Drei wichtige Tore beim 25:23 in Fredenbeck

Stefan Beljic – selten war er so wertvoll

Barnstorfs Mittelmann Saulius Liutikas (beim Wurf) blieb zwar am Samstag ohne Tor, überzeugte aber dennoch mit guten Anspielen und holte zudem einige Strafwürfe heraus. Foto: töbelmann
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Barnstorfs Mittelmann Saulius Liutikas (beim Wurf) blieb zwar am Samstag ohne Tor, überzeugte aber dennoch mit guten Anspielen und holte zudem einige Strafwürfe heraus.

Fredenbeck – Heiner Thiemann baute sich vor dem Spiel ganz groß vor Stefan Beljic auf, packte ihn an beiden Schultern und sagte nur kurz und knapp: „Vergiss nicht, was ich Dir gesagt habe.“ Der serbische Rückraumspieler des Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz hatte seinen Trainer offenbar verstanden, nickte kurz und sagte nur kurz: „Alles klar.“ Später klärte Thiemann auf: „Ich habe ihn dran erinnert, dass er bei seinen Abschlüssen nicht so viel dummes Zeug machen soll.“

Und Beljic, der sich in dieser Saison bisher wirklich keinen Namen als Shooter gemacht hatte (vor dem Match nur 17 Tore), hielt sich dran. Der „Halblinke“ kam zwar erst in der 44. Minute für den indisponierten Kamil Chylinski zum Einsatz, nahm sich in dieser Zeit drei Würfe, leistete sich keine Fahrkarte und hatte mit seinen drei wichtigen Treffern vor 589 Zuschauern in der Geestland-Halle großen Anteil am 25:23 (11:13)-Erfolg der Barnstorfer beim VfL Fredenbeck.

„Ich musste am Ende mal was ändern, weil Kamil nicht so gut drauf war. Und mit Stefan kam klar frischer Wind im Rückraum“, freute sich Thiemann über seinen gelungenen Schachzug, der mithalf, den zweiten Sieg im zweiten Spiel unter seiner Regie zu landen. Lob gab es auch vom siebenfachen Torschützen Jan Linné: „Stefan hat das wirklich gut gemacht. Und genau dafür, für die leichten Tore, brauchen wir ihn.“

In der ersten Halbzeit lief es ohne Beljic recht ausgeglichen. Barnstorf führte zwar schnell, aber die Gastgeber glichen aus und gingen dann selbst in Führung. Die Gäste haderten, im Gegensatz zum Bissendorf-Sieg, mit ihrer Strafwurfquote, denn drei Siebenmeter wurden allein in den ersten 30 Minuten zur Beute des guten VfL-Keepers Fabian Piatke. „Eigentlich können wir uns sowas nicht erlauben“, meinte HSG-Torwart Donatas Biras zur Pause.

Was hinzu kam: Fredenbeck ersetzte bei eigenem Ballbesitz seinen Keeper durch den siebten Feldspieler. Barnstorf war das offenkundig nicht so gewohnt. Bei eroberten Bällen verfehlten viele Bälle von Biras, Linné oder auch Heemann das leere Tor. „Das müssen wir jetzt im Training unbedingt üben“, erklärte Thiemann.

Aber ansonsten konnte sich die Leistung der HSG vor der lautstarken Fredenbecker Kulisse sehr gut sehen lassen. Auch bei Rückständen geriet das Gefüge nie wirklich außer Kontrolle. „In dieser Phase haben wir immer an uns geglaubt und nie aufgegeben“, war Kapitän Cedric Quader stolz auf den Einsatz seines Teams.

Beim 13:17 in der 42. Minute sah es wirklich nicht gut aus für die Gäste. Aber mit schon erwähnter Mentalität glichen sie durch vier Treffer in Folge zum 17:17 (48.) aus. Sehr schön waren dabei auch zwei Heber des insgesamt achtfachen Torschützen Kevin Heemann vom rechten Flügel. Und mit seinem ersten Tor bei seinem ersten Ballkontakt war auch Beljic an der Aufholjagd beteiligt.

Den Fredenbeckern gingen nun nach und nach die Nerven durch. Schlechte Wurfchancen wurden genommen – und vertan. Zudem hielt Biras einige freie Würfe. Konsequenz: Barnstorf zog bis zur 55. Minute auf 22:19 davon und ließ danach nie mehr den Ausgleich zu. Mit seinem dritten Treffer fünf Sekunden vor Schluss machte Beljic den Deckel drauf. „Ich habe bei meinem Amtsantritt immer gesagt, dass wir die Fehlerquote minimieren müssen. Das ist uns heute gelungen“, freute sich Interimscoach Thiemann.

Leichter werden die Aufgaben im Abstiegskampf nicht, denn am Samstag erwartet die HSG den Tabellenführer TV Cloppenburg, der sich bislang nur eine Niederlage geleistet hat.

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