Ex-Trainer des FC Sulingen mit kurzer Pause: Künftig Coach der Landesliga-C-Jugend

Stefan Rosenthals Verjüngungskur

Nun auf die Jugend fokussiert: Stefan Rosenthal übernimmt die Landesliga-U 15 der JSG Sulingen.
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Nun auf die Jugend fokussiert: Stefan Rosenthal übernimmt die Landesliga-U 15 der JSG Sulingen.
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Sulingen – Stefan Rosenthals Pause als Trainer hielt sich ziemlich im Rahmen. So recht dran glauben mochte ohnehin kaum jemand, dass der langjährige Ausnahmespieler und zum Saisonende verabschiedete Coach des FC Sulingen auf Dauer ohne Fußball auskommt. „Taler“ bleibt zwar bei seinem Break im Männerbereich, steigt allerdings von der Bezirksliga in die Landesliga auf – als neuer Übungsleiter der U 15 der neu gegründeten JSG Sulingen, die den Sprung in eben jene Landesliga schaffte.

„Ja es stimmt, eigentlich war es anders geplant“, schildert Rosenthal. Er hatte Sascha Jäger als neuem Trainer des FC Sulingen „ein wenig bei der Eingliederung“ helfen und hinter der Kamera der Bezirksliga-Spiele die Video-Analysen für die Erste beibehalten sollen. Nun kommt das Amt bei den C-Junioren hinzu. „Aber der logistische Aufwand dafür ist überschaubar“, unterstreicht Rosenthal: „Mindestens einer von uns – meine Frau oder ich – wären sowieso bei jedem Spiel gewesen.“ Denn Sohnemann Luca rückt von der D- in die C-Jugend nach. „Und zum Training müssen wir ihn ohnehin bringen“, erklärt der Rathloser.

Hinzu kam der Reiz, am taufrischen Projekt JSG Sulingen mitwirken zu dürfen und sich mit solch starken Nachwuchsteams wie denen des TSV Havelse, Arminia Hannover, der U 14 von Hannover 96 oder dem JFV Calenberger Land, Talentschmiede des Oberligisten Germania Egestorf-Langreder, zu messen. „Klar kann es da die eine oder andere Reise für uns geben – nicht nur kilometermäßig“, rechnet Rosenthal mit dem manchen Dämpfer: „Und natürlich wäre die Bezirksliga vielleicht erst mal sinnvoller gewesen, um die D-Jugendlichen heranzuführen und an das Spiel auf dem Großfeld zu gewöhnen. Aber man sollte als Sportler immer nach dem möglichst Höheren streben, und auf dem Elternabend haben wir gesagt, dass man in der ersten Klasse auch nicht gleich die Integralrechnung beherrschen muss – wohl aber nach dem Schulabschluss.“

Mit „Wir“ meint er seinen bisherigen Spieler Lars Mesloh und Lukas Koop, ebenfalls früher Akteur der FC-Ersten und mit Trainererfahrung aus der zweiten Herren und Jugend ausgestattet. Rosenthal hätte nach eigenen Worten nichts gegen eine Arbeit im gleichberechtigten Trio gehabt, Mesloh und Koop wollten aber, dass er die Chefrolle übernimmt. „Ein paar Jungs aus meiner früheren Mannschaft haben schon gefrotzelt, dass ich jetzt als Jugendcoach an meinem Umgangston in der Kabine arbeiten müsste. Aber zum Glück will Lukas die Ansprachen übernehmen“, sagt der 40-Jährige grinsend.

Und wie nahm Sohnemann Luca die Nachricht auf, dass der Vater ihn künftig trainiert? „Na ja, richtig überschwänglich hat er nicht reagiert, weil er mich ja als Trainer der Ersten oft genug erlebt und gesehen hat, dass ich ziemlich streng sein konnte. Aber es ist okay für ihn, weil er auch gemerkt hat, dass Papa ihm und den anderen vielleicht was beibringen kann.“

Und in diesem Alter sind Nachwuchskicker auch auf anderen Gebieten noch lernfähig, hofft der Vater dreier Söhne: „Mir ist klar, dass die U 15 ein schwieriges Pflaster ist“, sagt er nicht nur mit Blick auf die Pubertät, sondern auch hinsichtlich des steigenden Termindrucks: „Wir haben die Trainingspläne schon um mögliche Konfirmandenunterrichte und Konfirmationen drumherum gebaut. Aber in dieser Lebensphase denke ich, dass wir noch präventiv auf die Spieler einwirken können, sodass sie vielleicht nicht mit dem Rauchen anfangen oder wir sie vor Alkoholexzessen warnen können.“  

Von Cord Krüger

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