Azzarello vergibt einen Elfmeter

Stuhr wieder spät geschlagen - 1:2 gegen Heesseler SV

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Stuhrs Dimitri Steen (rechts) im Zweikampf mit Rodi Hezo, Heessels Torschützen zum 1:0.

Stuhr - Von Felix Schlickmann. „Warum muss das immer sein?“ Christian Meyer war nach dem Spiel fast entgeistert. Der TV Stuhr, den er mit Stephan Stindt als Trainer betreut, musste wieder mal einen späten Gegentreffer hinnehmen.

Bei der 1:2 (1:1)-Niederlage im Landesliga-Duell mit dem Heesseler SV waren die Stuhrer über weite Strecken die bessere Mannschaft – und verloren dennoch durch ein Tor in der Nachspielzeit.

In der achten Minute folgte bereits der erste Schock für den Tabellenvorletzten Stuhr. Nach einer kurz ausgeführten Ecke nahm sich Rodi Hezo aus rund 25 Metern und spitzem Winkel ein Herz und setzte seinen Linksschuss perfekt mithilfe des Innenpfostens in die Maschen. Auch in der Folge waren die Gäste aus Heessel die etwas gefährlichere Mannschaft: Kapitän Mark Wielitzka streichelte seinen Kopfball nach Ecke von Yusuf-Islam Akdas am Tor vorbei (16.).

In der Folge kam Stuhr besser in die Partie und zeigte sich in der 28. Minute das erste Mal gefährlich. Adrian Herrmann setzte sich stark über links durch. Sein Abschluss war jedoch zu unplatziert, Gäste-Torwart Philipp Houck packte sicher zu. Noch enger wurde es kurze Zeit später. Torben Drawert zog einen Freistoß gegen Niklas Rohden knapp 20 Meter vor dem Tor. Tim Langreder trat an und setzte den Ball an den Pfosten (32.). Kurz vor der Pause belohnten sich die Stuhrer dann für die Leistungssteigerung. Herrmann tauchte plötzlich frei vor Houck auf, legte den Ball noch mal zurück zu Drawert. Dieser ließ sich nicht bitten und schob überlegt zum 1:1 ein (41.).

Platzherren machen nach Wechsel Druck

Nach dem Seitenwechsel machten die Platzherren mit Rückenwind gehörig Druck. Eine Ecke für Heessel wurde zum Konter, Drawert war auf und davon und wurde erst im Strafraum von Merchas Doski unfair gestoppt: Schiedsrichter Kevin Dickscheid entschied auf Elfmeter. Riccardo Azzarello nahm sich der Sache an – und verschoss (52.). Der offensive Mittelfeldspieler suchte sich die linke Ecke aus, das hatte Houck aber gerochen und hielt den Ball sicher fest.

Doch die Gastgeber ließen sich nicht entmutigen, blieben die gefährlichere Mannschaft. Allen voran der agile Dimitri Steen hatte einige gute Aktionen, die letzte Konsequenz fehlte dem TVS allerdings. So entwickelte sich Mitte der zweiten Hälfte ein offener Schlagabtausch, aus dem Heessel gestärkt hervorging und vor allem gegen Ende des Spiels für immense Gefahr sorgte.

In der 78. Minute lenkte Stuhrs Schlussmann Niklas Frank einen Kopfball von Halil Aydemir an die Latte. Zehn Minuten später wäre der Keeper machtlos gewesen, doch Rohden setzte eine Hereingabe von Aydemir aus kurzer Distanz über das Tor. In der Nachspielzeit machte er es aber besser: Einen langen Ball nahm Aydemir technisch gekonnt mit, zog einen unwiderstehlichen Spurt an und flankte den Ball wieder auf Rohden. Die zweite Chance ließ sich Heessels Nummer 13 nicht entgehen und traf zum 2:1 (90.+1).

„Das Ergebnis ist unglaublich bitter“, stellte ein konsternierter Meyer nach dem Spiel fest: „Gerade, wenn man sieht, wie es zustande gekommn ist.“ Der Trainer erkannte zwar an, dass Heessel „die bessere Spielanlage hatte. Aber wir haben eigentlich alles gut verteidigt. Das ist einfach mega unglücklich – schon wieder.“ Mit dem Fußballgott scheinen Meyers Stuhrer derzeit einfach nicht im Bunde zu sein.

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