Startnummer 4: Jan-Dirk Gießelmann

Jan-Dirk Gießelmann

Jan-Dirk Gießelmann aus Barver und sein Pferd Real Dancer FRH haben sich 2016 viele Träume erfüllt.

Barver - Einmal beim „Weltfest des Pferdesports“ in Aachen an den Start zu gehen, davon träumen viele Reiter. Für Jan-Dirk Gießelmann aus Barver und sein Pferd Real Dancer FRH ist der Traum in diesem Jahr wahr geworden. Damit krönten sie sich eine Saison, in der beide die Erfolgsleiter konstant Stufe für Stufe nach oben erklommen haben.

„Das hat mich doch überrascht und war am Anfang des Jahres noch nicht abzusehen“, freut sich der Dressurreiter, der für den RV Wagenfeld startet. „Ich habe versucht, mich auf internationalen Turnieren zu zeigen – und bin durch die guten Ergebnisse mehr und mehr ins Blickfeld der Bundestrainerin Monica Theodorescu gerückt“, berichtet der 33-Jährige.

Erstmals international waren Jan-Dirk Gießelmann und Real Dancer 2015 beim Dressur- und Springfestival in Verden gestartet. Es folgten 2016 Siege in internationalen Drei-Sterne-Prüfungen in Belgien und in den Niederlanden. Vordere Platzierungen gab es für das Paar in Hagen am Teutoburger Wald und beim Fünf-Sterne-Turnier in München-Riem. Bei den Deutschen Meisterschaften in Balve gelang eine Top-Ten-Platzierung. „Das war ein Super-Ergebnis. Als i-Tüpfelchen durfte ich dann in Aachen reiten“, erzählt Jan-Dirk Gießelmann, der nach Balve mit seinem Pferd in den B-Kader berufen wurde. Damit zählen die beiden nun zur erweiterten Weltspitze.

Im Sattel sitzt der Sohn einer mit dem „Pferdevirus“-infizierten Familie schon von Kindesbeinen an. Bereits in der Altersklasse Junioren und Junge Reiter hatte er bei Deutschen Meisterschaften überzeugt. Nach dem Abitur entschied sich Jan-Dirk Gießelmann, Berufsreiter zu werden. Im Februar wurde dem selbstständigen Pferdewirtschaftsmeister das Goldene Reitabzeichen verliehen. Nachzuweisen sind für die höchste Auszeichnung im deutschen Reitsport mindestens zehn Siege in Prüfungen der schweren Klasse.

Sein Erfolgspferd Real Dancer hat er, wie seine weiteren Pferde, selbst ausgebildet. „Er war ein halbes Jahr alt, als wir ihn bekommen haben.“ Jetzt ist der Hannoveraner-Wallach zwölf Jahre alt. Seit Anfang 2016 trägt er den Namenszusatz „FRH“. Damit gehört der Rubin-Royal-Sohn zum Kreis der Top-Pferde, die der Hannoveraner Verband über den Verein zur Förderung des Reitsports auf hannoverschen Pferden besonderes unter seine Fittiche nimmt. Der Verein setzt sich neben der Förderung der hoch veranlagten Pferde auch für deren Bindung an talentierte Reiter sowie die Beratung und Weiterentwicklung der Paare ein. „Dass Real Dancer ein tolles Pferd wird, war zu erkennen. Dass wir beide es aber in den internationalen Sport schaffen, war so nicht abzusehen“, erklärt Jan-Dirk Gießelmann.

Im kommenden Jahr steht für die Dressurreiter die Europameisterschaft an. Seine Chancen auf einen Startplatz sieht Jan-Dirk Gießelmann realistisch: „Die deutsche Mannschaft ist sehr stark. Alle vier Olympiareiter haben gesagt, dass sie weitermachen.“ Da werde es schwer, einen EM-Platz zu bekommen. „Ich möchte mich gern wieder bei der Deutschen Meisterschaft beweisen“, hat sich der 33-jährige Pferdesportler vorgenommen. „Und es wäre super, wenn ich noch einmal in Aachen reiten könnte.“

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