nebensache. Heil durchkommen hieß die Devise beim Auftaktrennen der 36. AOK Winterlaufserie im Bremer Bürgerpark. Am schnellsten gelang dies dem Favoriten Sebastian Kohlwes (LC Hansa Stuhr), der den über weite Strecken vereisten Kurs von rund zehn Kilometern in 36:16 Minuten bewältigte.

Utz Bertschy, erfahrener Organisator des Bremen-Marathon und Verantwortlicher für die Durchführung der Winterlaufserie, hatte Stress. Keine Zeit für ein Interview zu den Laufbedingungen im Bremer Bürgerpark, den zur Sicherheit der Läufer getroffenen Vorkehrungen beziehungsweise einer möglichen Absage des Rennens. Bertschy war vollauf beschäftigt, kurzfristig eine Ausweichstrecke zu suchen.

Dass die vereisten Wege im Bürgerpark kaum zu belaufen waren, war schon am Vortag abzusehen gewesen. Der bis zum Startschuss anhaltende Regen machte den Untergrund dann noch glatter. Etlichen Läufern genügte ein kurzer Blick auf die Eisfläche, um ohne langes Nachdenken der Gesundheit zu Liebe auf das Rennen zu verzichten. Immerhin riskierten dennoch rund 900 Läufer einen Start – auf geändertem Kurs entgegen der sonst gewohnten Laufrichtung. Entlang der Parkallee gab es festen Untergrund, der dann allerdings auch keine Spikes zuließ.

„So hat auch keiner einen Vorteil“, stellte Trainer Hartmut Selz fest. Dennoch machte sich der Stuhrer einige Gedanken um das erhöhte Verletzungsrisiko, insbesondere für seinen Schützling Sebastian Kohlwes. Der lief derweil einem weiteren ungefährdeten Sieg entgegen. Nach der ersten von zwei Runden folgte Teamgefährte Oliver Sebrantke mit 20 Metern Rückstand. Am Ende brachte Kohlwes eine halbe Minute Vorsprung ins Ziel. Joaquim Pedro, der vor Jahren selbst im Hansa-Trikot lief, verdarb den Stuhrern einen Dreifacherfolg, indem er Mario Lawendel am Ende deutlich auf Platz vier verwies. Dahinter zeigte Triathlet Gerd Cordes (SC Weyhe) eine ausgezeichnete Leistung. Als Gesamtzehnter war Cordes in 39:56 Minuten mit Abstand schnellster Seniorenläufer in der M50. Elfter wurde Thorsten Glatthor (TSV Schwarme, 39:58).

Bei den Frauen überragte Siegerin Lotta Schlund (ATS Buntentor), die nach nur 39:18 Minuten als Gesamtsiebte ins Ziel kam. Viertschnellste Frau war Maren Rösner (Tri Team Schwarme) in 43:35 Minuten.

Sprecher Günter König-Kruse ermahnte die Läufer immer wieder eindringlich, keinerlei Risiken einzugehen und das Rennen als reinen Trainingslauf anzusehen. Denn so wollte auch der Veranstalter das Rennen verstanden wissen. Die erzielten Ergebnisse werden nicht in die Serienwertung eingehen. Hierfür zählen in diesem Jahr nur die Läufe am 7. Februar und am 6. März, die dann hoffentlich zu regulären Bedingungen ausgetragen werden.

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