Für Topspieler Klaus Krabbe zählt nur Verbleib in der Tischtennis-Bezirksoberliga

Stuhr backt kleine Brötchen

Stellt sich in der Saison 2016/2017 auf einen Abstiegskampf ein: Klaus Krabbe, Spitzenspieler beim Tischtennis-Bezirksoberligisten TV Stuhr. Nur der Klassenverbleib zählt für ihn. - Foto: Westermann

Stuhr - Es darf gezittert werden: Sonntag starten die Tischtennis-Herren des TV Stuhr beim TTV 2015 Seelze II in die neue Bezirksoberliga-Saison hinein und zählen dabei ganz sicher nicht zu den Anwärtern auf eine Spitzenposition. Eher im Gegenteil: Laut Spitzenspieler Klaus Krabbe droht dem TVS sogar beinharter Abstiegskampf: „Es geht für uns nur darum, irgendwie die Klasse zu halten. Dann wäre ich schon heilfroh.“

So es denn klappt, dürfte er es auch durchaus sein. Wie in den vergangenen Jahren lebt die Bezirksoberliga erneut von ihrer Ausgeglichenheit, so dass man zum „Überleben“ schon diverse Punkte benötigen wird. Und die gilt es erst einmal, für Stuhr zu holen. Klar, Krabbe senior ist auch im reiferen Tischtennis-Alter unverändert eine Bank an Position eins, und auch Paarkreuzkollege Timo Blum sollte eine positive Bilanz spielen können – im Idealfall sogar eine deutlich positive.

Doch hinter diesen beiden Spitzenkönnern türmen sich für Stuhr die Probleme. Natürlich müsste Krabbe-Filius Florian als „Vierer“ normalerweise ordentlich abräumen, aber in der Vergangenheit spielte ihm oftmals sein Körper einen Streich. Bleibt er fit, dürfte er zuverlässig punkten – doch was passiert wenn Krabbe junior wieder häufiger ausfällt? Dann würde die ganze Last im mittleren Paarkreuz auf den schmalen Schultern von Dariusz Piotrowski liegen. Technisch ist der Pole auch eine absolute Augenweide, nur dummerweise braucht er für sein feines Händchen viel Training. Und genau hier liegt für den TVS der Hase im Pfeffer. Nur wenn Piotrowski ausreichend trainiert, kann er dem Kreisteam mit einer guten Bilanz helfen. Wenn nicht, wird es zappenduster für Stuhr.

Denn: In das untere Paarkreuz sollte der TVS nicht zu viele Hoffnungen setzen. Oldie Volker Böhner müsste zwar aufgrund seiner Aufschlagstärke einige Einzel für sich entscheiden können, aber bei Stuhrs Nummer sechs Torsten Kandelhard muss man ziemlich schwarz sehen. Mehr als drei Einzelsiege pro Halbserie würden doch arg überraschen.

So läuft alles auf einen langen Abstiegskampf hinaus. Vermutlich allerdings mit einem erfreulichen Ende. Sollte bei Stuhr nicht das Verletzungspech zuschlagen, sollte der TVS Teams wie Altenhagen, Seelze III und Badenstedt (vielleicht auch Bothfeld) knapp hinter sich lassen können.

Aufstellung: 1. Klaus Krabbe, 2. Timo Blum, 3. Dariusz Piotrowski, 4. Florian Krabbe, 5. Volker Böhner, 6. Torsten Kandelhard. Saisontipp: Platz sieben. - drö

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