Stannius bricht sich nach rüdem Bandencheck das Nasenbein / „Futsal besser“

Brinkum beim Hallencup: Frühes Aus und Krankenhaus

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Adrian Felis (li.) schoss das Siegtor gegen Blumenthal, aber die Brinkumer blieben dennoch in der Vorrunde hängen.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. Vielleicht sollte sich der Brinkumer SV überlegen, gar nicht mehr am Bremer Hallencup teilzunehmen. In den vergangenen drei Jahren gab es sportlich nichts zu ernten. Schlimmer noch: Jedes Mal musste ein Spieler ins Krankenhaus gebracht werden. 2013 traf es Esin Demirkapi (Kreuzbandriss), im vergangenen Jahr erwischte es Jannik Bender (Nerv eingeklemmt) und gestern war Hendrik Stannius (Nasenbeinbruch) der Leidtragende. Im Finale setzte sich der Blumenthaler SV vor mehr als 7000 Zuschauern nach Siebenmeterschießen mit 5:4 gegen Titelverteidiger Bremer SV durch.

Brinkum indes dachte nicht an Sieg und Ruhm. Es passierte im letzten Gruppenspiel gegen den Blumenthaler SV. Beim Stande von 2:1 für Brinkum nahm der Bremer Pascal Krombholz eine Verletzung von Brinkums Hendrik Stannius billigend in Kauf und streckte ihn mit überhartem Einsatz an der Bande nieder. Stannius sank zu Boden, blutete kräftig und zog sich bei diesem üblen Check einen Nasenbeinbruch zu. Dass der Schiri dem Übeltäter dafür nur eine Zeitstrafe und nicht die Rote Karte gab, war der (schlechte) Witz des Tages.

Klar, dass die Brinkumer außer sich waren. „Genau das ist ein Beispiel dafür, warum ich Futsal, das ohne Banden gespielt wird, besser finde. Da wäre eine solche Verletzung nicht vorgekommen“, meinte etwa Trainer Kristian Arambasic.

Bereits vor dem ersten Match gab es eine Schrecksekunde für Brinkum: Beim Warmmachen kugelte sich Keeper Mathis Peters den kleinen Finger aus, ließ sich tapen und bestritt alle Spiele. „Wegen sowas setze ich mich doch nicht auf die Bank“, schmunzelte der 21-Jährige.

Im Auftaktspiel gegen den SV Werder Bremen III spielte Brinkum zunächst äußerst kompakt. „Das war Absicht, um nicht gleich in Rückstand zu geraten“, erklärte Arambasic. Nach und nach wurde sein Team mutiger, doch Marcel Dörgeloh scheiterte doppelt, so dass es beim 0:0 blieb.

Gegen den Bremer SV jedoch versagte Brinkum. „Keine Ahnung, warum wir gegen die nicht aggressiv waren“, zuckte Arambasic mit den Schultern. Konsequenz: Sein Team ging mit 0:4 baden. Damit war der Traum vom Halbfinale fast schon ausgeträumt.

Im letzten Match gegen Blumenthal gewann Brinkum nach Treffern von Maximilian Wirth und Adrian Felis zwar mit 2:1, aber das Torverhältnis gegenüber den punktgleichen Nordbremern war zu schlecht, um noch ins Semifinale einzuziehen. „Unser Blackout gegen den Bremer SV hat uns das Weiterkommen gekostet“, ärgerte sich Arambasic.

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