Die Strapazen zahlen sich für Stuhrer Tri-Wölfe im „Land der 1000 Hügel“ aus

Golenia kämpft beim Debüt

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Dekoriert mit den Finisher-Medaillen: Nach den Strapazen beim Kraichgau Challenge fanden Philipp Rahier, Sabrina Evers und Christiane Golenia ihr Lächeln schnell wieder.

Syke - Runter, hoch, runter, hoch – Christiane Golenias Gefühlswelt hatte ähnliche Ausschläge zu bieten wie das Radstrecken-Profil beim „Kraichgau Challenge“. Im „Land der 1000 Hügel“ stieß die Sykerin beim ersten Mitteldistanz-Triathlon an ihre Grenzen – doch die Belohnung folgte nach 5:56 Stunden: Platz zwei in der Altersklasse 55. Die Athletin des LC Hansa Stuhr hatte das Abenteuer im Kraichgau gemeinsam mit ihren Tri-Wölfe-Teamkollegen Philipp Rahier (Rang 42, AK 30) und Sabrina Evers (Rang 128, AK 30) in Angriff genommen.

„Wie die Leute an der Strecke mitgegangen sind“, sagte Golenia, „wie sie uns Athleten gefeiert haben – fantastisch.“ Um die Anfeuerungsrufe der knapp 40000 Zuschauer genießen zu können, war es zuvor ein langer Weg gewesen. Die 55-Jährige hatte zuvor „nur“ Duathlon-Erfahrung, musste die Feinheiten der Kraul-Schwimmtechnik von der Pieke auf neu lernen. „Das hat mir viel Konzentration im letzten halben Jahr abverlangt“, sagt Golenia. Zugute kam ihr im Kraichgau, dass Neoprenanzüge getragen werden durften.

Nach dem Schwimmen (1,9 Kilometer in 43:17 Minuten) stand Golenias Paradedisziplin an – das Radfahren (80 km). Doch zu früh gefreut. „Sabrina und ich haben auf der Radstrecke Lehrgeld gezahlt“, berichtete die Sykerin, „die 1000 Höhenmeter wurden durch den Gegenwind – der gefühlt die ganze Zeit von vorne kam – ein echte Herausforderung.“ Hinzu kamen technische Probleme. Die komplette Zeit (3:14:29 Stunden) schleifte der Bremsbelag bei Golenia: „Ich habe es wirklich nicht gemerkt, ich dachte, es wäre meine Schuhschnalle, die die Geräusche macht“, sagte die 55-Jährige mit einem Kopfschütteln. Auch Evers hatte Pech, bei ihr sprang die Kette ab. Diese Missgeschicke kosteten beiden Tri-Wölfen wichtige Körner vor der abschließenden Laufstrecke (21,1 Kilometer). „Das Radfahren hat mir dieses Mal eine Menge Frust eingebracht“, gab Golenia zu, „als ich im Wechselbereich auf die Uhr geschaut habe, konnte ich es nicht wirklich glauben.“

Doch sie kämpfte sich bei prallem Sonnenschein in 1:53:55 Stunden über die Laufstrecke – bei der Sieger-ehrung waren dann alle Anstrengungen vergessen. Auch Evers und Rahier konnten nach 6:06:11 beziehungsweise 5:15:48 Stunden wieder lächeln. Während es für Evers ebenfalls eine Premiere beim „Kraichgau Challenge“ war, war Rahier zum zweiten Mal in Folge dabei – verbesserte seine Zeit im Vergleich zu 2013 um knapp zehn Minuten. Für ihn ist es sowieso ein besonderer Wettbewerb. Die Strecke führt direkt an dem Haus seines Vaters vorbei – dort durfte sich dann auch von den vorherigen Strapazen erholt werden.

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