Stuhrer bewältigt extreme Hitze bei Senioren-Europameisterschaften in der Türkei

Oliver Sebrantke: „Ich fühlte mich wie in der Hölle“

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Nach einem 10000-Meter-Rennen bei extremer Hitze im türkischen Izmir kam der Stuhrer Oliver Sebrantke (Mitte, Startnummer 931) erschöpft ins Ziel. Helfer versorgten die Läufer mit Wasserflaschen. Im Hintergrund liegt ein Sportler ausgebrannt am Boden.

Stuhr - Oliver Sebrantke vom LC Hansa Stuhr hat schon zahlreiche Läufe unter extremen Bedingungen bestritten. Das, was er jetzt bei den Senioren-Europameisterschaften im türkischen Izmir bei seinem Bahnrennen über 10000 Meter erlebte, beschreibt der Stuhrer als „sehr grenzwertig“. Bei extremer Hitze traten viele Läufer nicht an, andere gaben auf und mussten ärztlich versorgt werden. Sebrantke gehörte zu den Finishern. Die Tortur brachte ihm nach 36:19:36 Minuten den fünften Platz in seiner Altersklasse M35 ein.

Das Bahnrennen hatte Sebrantke als Test für den Marathon am kommenden Sonntag gedacht. Wirkliche Chancen habe er sich über die 25 Stadionrunden nicht ausgerechnet, erklärte Sebrantke. Allerdings hatte er auch nicht erwartet, dass ihm dieses Rennen derart zusetzen würde. Die Temperaturen für Izmir waren mit 36 Grad angesagt gewesen. Zur Startzeit um 16 Uhr dürften sie im Stadion bei praller Sonne allerdings noch um einiges höher gewesen sein.

„Ich fühlte mich wie in der Hölle“, umschreibt Sebrantke die Verhältnisse. Von den acht Startern seiner Altersklasse gaben zwei auf. In Anbetracht der Bedingungen ging für Sebrantke das eigene Ergebnis völlig in Ordnung: „Ich bin mit meinem fünften Platz sehr zufrieden, auch wenn die Zeit auf anderes schließen ließe.“ Dabei konnte Sebrantke feststellen, dass auch die vor ihm platzierten Läufer einschließlich des AK 35-Siegers Israel Garcia (Tschechien, 34:47,34 Minuten) um zweieinhalb bis drei Minuten über ihren Meldezeiten blieben.

Für sein Marathonrennen am Sonntag im türkischen Izmir weiß Sebrantke, dass er bei ähnlicher Hitze seine gewohnten Zeiten „neu sortieren“ muss. Auf der Marathondistanz zählt der 38-Jährige als amtierender Senioren-Europameister zum Favoritenkreis. Für das erwartet harte Rennen sieht er sich gut gewappnet: „Ich bin jetzt vorgewarnt und rechne mit einer Marathonzeit von 2:40 Stunden oder schlechter. Aber bei Meisterschaften geht es ja nicht um die Zeit, sondern nur um die Platzierung. Es wird bestimmt ein sehr taktisches Rennen, aber ich glaube, das ist eher ein Vorteil für mich. Ich freue mich schon auf die Herausforderung und werde versuchen, meinen Titel zu verteidigen.“ Zwei Tage vorher wird es für den Stuhrer beim zusätzlich geplanten Bahnrennen über 5000 Meter (Start 16 Uhr) vermutlich ein weiteres echtes Warmlaufen geben.

el

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