Neubauer hat alles im Griff

Silbersee-Titelverteidiger Phillip Fahrenholz hinter Jesse Hinrichs auf Platz zwei

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Da soll sich noch einer auskennen: Hoffentlich hat da jeder sein richtiges Rad gefunden. 

Stuhr - Von Christiane Golenia. Es wurde gekämpft und gefinisht. Vor allem wurde beim 25. swb-Silbersee-Triathlon aber auch gefeiert. Bei besten Bedingungen bewiesen über 1. 000 Athleten, mit welcher Begeisterung sie ihren Sport betreiben. Applaus und anerkennende Worte gab es allerdings auch für die organisierenden Tri-Wölfe des LC Hansa Stuhr. Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen und Winfried Barkschat als Präsident des niedersächsischen Triathlonverbandes waren gleichermaßen beeindruckt, was Jan Neubauer mit seinem ehrenamtlichen Helferteam zur zweitägigen Jubiläumsveranstaltung auf die Beine gestellt hatte.

Spätestens mit dem ersten lauten Startschuss durch die Farger Böllerschützen war die ganze Aufmerksamkeit aufs Renngeschehen gerichtet. Wer nun allerdings dachte, bei der olympischen Distanz einen haushohen Start-Ziel-Sieg des Vorjahresschnellsten Konstantin Bachor zu erleben, sah sich getäuscht. Der Vorsprung des Wolfsburgers schrumpfte beim finalen Lauf über zehn Kilometer zusehends. Wenig überrascht zeigte sich davon Karsten Schrimpf. Der Stuhrer Trainer, in jungen Jahren selbst Weltklasse im Hindernislauf, betreut Bachor seit längerem in Sachen Lauftechnik. „Konstantin hat aufgrund einer bakteriellen Infektion enormen Rückstand im läuferischen Bereich, weshalb er auch den eigentlich geplanten Ironmanstart aufschieben musste.“ Den Grundstein zum erneuten Sieg im Regionalliga-Wettbewerb legte Bachor mit einer Rekordzeit im Radsplit von 56:35 Minuten über die zu fahrenden 40 Kilometern.

Da soll sich noch einer auskennen: Hoffentlich hat da jeder sein richtiges Rad gefunden. 

Philipp Fahrenholz aus Weyhe saß im kurz danach gestarteten offenen Wettbewerb eine halbe Minute länger im Sattel und konnte damit auch nur wenig vom Rückstand auf den führenden Jesse Hinrichs aufholen. Mangels Führungsrades sei er sich über seine Position nicht im Klaren gewesen, erklärte der Oldenburger im Ziel. Sein Sieg in 1:55:35 Stunden vor Vorjahressieger Fahrenholz (1:56:58 Std.) war dennoch überlegen. Verständlich, dass Fahrenholz mit seinem Ergebnis nicht zufrieden war: „Es lief nicht wie gewünscht.“ Platz drei ging an den Huchtinger Top-Schwimmer Fabian Günther, der das Feld nach 1,5 Kilometer Schwimmen im 25 Grad warmen Silbersee in 19:04 Minuten angeführt hatte.

Stuhrs Benedict Wolpmann wurde Zehnter im Sprint.

Die schnellste Zeit bei den Frauen erzielte Regionalliga-Siegerin Jenny Jendryschik in 2:11:45 Stunden. Auch sie eine Profi-Athletin? „Nein“, lachte die Flensburgerin, „es war mein Debüt auf der olympischen Distanz.“ Die offene Wertung entschied die vorjährige Sprintsiegerin Nina Rosenbladt (Top-Tri-Team Hamburg, 2:13:39) für sich.

Zieleinläufe der unterschiedlichsten Art

Anfeuerung von Freunden, Bekannten und Staffelkollegen, abklatschen, erschöpfte, aber auch freudestrahlende Gesichter beim Zieleinlauf, waghalsige Luftsprünge über der Zielmatte, all das gab es auch im Sprint- und vor allem im Volkstriathlon zu sehen. Sieger im Sprinttriathlon wurde mit Nico Markgraf (59:08 Minuten) aus Hannover ein Athlet aus der 1. Bundesliga. Den Titel Bremer Landesmeister sicherte sich der Gesamtvierte Timo Behrens (Bremischer Schwimmverein). Bei den Frauen siegte zugleich als Bremer Landesmeisterin Lea van Beek (OT Bremen, 1:10:59 Stunden).

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