Handball-Oberliga

Starker Legler zieht mit Paraden HSG Barnstorf/Diepholz Zahn

Barnstorfs Mittelmann Steffen Brüggemann (M.) behauptete sich in dieser Szene gegen die Neerstedter Eike Kolpack (l.) sowie Malte Kasper (r.) und glich zum 7:7 aus. - Foto: Borchardt
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Barnstorfs Mittelmann Steffen Brüggemann (M.) behauptete sich in dieser Szene gegen die Neerstedter Eike Kolpack (l.) sowie Malte Kasper (r.) und glich zum 7:7 aus.

Neerstedt - Von Matthias Borchardt. Nach drei Siegen kassierte Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz am Samstag seine erste Niederlage im neuen Jahr, verlor vor 150 Zuschauern das Nachbarschaftsderby beim TV Neerstedt mit 26:29 (12:15). HSG-Mannschaftskapitän Cedric Quader wusste, woran es lag: „Wir hatten etliche Fehlwürfe, haben vor allem in der ersten Halbzeit zu viel verballert.“

Barnstorfs Trainer Dag Rieken nannte weitere Gründe für die dritte Saisonpleite: „Das ist ganz ärgerlich, die Niederlage haben wir uns selbst eingebrockt. Die Abwehrarbeit hat mir in der ersten Hälfte überhaupt nicht gefallen, da hatten wir Probleme mit Marcel Kasper. Außerdem haben wir das Torhüter-Duell verloren.“ Das stimmt. Neerstedts Keeper Hendrik Legler avancierte mit mehreren Paraden zum Matchwinner und erzielte per Weitwurf das wichtige Tor zum 25:23 (50.).

„Wir haben gut in der Abwehr gestanden und uns nach dem Rückstand in der zweiten Halbzeit wieder ins Spiel reingekämpft. Wir hatten den größeren Siegeswillen“, analysierte der 24-jährige Torwart. Auch TVN-Coach Björn Wolken lobte Legler: „Er hat ein Riesenspiel gemacht. Die ganze Mannschaft hat sich für ihre gute Arbeit endlich einmal belohnt. Die Punkte sind Gold wert. Wir haben uns Selbstvertrauen geholt und gezeigt, dass wir auch eine Mannschaft von oben schlagen können.“ Beim Sieger überzeugten neben Legler noch Linksaußen Mario Reiser (9/8), der alle acht Siebenmeter verwandelte, und Rückraumakteur Marcel Kasper (7). Beim Verlierer gefielen Rechtsaußen Kevin Heemann (5), Mittelmann Steffen Brüggemann (4) und mit Abstrichen Allrounder Raul Lucian Ferent (4).

Gastgeber aggressiv in der Deckung

Die Gastgeber waren von Beginn an aggressiv in der Deckung, nutzten vorn konsequent ihre ersten Chancen und führten nach einem Treffer von Marcel Reuter mit 3:1 (4.). An dieser Zwei-Tore-Führung änderte sich bis zum 5:3 (7.) durch einen von Mario Reiser verwandelten Siebenmeter nichts. Stefan Beljic und Bastian Carsten-Frerichs glichen zum 5:5 (9.) aus. Anschließend setzte bei den Neerstedtern vor allem Rückraumakteur Marcel Kasper Akzente. Er warf Tore und riss Siebenmeter. So vollstreckte Reiser alle sechs Strafwürfe in der ersten Hälfte sicher, traf beispielsweise per Siebenmeter zum 11:8 (19.). Die Gäste hatten auch Siebenmeter, aber Raul Lucian Ferent, Cedric Quader und Arunas Srederis brachten die Kugel nicht an TVN-Schlussmann Hendrik Legler vorbei, der weitere Bälle parierte. Zwar verkürzte Ferent noch einmal auf 10:12 (22.), aber Julian Hoffmann und Marcel Kasper erhöhten auf 14:10 (26.). Ferent sorgte mit seiner zweiten „Bude“ für den 12:15-Pausenstand.

Strafwurf nervenstark verwandelt

Nach dem Wechsel steigerte sich der Tabellenzweite, packte in der Abwehr besser zu und spielte auch vorn effektiver. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit noch einmal herangekämpft“, unterstrich Quader. Brüggemann glich zum 16:16 (37.) aus und brachte die Barnstorfer beim 19:18 (40.) erstmals in Front. Heemann legte zum 20:18 (41.) nach. HSG-Keeper Frederik Hohnstedt war nun auch hellwach, wehrte geworfene Bälle von Malte und Marcel Kasper ab. Bis zum 23:21 (46.) durch Ferent befand sich das Rieken-Team auf der Siegerstraße. Wolken reagierte, schickte Eike Kolpack wieder aufs Feld. Der Rückraumakteur egalisierte zum 23:23 (48.). Sekunden danach leistete sich Ferent einen Fehlpass, foulte beim Tempogegenstoß Kolpack. Die Schiedsrichter Jan Bröcker/Markus Hindersmann (TV Bissendorf-Holte) zeigten dem Rumänen die Rote Karte (49.) und entschieden auf Siebenmeter. Reiser verwandelte den achten Strafwurf nervenstark zum 24:23 (49.).

Es folgte der Auftritt von Legler, der das eingangs geschilderte 25:23 (50.) markierte. Barnstorfs Linksaußen Tobias Mundhenke gelang zwar noch das Tor zum 26:27 (56.), doch Kolpack machte mit einem Doppelpack den Deckel drauf – 29:27. Zu diesem Zeitpunkt wirkte Quader bereits nicht mehr mit, denn er hatte sich wegen Meckerns die Rote Karte (dritte Zeitstrafe/58.) eingehandelt.

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