Einstieg im Sommer / „Reizvolle Aufgabe“ / Freund auch Kandidat / Schellhaas neu dabei

Stephan Stindt soll Weyhe in die Bremen-Liga führen

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Hand drauf: Spartenleiter Thorsten Wirth (links) und Abteilungs-Vize Jochen Heitmann (rechts) stellten gestern Abend den neuen Trainer Stephan Stindt offiziell vor.

Weyhe - Von Gerd Töbelmann. Die Trainerfrage beim Fußball-Landesligisten SC Weyhe ist gelöst: Nachfolger von Interimscoach Holger Finken wird Stephan Stindt, der erst vor etwa zwei Wochen beim Bezirksligisten TSV Bassum entlassen wurde.

Der 36-Jährige wird aber erst im Sommer beim Nordkreis-Club einsteigen. Ein weiterer Kandidat war auch Seckenhausens Ex-Trainer Wilco Freund.

Gestern wurde der „Neue“ offiziell vom gerade erst im Amt bestätigten Spartenleiter Thorsten Wirth vorgestellt. „Wir sind froh, dass wir uns mit Stephan einig geworden sind“, meinte Wirth, der bereits Anfang Dezember, nur kurze Zeit nach der Entlassung von Dirk Pistol, bei Stindt angefragt hatte. „Damals war mir zu Ohren gekommen, dass Stephan in Bassum zum Saisonende aufhören würde. Da habe ich sofort den Kontakt gesucht“, berichtete Wirth gestern Abend.

Zumindest für Wirth ist Stindt kein Unbekannter. In den Jahren 2006/07 war der neue Herrencoach schon einmal als B-Jugend-Trainer in Weyhe aktiv, ehe es ihn danach für gut fünf Jahre zum TSV Bassum zog. Der damalige Weyher Jugendleiter? Thorsten Wirth. „Wir sind seitdem immer in losem Kontakt geblieben. Ich habe seine Arbeit in Bassum genau verfolgt, wie er immer wieder junge Leute ins Team geholt hat. Genau diesen Weg verfolgen wir hier in Weyhe auch. Ich denke jedoch, dass unser Unterbau qualitativ noch besser ist“, meinte Wirth, der sich per Handschlag mit Stindt auf eine Zusammenarbeit geeinigt hat, „denn bei uns zählt noch das Wort.“

Wirths Vorgaben an den „Neuen“ sind eindeutig: „Stephan Stindt soll mithelfen, dass die erste Herren in zwei, drei Jahren in der Bremen-Liga spielt. Das muss der Anspruch eines Vereins sein, der demnächst vielleicht mit drei Jugend-Teams in der Regionalliga spielt.“

Hätte Wirth einen sofortigen Einstieg begrüßt? „Nein. Das hätte nur Unruhe in die Mannschaft gebracht. So ist das schon in Ordnung“, erklärte Weyhes Spartenleiter.

Stindt sieht das genauso: „Das wäre nicht in Frage gekommen. Da hätte ich eher die D-Jugend übernommen, die auch gerade einen Trainer sucht.“ Und was hat ihn zum Ja-Wort bewogen? „Weyhe hat in der Umgebung immer noch einen guten Namen. Es ist eine sehr reizvolle Aufgabe für mich, dieses Team demnächst zu leiten und den guten Nachwuchs zu integrieren. Ich werde ab sofort mit der Kaderplanung für die kommende Saison beginnen“, ist Stindt schon jetzt voller Tatendrang.

Um einen neuen Mann muss er sich nicht kümmern, denn gestern wurde auf Initiative von Holger Finken der 35-jährige Tim Schellhaas als Neuzugang mit sofortiger Spielberechtigung vorgestellt. Der defensive Mittelfeldspieler war zuletzt bei der TSG Wieseck und davor in Marburg in der Hessen-Liga am Ball, wurde 2006 sogar Polizei-Europameister, wohnt und arbeitet aber jetzt in Bremen. „Einen Mann mit seiner Erfahrung können wir gerade im hinteren Bereich gut gebrauchen“, meinte Wirth.

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