HSG Barnstorf/Diepholz von der HSG Bützfleth/Drochtersen kaum gefordert

Starke Leistung: Gervé wirft ein Dutzend Tore beim 34:23

Diepholz - Von Matthias BorchardtMit Haftmittel spielt Andrius Gervé, Kreisläufer des Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz stärker: Der Litauer steuerte am Sonnabend vor 180 Zuschauern zum ungefährdeten 34:23 (18:12)-Erfolg über die HSG Bützfleth/Drochtersen gleich ein Dutzend Tore bei, benötigte dafür nur 13 Versuche.

Klar, dass der 26-Jährige nach dem Sieg strahlte: „Es hat heute alles geklappt, ich habe fast alles getroffen. Endlich bin ich auch einmal zufrieden.“ Eines stellte der Akteur mit der Nummer 33 noch klar: „Ich spiele lieber mit Harz.“ Das durfte er eine Woche zuvor in Brinkum nicht. Beim 28:22 vergab Andrius Gervé gleich drei Siebenmeter. Diesmal verwandelte er alle sechs Strafwürfe eiskalt.

Barnstorfs Kapitän Nils Mosel hakte den Pflichtsieg schnell ab: „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel verlieren können. Wir haben 60 Minuten lang nicht überragend, aber dafür gut gespielt.“

„Es war wichtig, dass wir den Kontakt nach oben nicht verlieren. Jetzt haben wir 10:6 Punkte, obwohl ich lieber 12:4 gehabt hätte. Ich freue mich über den guten Einstand von Kamil Chylinski auf der Linksaußenposition“, sagte Barnstorfs Trainer Heiner Thiemann. Eines monierte er dennoch: „Wir haben noch zu viele Gegentore bekommen.“

Da Denis Maksimovich (Muskelfaserriss in der Wade) und Matthias Andreßen (beruflich verhindert) fehlten, spielte der Tabellenfünfte ohne Linkshänder im halbrechten Rückraum. Malte Helmerking (3) übernahm den Part 60 Minuten lang und erfüllte seine Aufgaben. Der 27-Jährige sorgte mit seinem Tor für eine 4:1-Führung (6.). Marius Kasmauskas erhöhte auf 7:3 (12.). Anschließend nahmen die Gäste den 32-jährigen Litauer in Manndeckung, außerdem deckten sie Nils Mosel offensiv. Das zeigte Wirkung: Yannik Moje (3) verkürzte auf 7:9 (18.). Kurz danach scheiterte Nils Mosel zweimal an Bützfleths Torhüter Patrick Funck.

Gervé mit verwandeltem Siebenmeter und Mosel per Gegenstoß zum 11:7 (21.) sorgten wieder für klare Verhältnisse. Der Tabellenvorletzte blieb bis zum 10:12 (25.) durch Yannik Moje auf Tuchfühlung. „Bis zur 25. Minute haben wir ganz gut gespielt, danach sind uns zu viele leichte Fehler unterlaufen. Mit dem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein“, unterstrich Bützfleths Spielertrainer Marcin Warjas (2).

Kurz vor der Pause zog der letztjährige Vizemeister noch einmal das Tempo an. Andrius Gervé per Strafwurf sowie Mateusz und Kamil Chylinski bauten den Vorsprung mit drei „Buden“ in Folge auf 18:12 aus.

Nach dem Wechsel wehrte Barnstorfs Torwart Donatas Biras einen Siebenmeter von Maximilian Bock (3) ab und gab mit weiteren Paraden seiner Mannschaft Sicherheit. Die Gastgeber ließen nicht locker, kamen weiter zu einfachen Toren. Kamil Chylinski (4), der die zweiten 30 Minuten für Finn Richter am linken Flügel durchspielte, erhöhte per Doppelpack auf 26:17 (43.). Mosel sorgte dann mit dem 27:17 erstmals für einen Zehn-Tore-Vorsprung.

In der Endphase verwalteten die Barnstorfer den Vorsprung. Andrius Gervé öffnete noch zweimal die Trickkiste, als er Bützfleths eingewechselten Keeper Hendrik Sievers mit zwei Siebenmeter-Drehern ziemlich alt aussehen ließ. Mit Harz klappt’s doch besser.

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