Schwere Entscheidung

RFV Ströhen sagt Pfingstturnier wegen Corona ab

Das Pfingstreitturnier in Ströhen ist immer auch Schaufenster für talentierte Nachwuchspferde. In diesem Jahr werden dort aber keine der begehrten Tickets für das Bundeschampionat gelöst. Das Turnier am Tierparkgelände ist abgesagt. Foto: Rohlfing
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Das Pfingstreitturnier in Ströhen ist immer auch Schaufenster für talentierte Nachwuchspferde. In diesem Jahr werden dort aber keine der begehrten Tickets für das Bundeschampionat gelöst. Das Turnier am Tierparkgelände ist abgesagt.

Wagenfeld-Ströhen – Das Pfingstreitturnier in Ströhen ist eine feste Größe im Reitsportkalender und genießt seit Jahrzehnten einen guten Ruf. Nun hat der Vorstand des RFV Ströhen entschieden, dass es vom 29. bis 31. Mai aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus kein Reitturnier geben wird.

„Wir haben uns lange Zeit gelassen und bis zum Schluss gehofft“, berichtet Erwin Verbarg. Dennoch sei irgendwie allen nach den vergangenen Wochen klar gewesen, dass es mit dem Turnier in diesem Jahr nichts werde. „Wir können nur absagen. Das ist unsere einzige Chance“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Leicht gemacht hat sich der RFV Ströhen die Entscheidung nicht.

Ausgeschrieben waren 33 Prüfungen – darunter drei Springen der schweren Klasse. Erhalten hatte der RFV Ströhen erneut Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat für fünf- und sechsjährige Springpferde. Zu rechnen war mit etwa 1 500 Nennungen und rund 800 Pferden. Auch das von vielen Züchtern und Pferdefreunden geschätzte Fohlenchampionat im Rahmen des Pfingstturniers ist vom Pferdezuchtverein Diepholz abgesagt.

Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen sei es fraglich, ob das Turnier überhaupt hätte stattfinden können. Und wenn dann wahrscheinlich nur mit Auflagen. „Wie soll das in der Meldestelle oder auf dem Turnierplatz mit den Abstandsregeln und deren Kontrolle gehen?“, fragt sich Verbarg. Insgesamt sieht er weitere Unwägbarkeiten. „Die Unternehmen kämpfen um das wirtschaftliche Überleben, da können wir nicht losfahren und sie um Unterstützung bitten“, erklärt der Vereinschef. Ein Turnier ohne Zuschauer ist für den Verein keine Option. „Das würde sich nicht rechnen. Wir würden Geld dazulegen“, so Verbarg. Ganz auf eine Veranstaltung in Ströhen verzichten müssen Pferdesportfans in diesem Jahr aber möglicherweise nicht. Verbarg: „Wir haben eventuell vor, im Herbst ein kleines Turnier zu veranstalten.“ Das hänge aber von der dann vorherrschenden Lage ab.

Für 2021 hat sich der Verein wieder um die Deutsche Meisterschaft der Pony-Vielseitigkeitsreiter beworben. „Ob wir den Zuschlag bekommen, hängt auch davon ab, was aus der Meisterschaft 2020 wird“, verdeutlicht Verbarg. Geplant ist sie vom 18. bis 20. September im Landesverband Brandenburg. Wenn das Turnier wegen der Corona-Pandemie ausfalle und der Veranstalter seine Zusage auf 2021 verschiebe, würde auch der RFV Ströhen ein Jahr nach hinten rücken. „Das Jahr 2020 wird uns lange in Erinnerung bleiben, nicht nur als Reitverein“, ist sich Verbarg sicher.  sor

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