D-Junioren des VfL Wolfsburg gewinnen Endspiel gegen 1. FC Nürnberg mit 5:0

Stadtauswahl Diepholz zahlt beim Top-Turnier Lehrgeld

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Johannes Geers von der RWE (l.) und Turnier-Organisator Ludwig Siebe vom TuS Sankt Hülfe-Heede überreichten bei der Siegerehrung an die Wolfsburger Torhüter Phil Matzulla und Finn Winter den riesigen Wanderpokal und eine weitere Trophäe. ·

Diepholz - Sechs Siege und nur eine Niederlage: Die D-Junioren des VfL Wolfsburg gewannen am Sonnabend in der Diepholzer Walter-Link-Sporthalle völlig verdient das dritte nationale U 13-Fußball-Hallenturnier des TuS Sankt Hülfe-Heede um den „Diepholz-Cup“ (auch „RWE-Cup“ genannt). In einem einseitigen Endspiel schlug der Bundesliga-Nachwuchs den 1. FC Nürnberg mit 5:0.

Spannend verlief die Partie um Platz drei: Hier setzte sich Eintracht Frankfurt mit 6:5 nach Neunmeterschießen gegen Hannover 96 durch. Nach Ablauf der Spielzeit von einmal zwölf Minuten hatte es 2:2 gestanden. Platz fünf in diesem starken Feld mit insgesamt zwölf Mannschaften (sieben Bundesligisten) belegte der FC St. Pauli nach einem 6:4-Erfolg über den SV Werder Bremen. Die Stadtauswahl Diepholz verkaufte sich gegen die starke Konkurrenz teuer, unterlag im Spiel um Platz elf dem VfL Osnabrück mit 2:4.

„Die beiden stärksten Mannschaften standen im Finale, aber Wolfsburg hat den besten Ball gespielt“, urteilte Turnier-Organisator Ludwig Siebe vom TuS Sankt Hülfe-Heede. Er lobte auch die Stadtauswahl Diep holz: „Die Mannschaft hat sich gut verkauft.“

Das sah auch Thorsten Spiller (Barnstorfer SV) so, der die heimischen Kicker zusammen mit Uwe Mucker (TuS Sankt Hülfe-Heede) und Jürgen Dieckmann (TSV Aschen) betreut hatte: „Das war in einem niveauvollen Turnier eine Klasse-Leistung von der Stadtauswahl. Wir waren mit den meisten Mannschaften auf Augenhöhe. Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir viel mehr Tore erzielt. Die nötige Cleverness und das Glück haben gefehlt. Die Zuschauer sind in unseren Spielen richtig mitgegangen.“ Er lobte vor allem den vierfachen Torschützen Finn Plümer und Defensivmann Elia Oeverhaus (beide TuS Sankt Hülfe-Heede). Aber auch Torhüter Lars Goebel (JFV RWD Rehden/Wetschen/Diepholz) erwies sich als Rückhalt und zeichnete sich mehrfach aus.

Nur in der Auftaktpartie gegen Hannover 96 ging die Stadtauswahl Diepholz beim 0:3 leer aus. In allen anderen Begegnung trafen die heimischen Kicker. „Gegen Hannover sind wir zu euphorisch rangegangen, da haben wir blöde Gegentore bekommen. Nach dem 0:3 sind wir aber ebenbürtig gewesen“, analysierte Thorsten Spiller. In der zweiten Gruppenbegegnung führte die Stadtauswahl Diepholz nach Treffern von Bennet Wünning ((JFV RWD Rehden/Wetschen/Diepholz) und Benjamin Törker (TuS Sankt Hülfe-Heede) mit 2:1, doch der starke Sidnei Djalo drehte den Spieß mit einem Dreierpack zum 3:2 um. Michel Pulss setzte den Schlusspunkt zum 4:2-Endstand.

Dem 1. FC Köln knöpfte die Stadtauswahl Diepholz beim 2:2 einen Punkt ab. Im nächsten Spiel führte sie gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:1, verlor dann aber noch mit 3:4. Ähnlich verlief die Begegnung beim 3:5 gegen den 1. FC Nürnberg. „In diesen Partien hatten wir dicke Chancen ausgelassen, und das haben die Gegner bestraft“, unterstrich Thorsten Spiller. Zum Abschluss gab’s dann ein 2:4 gegen den VfL Osnabrück. „Da war die Luft raus“, sagte der Coach der Stadtauswahl Diepholz.

Rainer Weghöft, Fußball-Abteilungsleiter beim TuS Sankt Hülfe-Heede, bedankte sich vor der Siegerehrung bei den vielen Helfern und den Sponsoren. Er sprach von einer gelungenen Veranstaltung: „Wir haben tolle Spiele gesehen.“ Das bestätigte auch Ludwig Siebe: „Wir sind rundum zufrieden. Immerhin waren am ganzen Tag 400 Zuschauer in der Halle. Alle Mannschaften haben bereits für das nächste Jahr zugesagt.“

Bei der Siegerehrung erhielten alle zwölf Teams einen Pokal. Als bester Torwart erhielt Tim Pager (1. FC Nürnberg) genauso eine Trophäe wie Leandro Weingärtner (Eintracht Frankfurt) als stärkster Spieler. Die Torjägerkanone sicherte sich Thomas Linkov (SV Werder Bremen), der neun Tore erzielte. · mbo

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