Stuhr schlägt Bassums Rumpfteam 3:0 / Führung aus Abseits / Schäfer locker

Pingpong-Tor als Türöffner

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Bassums Tobias Cordes (r.) klärt hier vor Torben Drawert. Später traf der Stuhrer doch.

Stuhr - Von Cord Krüger. Das hätte gestern wirklich besser laufen können für den TSV Bassum: Erst musste Rechtsverteidiger Dorian Klinger beim Aufwärmen doch einsehen, dass für ihn nach seinem Muskelfaserriss an Fußball noch nicht zu denken ist. Dann geriet der Bezirksliga-Fünfte beim Achten TV Stuhr durch ein Abseitstor in Rückstand – und schließlich machte Torben Drawert als Ausgangspunkt zum 2:0 und Vollstrecker zum 3:0 (1:0)-Endstand alles klar. „Aber das darf in unserer personellen Lage ruhig passieren“, hakte Bassums Trainer Jürgen Schäfer die Niederlage gefasst ab.

Auch sein Stuhrer Kollege Stephan Stindt räumte ein: „Vielleicht ist das Ergebnis um ein Tor zu hoch ausgefallen.“ Trotzdem sprach er von einem „verdienten Sieg“ – und hatte Recht.

Zunächst hielten die Gäste allerdings auf dem für sie ungewohnten Moordeicher Kunstrasen gut dagegen: Nach vier Minuten gab der gestern aus der Bassumer A-Jugend beförderte Marven Schwenke den ersten Warnschuss aufs Stuhrer Gehäuse ab – kein Problem für TVS-Keeper Kevin Keßler, ebenso wie der Versuch von Stuhrs Timo Wetjen 60 Sekunden später für TSV-Schlussmann Dominik Overmeyer. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem Bassum gut in die Zweikämpfe kam. Nach vorn sprang allerdings kaum etwas Gefährliches heraus. Nur Chris Helms zwang Keßler zur Glanztat (17.). So trafen die Platzherren zur Führung – per Pingpong-Tor: Einen Schuss von Fynn Rusche konnte Overmeyer noch klären, den Abpraller nahm Philip Tonak auf, bolzte Teamkollege Tobias Peters an, bugsierte die Kugel aber im Nachsetzen über die Linie (23.). Ein Abseits-Treffer, weil Tonaks Anschießen auf der Linie geschah und der Nachschuss keine neue Spielsituation darstellte. „Das habe ich auch so gesehen“, räumte selbst TVS-Coach Stindt ein. Egal, dafür galt Timo Wetjens Kopfballtreffer eine Minute später wegen Abseits nicht.

So blieb es bis zur Pause bei der knappen Stuhrer Führung. Nach dem Wechsel kamen die Gäste besser zurecht und zogen das Spiel mit schnellen und flachen Pässen in die Breite. In dieser Phase griffen die Stuhrer zu spät an, überließen den Gegnern viele Räume – doch die machten daraus zu wenig. „Wir waren wieder dran, aber nicht zwingend genug“, bedauerte Schäfer. Dies bestrafte Timo Wetjen mit dem Lucky Punch: Bassums Tobias Cordes hatte zuvor mit einem Klasse-Solo sechs „Rote“ aussteigen lassen, verlor den Ball – und Drawert schaltete mit feinem Diagonalball auf den gerade eingewechselten Sebastian Netzke blitzschnell. Der wiederum flankte mit seinem ersten Ballkontakt von rechts – und Timo Wetjen köpfte unhaltbar ins lange Eck (71.). „Ein schöner Spielzug – und ab da war das Spiel gelaufen“, wusste Stindt. Drawert legte kurz darauf frei vor Overmeyer zum 3:0 nach (75.), „weil wir ja nach vorn hin mehr machen mussten und hinten aufgemacht haben“, verdeutlichte Schäfer. Wenigstens das Ehrentor hätte er seinen Jungs noch gegönnt – doch dem stand das Aluminium im Weg: Erst ballerte Christopher Butt nach einer Helms-Ecke ans Lattenkreuz, dann setzte Steffen Bönsch den Nachschuss an den Pfosten (79.). Es hätte gestern wahrlich besser laufen können für Bassum.

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