Fußball-Bezirksligist verzichtet auf externe Neuzugänge /  Platz fünf bestätigen

TV Stuhr hält an der Maxime „Jugend forscht“ fest

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Der 18-jährige Fabian Bischoff (links) ist der einzige Neuzugang beim TV Stuhr. Doch auch er kommt aus dem Verein, kickte zuletzt in der Jugend. Auch Daniel Paschmeyer (rechts) aus der zweiten Mannschaft trainiert zurzeit unter Trainer Christian Meyer mit. ·

Stuhr - Von Daniel WiechertDie Fußballer des TV Stuhr stehen kurz vor ihrer dritten Bezirksliga-Saison in Folge. Nach Platz sechs und fünf in den vergangenen beiden Jahren müsste folgerichtig der vierte Rang angepeilt werden. Doch an diesen Zahlenspielen möchte sich Trainer Christian Meyer nicht beteiligen. Er betont dagegen geflissentlich den eingeschlagenen Weg der Kontinuität, der Jugendförderung und des Understatements.

Die Fluktuation im Kader des TV Stuhr könnte kaum geringer sein. Kein Spieler aus der vergangenen Saison verließ den Verein im Sommer. „Wir setzen voll auf Kontinuität“, sagt Meyer. Passenderweise präsentierten die Stuhrer als einzigen Neuzugang in Person von Fabian Bischoff ein Eigengewächs aus der A-Jugend. Seit Jahren lautet die Maxime des TV Stuhr, durch Teamgeist und Heimatverbundenheit sportliche Stärken zu erreichen.

Als Beweis für die Vereinsidentifikation dient ein Blick auf den TVS-Kader: Von den 24 Spielern in dieser Saison haben nur Roland Göde (kam vor einem Jahr aus Stenum), Patric Lampe (bis zum Winter bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst) und Andre Kucharski (bis Sommer 2012 beim TSV Melchiorshausen) ihre Anfänge in externen Jugendmannschaften genommen. Sieben Achtel aller Spieler haben das Kicken also von der Pike an in Jugendstationen beim TVS gelernt.

Es sei aber nicht so, dass der TV Stuhr sich kategorisch gegen Neuzugänge wehre und abschotte, erklärt Meyer: „Man schaut immer auch auf externe Spieler, wenn man in diesem Metier so lange drin ist. Aber wir haben einfach eine gute Jugendabteilung. So sind Stuhrer Jungs im Team, was die Zuschauer hier auch wahrnehmen und honorieren. Das ist der Weg, mit dem wir happy sind.“

Und der behutsame Weg, auf Eigenmittel zu bauen, zahlte sich mit den Plätzen sechs und fünf in den vergangenen beiden Jahren aus. Trotzdem sieht Meyer partout keinen Grund, die Bodenhaftung zu verlieren: „Es herrscht in dieser Bezirksliga ein sehr gutes Niveau. Wir haben zuletzt starke Teams hinter uns gelassen. Dieses Resultat wollen wir bestätigen – nicht mehr und nicht weniger.“

Um das zu erreichen, hat Meyer kein Patentrezept in der Tasche: „Wie es wahrscheinlich jeder Trainer sagt, werden wir natürlich erstmal im konditionellen Bereich tätig sein“, sagt der Coach und ergänzt: „Danach habe ich mir den Spielaufbau auf die Fahne geschrieben.“ Soll heißen: Da sein junges Team in einzelnen Phasen zu oft in Hektik verfalle und den Ball dann unkoordiniert nach vorne bolze, gehe es nun darum, für mehr Kontrolle zu sorgen. „Durch abgestimmte Laufwege wollen wir für eine gewisse Abgeklärtheit sorgen“, gibt Meyer als Ziel aus.

Neben den taktischen Mitteln fordert der Trainer, dass seine Spieler das in die Waagschale werfen, was sie in den vergangenen beiden Jahren ausgezeichnet habe: „Der Ehrgeiz und das Engagement haben immer gestimmt. Wir sind immer an unsere Leistungsgrenze gegangen. Das muss selbstverständlich wieder so sein.“

Nur so sei es möglich, in der Bezirksliga bestehen zu können. Zumal die Liga für Meyer trotz des Aufstiegs der Überfliegermannschaft vom TuS Sulingen stärker geworden sei. „Was man so hört, muss wohl Landesliga-Absteiger Eilvese als haushoher Favorit gehandelt werden“, sagt Meyer. Ebenfalls hat er den TSV Wetschen auf der Rechnung. „Ich hatte sie letztes Jahr schon als Favorit eingestuft, da haben sie enttäuscht. Doch mit dem sehr guten neuen Trainer Stefan Müller traue ich ihnen viel zu.“

Danach nennt Meyer den SC Uchte und den TuS Drakenburg. „Doch von diesen Teams sind wir nicht weit entfernt“, hofft Meyer.

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