Korbball-Bundesligist schafft mit zwei Siegen Anschluss ans Mittelfeld / Seckenhausen wieder Letzter

TV Stuhr feiert Befreiungsschlag

Pfeilschnell und damit enorm wichtig: Stuhrs Dania Rönner (am Ball) trug mit drei Tempogegenstößen zum 11:7-Sieg gegen den Preetzer TSV bei.

Kreis-Diepholz - SECKENHAUSEN (she) · Mit zwei Siegen hat sich der TV Stuhr in der Korbball-Bundesliga Nord zurückgemeldet. Das Hellmers-Team bezwang in Preetz Gastgeber Preetzer TSV und den Ortsrivalen FTSV Jahn Brinkum. Die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst hingegen unterlag Preetz knapp, der TuS Sudweyhe zog gegen Brinkum den Kürzeren.

Preetzer TSV - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 7:6 (4:2):Das Duell der Tabellennachbarn wollte die TSG gewinnen – wie schon das Hinspiel, als das Glander-Team nach einem wahren Krimi mit 12:11 die Nase vorn gehabt hatte. Beide Mannschaften begannen gewohnt kampfstark, doch kam der Gastgeber aus Schleswig-Holstein besser ins Spiel. Anfang der zweiten Halbzeit führte Preetz gar mit 6:2. „Das war die Vorentscheidung“, befand TSG-Spielerin Michaela Böttger. Lena Breitsprecher jedoch schien den Aufsteiger wieder in die Spur zu bringen – drei Treffer in Folge brachten der TSG wieder den Anschluss. „Danach haben wir es aber nicht geschafft, das Spiel noch zu drehen“, bedauerte Böttger. Während sich Preetz mit dem Sieg etwas von den Abstiegsrängen entfernen konnte, muss die TSG nun in den folgenden Partien unbedingt wieder punkten.

TuS Sudweyhe - FTSV Jahn Brinkum 3:4 (0:3): Trotz der ärgerlichen Niederlage fand TuS-Coach Alexander Mauz kaum Grund zur Kritik: „Das war ein komisches Spiel. Meine Mannschaft hat vieles richtig gemacht und sich viele Chancen erspielt. Aber wenn man nicht trifft, kann man auch nicht gewinnen“, kommentierte Mauz. Fast eine halbe Stunde hatte sein stets bemühtes Team für den ersten Treffer gebraucht, was Brinkums Trainer Torsten Behrens aber auch auf den starken Auftritt seines Teams zurückführte: „Das war die stärkste erste halbe Stunde, die ich seit langem von meiner Mannschaft gesehen haben“, lobte er. Zwar kam Sudweyhe mit drei Treffern in Folge noch heran, doch in den letzten Minuten reichte es nicht mehr für den Ausgleich. Beide Trainer bescheinigten Brinkum am Ende einen verdienten Sieg.

Preetzer TSV - TV Stuhr 7:11 (3:4):Nach der langen Punktspielpause musste Stuhr seinen Leistungsstand wieder unter Beweis stellen. Gegen die motivierten Preetzerinnen lag das Hellmers-Team meist knapp vorn und konnte kurz nach der Pause den Vorsprung auf 5:2 ausbauen. Doch dann kamen die besten Minuten des PTSV: Angefeuert von zahlreichen Fans konnten die Gastgeberinnen innerhalb von fünf Minuten mit 6:5 in Führung gehen. Aber Stuhr hielt nun erst recht dagegen: Nach dem erneuten Ausgleich waren es drei unwiderstehliche Tempogegenstöße der pfeilschnellen Dania Rönner, die die vorentscheidende 9:6-Führung (37. Minute) brachte. Diesen Vorsprung ließ sich Stuhr nicht mehr nehmen und baute das Ergebnis vor allem mit gut gesetzten Kontern noch aus.

TSG Seckenhausen-F. - TV Bremen-Walle 5:7 (4:3): Erneut hätte die TSG punkten können, doch am Ende fehlte es an der nötigen Cleverness. In einer stets engen Partie lagen beide Mannschaften gelegentlich vorn. Walle spielte erstmals mit der ehemaligen Stuhrerin Angela Titz, die sich in ihrem neuen Verein gut einführte. Doch nicht nur mit ihr hatte das Glander-Team zu kämpfen: „Die Waller Korbfrau war einfach sehr gut und hat viele unserer Chancen vereitelt“, erkannte Michaela Böttger an. Schließlich sprangen für ihre Mannschaft wieder keine Punkte heraus; die TSG ziert nun wieder das Tabellenende hinter dem TB Stöcken.

TV Stuhr - FTSV Jahn Brinkum 7:5 (6:2): Dank einer kompakten und disziplinierten Mannschaftsleistung führte Stuhr im Derby schon zur Halbzeit vorentscheidend. „Die erste Hälfte haben wir komplett verschlafen, dabei wollten wir eigentlich sehr druckvoll auftreten“, tadelte Brinkums Trainer Torsten Behrens seine Mannschaft. Stuhr hingegen setzte vor allem die besprochene Defensiv-Taktik perfekt um und nutzte vorne die herausgespielten Chancen. In der zweiten Hälfte kam Brinkum nach dem 2:7 näher heran, konnte den Stuhrer Sieg aber nicht mehr ernsthaft gefährden. Auch deshalb, weil die beiden Stuhrer Korbhüterinnen Kim Dierks und Jana Wessels immer zur Stelle waren. Mit den beiden Siegen hat sich der TVS wieder näher ans Mittelfeld der Tabelle herangekämpft und muss die Leistungssteigerung nun bestätigen.

TuS Sudweyhe - TV Bremen-Walle 14:6 (7:2): Dieses Mal war Trainer Mauz mit der Sudweyher Trefferquote sehr zufrieden – aber nicht mit dem Spiel. „Vor allem in der ersten Hälfte haben wir zu langsam agiert und uns zu oft festgespielt“, kritisierte er. Trotzdem traf seine Mannschaft weitaus besser als im Spiel zuvor und lag auch gegen die mit einer starken Korbhüterin agierenden Wallerinnen schon nach fünf Minuten mit 4:0 in Front. Nach einer Auszeit kam Walle aber besser ins Spiel, bis sich schließlich auch Sudweyhe spielerisch steigerte. „Wir haben dann einfach gefälliger und schneller gespielt“, lobte Mauz. Kurz vor Spielende verletzte sich Sandra Nolte bei einer Konter-Aktion am Fuß und konnte nicht weiterspielen. „Wir müssen abwarten, ob sich die Blessur als schwerer herausstellt“, kommentierte Mauz das erneute Verletzungspech.

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