TuS Sulingen als fairste Mannschaft zu Meisterschaft und Bezirkspokalsieg / In Landesliga etabliert

Start-Nr. 39: Stolz auf eine Saison der Superlative

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Dieses war der erste Streich – und nach ihrer Meistersause in der Bezirksliga feierten die Fußballer des TuS Sulingen auch den Bezirkspokalsieg. ·

Sulingen - Es wäre auch so eine Saison der Superlative für den TuS Sulingen gewesen, eine Bezirksliga-Serie für die Geschichtsbücher. Mit sagenhaften 87 von 90 möglichen Punkten und furchterregenden 102:16 Toren war die Mannschaft von Trainer Walter Brinkmann zur Meisterschaft gestürmt.

Doch der Triumph im Bezirkspokal-Finale über den TSV Barsinghausen am Pfingstmontag setzte dem fantastischen Sulinger Jahr noch die Sahnehaube auf. Das Double! „Dieses Finale vor eigenem Publikum zu gewinnen, war ein echter Glücksmoment“, sagt Brinkmann rückblickend.

Inzwischen hat sich sein Team in der sechsthöchsten deutschen Klasse akklimatisiert, steht mit 23 Punkten über dem Strich und überwintert auf einem achtbaren siebten Platz. „Mindestens ebenso wichtig ist mir aber, dass wir auch in dieser Saison wieder vorn in der Fairness-Tabelle stehen“, sagt Brinkmann. Schon der Bezirksliga-Titel war mit Platz eins in dieser Wertung einher gegangen. „Das ist für mich ein Zeichen guter Harmonie in der Mannschaft und macht mich ein bisschen stolz“, stellt Brinkmann klar: „Die Disziplin und die Reife stimmen.“

Natürlich gab es eine Klasse höher aber auch Rückschläge. In der ersten Runde des Niedersachsenpokals zog der TuS auf eigenem Platz unglücklich mit 2:3 gegen Oberligist TB Uphusen den Kürzeren, nach einem Auftaktsieg gegen den SV Ramlingen-Ehlershausen setzte es drei Niederlagen. „Wir haben gelegentlich Fehler gemacht – ich als Trainer auch. Heute würde ich manche Spiele anders angehen, vielleicht defensiver“, gesteht der TuS-Coach. Andererseits hatte das 2:0 über den bis dahin unbesiegten Spitzenreiter Arminia Hannover gezeigt, „dass wir mithalten können. Ein tolles Gefühl.“

Keine Frage: Der Aufsteiger hat dazugelernt – vor allem zwei Neuzugänge, die noch vor einem halben Jahr in der Kreisliga spielten: Defensivmann Richard Sikut bestritt bereits fast alle Hinrunden-Partien, sein vom SV Bruchhausen-Vilsen mit an die Sule gewechselter Kollege Salam Garaf bekam in der Offensive schon früh alle Freiheiten. Bisher brachte er es dort auf sechs Tore und harmoniert bestens mit Mehmet Koc, mit 13 Treffern effektivster Knipser des Liga-Neulings. Kaum auszudenken, wo der TuS jetzt stünde, wenn sich nicht Thorolf Meyer, mit 28 Treffern amtierender Bezirksliga-Torschützenkönig, bereits Anfang Oktober so schwer verletzt hätte. „Toto“ brach sich die Kniescheibe und riss sich die Patellasehne. Demnächst steht die nächste OP des Routiniers an, in der die Ärzte Drähte und Schrauben aus den Knochen entfernen. „Thorolf will wieder angreifen, vielleicht noch in der Rückrunde. Abhalten können wir ihn davon jedenfalls nicht“, sagt Brinkmann schmunzelnd über seinen Co-Trainer und verlängerten Arm auf dem Feld. „Thorolf hat zu den Mitspielern einen kurzen Draht, teilweise einen engeren Bezug als ich – es ist wichtig, dass ich so einen Mann bei mir habe“, weiß Brinkmann. Und er dankt ihm noch heute manche Aufstellungen, „in denen er sich durchgesetzt hat“.

Immerhin gibt der Kader Brinkmann häufiger Anlass zur Qual der Wahl, „aber in den Liga-Spielen akzeptieren die Jungs unser Rotationssystem. Im Pokal ist das schon schwieriger, da will natürlich jeder dabei sein.“ Beim nächsten Mal im Viertelfinale, wo der Titelverteidiger ebenfalls noch vertreten ist. „Ins Halbfinale wollen wir schon noch kommen“, nennt Walter Brinkmann eines der Saisonziele. Das zweite: eine erneut vordere Positionierung in der Fair-Play-Wertung. Das dritte: ein einstelliger Tabellenplatz. „Extern haben wir Platz neun ausgegeben, intern korrigiere ich das vielleicht noch nach oben…“

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