Kein Kicker verlässt TSV Wetschen – aber zwei Youngster und zwei Offensivkräfte kommen dazu

Starkes Kollektiv bleibt beisammen

Wetschens Trainer Franz-Josef Ripke (l.) und sein Co-Trainer Sebastian Schmidt (r.) freuen sich über vier Verstärkungen (von links): Pascal Kropp, Luca Macke, Ömer Sünün und Kai Winkler. ·
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Wetschens Trainer Franz-Josef Ripke (l.) und sein Co-Trainer Sebastian Schmidt (r.) freuen sich über vier Verstärkungen (von links): Pascal Kropp, Luca Macke, Ömer Sünün und Kai Winkler. ·

Kreis-Diepholz - Von Cord KrügerWETSCHEN · Diese Konstanz spricht für sich: Kein einziger Kicker ging dem TSV Wetschen zum Saisonende von der Fahne. Und zwei der vier Neuzugänge, die sich zum Aufgalopp nach nur zwei Wochen Sommerpause ins Kreisspiel einfügten, fanden durch Mundpropaganda zum Fußball-Bezirksligisten. Ein derartiger Zusammenhalt sucht weit und breit seinesgleichen. Und es ist ein Pfund, mit dem TSV-Trainer Franz-Josef Ripke wuchern will: „Wir waren schon in der vergangenen Saison nicht schlecht, aber zunächst noch nicht aufeinander eingespielt. Das ist jetzt Vergangenheit.“

Denn nachdem sich sein vor einem Jahr stark aufgerüstetes Team gefunden hatte, zeigte es eine furiose Aufholjagd in der Liga bis auf Platz fünf und den Durchmarsch ins Bezirkspokal-Finale. Dort blieb zwar der große Coup versagt, „aber trotzdem haben wir danach zusammen gefeiert“, gibt Ripke Einblicke in seine verschworene Gemeinschaft. „Dumm nur, dass solche Abende immer so heftig lang sind…“

Allein wegen des Party-Faktors haben sich die „Neuen“ jedoch nicht den Blau-Gelben angeschlossen. Obwohl selbst Pascal Kropp als erfahrenste Verstärkung eher durchs Feiern auf seinen neuen Club gestoßen war: „Marcell Katt und ich gehören zur selben Clique – so kam der Kontakt zustande.“ Wetschens Mittelfeldmotor sprach Kumpel Kropp an, ob er sich einen Wechsel vom TuS Tengern II vorstellen könnte – auch wenn er sich damit selbst einen Konkurrenten ins Boot holte. Denn der 30-Jährige unterstreicht: „Natürlich will ich hier versuchen, einen Stammplatz zu bekommen.“ Den Sprung traut er sich zu, obwohl er seine „neue“ Bezirksliga Hannover besser einschätzt als die Bezirksliga, die er mit Tengern auf dem neunten Platz abschloss. „Diese Liga ist spielstärker als die in Westfalen“, urteilte Kropp. Dass er sich beim Fototermin zum Serienstart aber gleich Katts Trikot mit der Nummer zehn aus dem Mannschaftskoffer gegriffen hatte, sei „absoluter Zufall“ gewesen, beschwichtigte der Preußisch Ströher grinsend.

Auch Ömer Sünün als zweite neue Offensivkraft kennt Katt schon lange – wie seine übrigen Ex-Diepholzer Kollegen Marcus Pfannenschmidt, Andre Krause und Florian Scharnitzky, mit denen er einst für die SG auflief: „Da fiel mir die Entscheidung leichter“, verrät der 27-Jährige, der zuletzt drei Jahre beim BSV Rehden II spielte. Dem Derby mit seinem Ex-Verein sieht er gelassen entgegen, „denn aus der Mannschaft kenne ich ja kaum noch einen“, sagt er mit Blick auf die stark verjüngte Truppe mit zehn bisherigen A-Junioren aus der RWD-Spielgemeinschaft.

Einer, der ihm nähere Informationen zum Kader seines bisherigen Teams geben könnte, heißt Luca Macke – Kapitän jener A-Jugend. Auch der 19-Jährige hatte sich das Rehdener Konzept angehört, entschied sich aber für Wetschen. „Hier habe ich in der abgelaufenen Saison ja schon ein paar Mal gespielt und mich wohl gefühlt. Außerdem will ich mich weiter entwickeln“, sagt der Innenverteidiger. Und er weiß, dass ihm Marcus Pfannenschmid und Enno Kohl als Stützen des Abwehrzentrums noch einiges vermitteln können.

Lernen und abgucken will auch Kai Winkler, den Macke aus seinem Wohnort Lembruch mitbrachte. Der bisherige Torwart der JSG Brockum will von der Erfahrung der Wetscher Nummer eins, Mike Jahn, profitieren: „Es ist gut, dass uns doch einige Jahre trennen“, meint der 19-Jährige. „Wären wir in etwa gleich alt, gäbe das Unruhe.“ So aber scheine klar, wer als Stammkeeper zwischen den Pfosten stehe, „doch ich will den Kampf annehmen“.

Dies hört sein neuer Trainer gern. Insgesamt ist sich Ripke bereits sicher, dass das Quartett der Neuen „gut zu uns passt. Da besteht fast keine Chance zu schlechter Stimmung.“ Stattdessen ergeben sich noch bessere Erfolgsaussichten, oder? Ripke zögert mit einer Prognose: „Mal sehen, wie die Vorbereitung läuft. Wir würden gern auf einem der ersten fünf Plätze landen. Wenn die Jungs merken, dass sie sich oben etablieren können, setzt das weitere Kräfte frei.“ Und es gebe weitere Gründe zum Feiern…

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