Heyn siegt bei Frauen

Kohlwes hängt Hahnefeldt ab

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Sandra Ehlers kam bei den Frauen als Dritte ins Ziel.

Weyhe - Abgekämpft, völlig verdreckt, aber mit erhobenen Zeigefingern passierte Sebastian Kohlwes vom LC Hansa Stuhr beim 80. Waldkater-Crosslauf die Ziellinie, und zwar als Erster! Nach der denkbar knappen Niederlage beim Ellernbruch-Waldlauf vor zwei Wochen setzte sich der Stuhrer bei extrem schwierigen Bedingungen im Hauptlauf über 8400 Meter in 31:02 Minuten mit großem Vorsprung gegen Sean Hahnefeldt (TSV Otterndorf) durch. „Die Taktik ging auf“, stellte Kohlwes zufrieden fest.

Bei Dauerregen entwickelte sich der 80. Waldkater-Crosslauf streckenweise zu einer Schlammschlacht. Bereits 500 Meter nach dem Start mussten die Läufer durch immer tiefer werdende große Pfützen. Etliche Läufer ohne Spikes oder Trailschuhe stürzten an dieser Stelle, andere gaben auf. „Warum tue ich mir das eigentlich an?“, war an dieser Stelle einmal öfter von Läufern zu hören, die dennoch durchhielten. „Das ist mir hier und heute zu viel Stress“, bekannte dagegen M 75-Starter Manfred Hinzmann. Der Stuhrer besann sich der Gesundheit zuliebe aufs Zuschauen. Tatsächlich suchten aber auch etliche Läufer in einem Doppelstart die ultimative Herausforderung. Zu ihnen gehörte erneut Sean Hahnefeldt. Im Rennen über 4000 Meter hatte der sieggewohnte Otterndorfer in 15:03 Minuten auch diesmal die vom Bremer Sven Eilinghoff angeführte Konkurrenz sicher im Griff. Gleiches galt bei den Frauen für Maren Rösner (Tri-Team Schwarme). Nach dem „Warm up“ im Ellernbruch hatte die Triathletin in 18:13 Minuten keine ernsthafte Gegnerin. Damit dürfte ihr der angestrebte Seriensieg kaum noch zu nehmen sein.

Trotz der Witterung:

250 Läufer am Start

Für Hahnefeldt hieß es dann: eben in trockene Sachen schlüpfen und über 8400 Meter auf ein Neues. Der Otterndorfer traf auf einen bestens vorbereiteten Sebastian Kohlwes. In Anbetracht der im Ellernbruch erlebten Spurtstärke seines Kontrahenten drückte der Stuhrer von Anfang an aufs Tempo und passierte leichtfüßig selbst die schwierigsten Matschpassagen. Nach halber Distanz betrug sein Vorsprung 20 Meter, am Ende waren es fast eineinhalb Minuten. Auch in der Teamwertung hatten die Stuhrer mit Mario Lawendel (Siebter) und Oliver Sebrantke (Neunter) vor dem verstärkt angetretenen Team der LG Buntentor erneut die Nase vorn. Zwischen den beiden Stuhrern kam der für die LAV Zeven startende Leester Carsten Hülss auf einen starken achten Rang. Damit holte sich Hülss überlegen den Sieg in der M 40, nachdem er zuvor bereits auf der Mittelstrecke als Gesamtvierter ein kräftezehrendes Rennen absolviert hatte.

Bei den Frauen war erneut Janina Heyn (LG Buntentor Roadrunners Bremen, 38:36) die Schnellste. Für sie dürfte damit der erneute Seriensieg schon gesichert sein. Dahinter gönnte sich Sandra Ehlers (SC Weyhe) im schwierigen Geläuf als Dritte (43:11) einen eher vorsichtigen Einstieg in die Cross-Saison.

Für Organisator Dirk Dahme war es erstaunlich, dass angesichts der widrigen Verhältnisse dennoch etwa 250 Läufer an den Start gingen. Allein in den Nachwuchsrennen war die Beteiligung mäßig, was allerdings angesichts eines zeitgleich stattfinden Schülervergleichskampfes im SLZ Hannover nicht überraschte.

el

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