Korbball-Bundesligist schlägt Sudweyhe mit 2:1 / TuS fertigt dafür Gessel ab

TV Stuhr meldet sich eindrucksvoll zurück

Claudia Bauer, die einen Kob erzielte, kassierte am Wochenende mit Gessel-Leerßen zwei Niederlagen. Archivfoto: Hornung

Kreis-Diepholz - MUSTER (xx) · Nach zwei Niederlagen wieder da: Der TV Stuhr holte in der Korbball-Bundesliga Nord drei wichtige Punkte und scheint nach dem 2:1 gegen Sudweyhe wieder besser in Fahrt zu kommen. Brinkum unterlag dem Aufsteiger TV Bremen Walle 1875, der wenig später auch das Spitzenteam vom SV Brake bezwingen konnte.

TV Bremen-Walle - FTSV Jahn Brinkum 4:3 (2:2): „Das war eine unnötige Niederlage“ ärgerte sich Brinkums Coach Torsten Behrens nach dem Abpfiff. Der Jahn (wieder mit Saida Halep) schaffte es nicht, gegen die aufstrebenden Bremerinnen ein druckvolles Spiel aufzuziehen. So fehlte auch bei der Chancenverwertung die entscheidende Konzentration. „Wir haben momentan vor allem gegen starke Korbhüterinnen zu viel mit uns selbst zu tun. Wenn man nur dreimal trifft, kann man kaum gewinnen“, bemängelte Behrens die momentane Wurfschwäche seiner Mannscahaft. Walle heimste erneut zwei unerwartete Punkte ein – und Brinkum änderte umgehend seine Zielsetzung. „Die DM-Teilnahme dürfte damit für uns jetzt kein Thema mehr sein“, resümierte Trainer Behrens.

TV Stuhr - TuS Sudweyhe 2:1 (0:1): „Stuhr ist zurück!“ Freudig nahm TVS-Coach Harald Altevoigt die Leistungssteigerung seiner Mannschaft zur Kenntnis. In einem intensiven, aber korbarmen Spiel konnte Sudweyhe (ohne Trainer Alexander Mauz) zur Pause knapp führen. In Halbzeit zwei drehte Stuhr das Spiel. Der entscheidende Treffer durch Dania Rönner fiel schon in der 24. Minute. Danach scheiterte der TuS (an diesem Tag ohne die erkrankten Katharina Gillwald und Coach Alexander Mauz) immer wieder an der bestens aufgelegten Stuhrer Korbhüterin Kim Dierks oder unglücklich am Korbrand.

Treffer blieben auf beiden Seiten aus. Am Ende unterlag der TuS knapp und ärgerte sich: „Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir auch noch zwei Viermeter verworfen haben – sind die drin, gibt es einen anderen Sieger. Aufgrund der klareren Aktionen auf unserer Seite ist das eine ärgerliche Niederlage“, befand Sudweyhes Spielerin Heike Lehmkuhl.

TuS Sudweyhe - FC Gessel-Leerßen 16:4 (7:2): Gessel-Leerßen trat mit drei angeschlagenen Spielerinnen und ohne Routinier Nicole Böttcher an. Und der TuS ließ gegen den dezimierten FC gar nichts anbrennen. Während das Böttcher-Team seine wenigen Chancen nicht zu nutzen wusste, zog Sudweyhe Korb um Korb davon. Dabei hatte Heike Lehmkuhl auch Grund zur Kritik: „Wir leisten uns noch Fehlpässe und mangelhafte Würfe, die man in der Bundesliga eigentlich nicht erwarten sollte. Daran werden wir weiter arbeiten und uns verbessern“.

Gessel-Leerßens Nicole Böttcher musste die Überlegenheit des gegnerischen Teams anerkennen: „Mehr war leider in diesem Spiel heute einfach nicht drin“. Lehmkuhl zeigte sich trotz der Niederlage gegen Stuhr motiviert: „Es wäre heute mehr drin gewesen, aber wir werden uns nicht beirren lassen und weiter auf Punktejagd gehen.“

FTSV Jahn Brinkum - TV Stuhr 7:7 (3:4): Stuhr startete besser und führte in der ersten Halbzeit schon mit 4:1, ehe Brinkum (ohne die in der ersten Partie am Knie verletzte Anke Mewe) im Derby erst nach etwa zehn Minuten ins Spiel fand. Nach dem Wiederanpfiff konnte der TVS zunächst wieder auf 6:4 davon ziehen, doch der Jahn gab nicht auf. „Da muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment für ihren Kampfgeist machen“, freute sich Coach Behrens.

Schließlich drehte Brinkum sogar die Partie und konnte sieben Minuten vor Schluss mit 7:6 in Führung gehen. „Dieses Spiel nach mehrmailiger Führung noch zu verlieren, wäre für uns ganz bitter gewesen“, wusste auch Stuhrs Trainer Harald Altevoigt. Doch Kim Dierks versenkte zwei Minuten vor Schluss nervenstark einen Heber zum umjubelten Ausgleich in der temporeichen Partie. Beide Trainer sahen das Remis am Ende als gerechtes Resultat.

FC Gessel-Leerßen - SV Brake 4:7 (1:4): „Schade, dass wir das, was wir in den letzten zehn Minuten gezeigt haben, nicht über die ganze Spielzeit umsetzen konnten; ansonsten wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen“, fand Gessel-Leerßens Nicole Böttcher vor allem nach der ansehnlichen zweiten Hälfte lobende Worte. Zwar gelang es dem FC von Beginn an, Brakes Angriffsspiel zu stören, doch in der eigenen Offensive klappte es weniger gut. „Unsere Schwäche ist insbesondere das Herausspielen und Verwerten von Chancen“, analysierte Böttcher.

In Halbzeit zwei gelang das besser. Gessel-Leerßen war gegen den Tabellendritten gleichwertig und konnte den Korbabstand zwar halten, allerdings nicht aufholen. Böttcher war am Ende nicht unzufrieden: „An dieser Stelle ein großes Lob an unsere Korbfrau Melanie Kakies, die trotz Krankheit einen guten Job gemacht hat.“

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