Landesliga-Spitzenreiter fertigt VfL Stade II ab / Christina Lehmkuhl in Top-Form

29:14 – HSG Phoenix bleibt in eigener Halle eine Macht

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Stefanie Gerding (beim Wurf) blieb zwar ohne Tor, aber Landesliga-Primus HSG Phoenix setzte sich dennoch klar mit 29:14 gegen die Stader Reserve durch.

Twistringen - Das „House of Phoenix“ bleibt eine Festung. Seit nun über einem Jahr sind die Handballerinnen des Landesliga-Spitzenreiters HSG Phoenix dort ungeschlagen. Auch der Tabellenvierte VfL Stade II konnte dort nichts ausrichten. Die Phoenix-Damen verbuchten einen lockeren 29:14 (13:5)-Sieg.

„Den Stadern fehlten einige Spielerinnen. Sie wollten die Partie absagen, aber wir haben keinen Ausweichtermin gefunden“, erklärte HSG-Trainer Thomas Reinberg. Zwar konnte der Gast trotzdem 14 Spielerinnen aufbieten, diese aber strahlten überhaupt keine Gefahr aus. Die 5:1-Abwehr des Heimteams hatte überhaupt keine Mühe, die Angriffe der Stader im Keim zu ersticken. Wenn in der ersten Halbzeit mal ein Wurf aufs Tor kam, musste sich Keeperin Kristina Strauß kaum strecken. Bis zur Pause warfen die Gäste sogar achtmal deutlich über den Kasten.

Zwei der fünf Gegentore fielen per Strafwurf, zwei Treffer „schenkten“ die Phoenix-Damen dem VfL durch zwei Riesenlücken. Ansonsten verbuchten sie in der Abwehr zahlreiche Ballgewinne, das Umschaltspiel funktionierte gut. Christina Lehmkuhl verwandelte zu Beginn gleich zwei Tempogegenstöße. Sechs Treffer markierte sie insgesamt und glänzte auch durch schöne Anspiele.

Nach 15 Minuten lag der Favorit bereits mit 8:1 vorn. Diese Führung baute er bis zur Pause auf 13:5 aus. „Das ist ja fast schon langweilig“, sagte ein erfolgsverwöhnter Fan in der Halbzeitpause. In der Tat war die Partie bis dahin nicht mehr als ein besseres Trainingsspiel. Immerhin sorgten die Stader nach dem Wiederanpfiff kurz für ein wenig Spannung, als sie auf 10:15 verkürzten. „Da befanden wir uns im Tiefschlaf. Wir haben viele technische Fehler produziert, die Körperspannung fehlte. Das ist bei solch einem hohen Vorsprung aber normal“, nahm Reinberg sein Team in Schutz.

Nach dem 15:10 agierten die Phoenix-Damen wieder konzentrierter, griffen in der Abwehr wieder beherzter zu und ließen den Ball vorn schön laufen. Ob sehenswerte Kombinationen oder Tempogegenstöße – die Führung bauten sie nun Tor um Tor aus. Zunächst zogen sie auf 20:10 (43.) davon, ehe sie ab dem 23:13 nochmal Gas gaben. Den Schlusspunkt setzte Jana Klopsch nach einem weiten Pass von Mareike Landwehr, die in der zweiten Hälfte das Tor hütete. Überhaupt wechselte Thomas Reinberg viel aus, keine konnte sich über zu wenig Spielzeit ärgern. Einziger Wermutstropfen war der Ausfall von Kreisläuferin Lena Hedtke. Kurz vor dem Abpfiff zog sie sich bei einem Zusammenprall mit einer Gegenspielerin eine sehr schmerzhafte Knieverletzung zu. „Hoffentlich ist es nichts mit dem Kreuzband“, bangt Reinberg.

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