Stindt schiebt Steimbke und Uchte die Favoritenrolle zu / Gronewold kehrt zurück

Das „M-Wort“ ist bei der Stuhrern noch tabu

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Einen personellen Umbruch müssen die Stuhrer Trainer Stephan Stindt (hinten li.) und Christian Meyer (hinten re.) nicht stemmen, sind aber froh, dass sie als Neuzugänge Philip Tonak (hinten Mitte) sowie (vorn v.l.) Henning Kuhlmann und Pascal Nordmann begrüßen können. Auf dem Bild fehlt Jan-Hendrik Lehmkuhl.

Stuhr - Von Carsten Drösemeyer. Keine Frage: Der TV Stuhr zählt in der Fußball-Bezirksliga mittlerweile zu den „Altvorderen“. Zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk liefen die Stuhrer in den vergangenen Spielzeiten stets zwischen Rang vier bis sechs ein.

Auch in der kommenden Saison strebt der TVS laut Coach Stephan Stindt wieder eine ähnliche Platzierung an: „Wir wollen uns schon im oberen Drittel etablieren. Letztes Jahr waren wir Sechster. Schlechter sollte es eigentlich nicht werden.“

Warum auch? Schließlich verfügt Stuhr über eine äußerst eingespielte Achse: In der Abwehr hält das „Leuchtturm-Duo“ Janik Troue/Jendrik Wetjen den Laden zusammen. Im Mittelfeld glänzt Dauerläufer Adrian Herrmann als cleverer Balleroberer, und im Sturm zählt Riccardo Azzarello zu den zuverlässigsten „Kanonieren“ der Klasse. Dazu kommen noch Leistungsträger wie etwa die pfeilschnellen „Flitzer“ Rene Rogalla und Torben Drawert auf der Außenbahn oder der abgebrühte Daniel Horeis im Angriff, so dass sich Stuhr vor kaum einem Bezirksliga-Team zu verstecken braucht.

Doch warum reichte es noch nie zum großen Wurf? Stindt, der seit der vergangenen Serie mit Trainerkollege Christian Meyer ein kongeniales, gleichberechtigtes Duo bildet, begründet es mit „fehlender Konstanz. Wir hatten letzte Saison zwei ganz schwache Phasen, wo wir etliche Punkte liegengelassen haben. Wir müssen in Zukunft noch konstanter werden.“

Folgerichtig vergrößerte der TVS seinen ohnehin schon nicht gerade kleinen Kader, um künftig Ausfälle noch besser kompensieren und so Leistungsschwankungen nach Möglichkeit vermeiden zu können. Vom TuS Komet Arsten konnte Stürmer Philip Tonak losgeeist werden, dem Habenhausener SV wurde Mittelfeld-Talent Pascal Nordmann abgeluchst, und aus den eigenen Reihen stoßen Jan-Henrik Lehmkuhl (A-Jugend/Mittelfeld) sowie Henning Kuhlmann (2. Herren/Abwehr) zur Bezirksliga-Mannschaft hinzu.

Zudem kehrt ab September Jan-Hendrik Gronewold nach einer Auszeit zurück und soll sich laut Stindt dann einen Dreikampf mit Daniel Bischoff und Kevin Keßler um den Platz im Stuhrer Kasten liefern. „Im Tor sind wir wirklich gut besetzt. Da dürfte es keine Probleme geben“, so Stindt.

Genau wie auf den übrigen Positionen. Trotzdem scheut Stindt das ominöse „M-Wort“ wie der Teufel das Weihwasser: „Die Meisterschaft machen Steimbke und Uchte unter sich aus. Das ist für mich klar. Für uns käme die Landesliga auch einfach zu früh. So weit sind wir noch nicht. Bereits jetzt fällt Daniel Horeis wahrscheinlich die gesamte Hinrunde aufgrund von Schulterproblemen aus. Sollten noch weitere Korsettstangen wegbrechen, dann rutscht man vielleicht sogar unten rein. Wenn wir in dieser ausgeglichenen Bezirksliga unsere letzte Saison bestätigen, dann wäre das schon ein großer Erfolg für unser Team. Wir sollten auf dem Teppich bleiben und immer nur einen Schritt nach dem anderen machen.“

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