Knapp 500 Besucher sehen 26:26 im Oberliga-Hit gegen Achim/Baden

Srederis und Gervé retten das Barnstorfer Remis

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Barnstorfs Linkshänder Arunas Srederis (links, hier gegen Florian Block-Osmers) war vor allem im zweiten Abschnitt mit fünf Toren ein Faktor für die HSG. ·

Diepholz - Von Gerd TöbelmannEine Vorentscheidung im Titelkampf der Handball-Oberliga der Männer? Die gab es gestern Abend nicht, denn im Liga-Hit trennten sich Spitzenreiter HSG Barnstorf/Diepholz und der punktgleiche Verfolger SG Achim/Baden mit einem gerechten 26:26 (12:12). Die knapp 500 Zuschauer in der Diepholzer Mühlenkamphalle sahen über weite Strecken zwar keine hochklassige, dafür aber eine packende Partie.

„Ich habe ja vorher schon gesagt, dass heute noch nicht der Meister ausgespielt wird. Aber mit einem Sieg hätten wir uns natürlich auch vom Selbstvertrauen her eine bessere Ausgangsposition schaffen können“, meinte HSG-Trainer Mario Mohrland unmittelbar nach dem Match. Und Mohrland nannte auch einen Grund, warum es letztlich nicht zum Sieg langte: „Ich konnte auf halblinks leider nicht durchwechseln, weil sich Mario Kasmauskas schon früh am Oberschenkel verletzt hatte. Malte Helmerking hat das zwar gut auf dieser Position gemacht, aber eine Rotation auf diesem Posten hätte uns Vorteile gebracht.“ Der Litauer musste schon früh das Feld räumen, wurde zwar in der Kabine behandelt und kehrte auch in die Halle zurück – doch zum Einsatz langte es nicht mehr.

Über 60 Minuten hinweg schenkten sich beide Teams nichts. Nie konnte sich eine Mannschaft mit mehr als zwei Treffern von der anderen absetzen. Bei den Barnstorfern lag das vor der Pause auch daran, dass sie oft zu behäbig agierten. Schnelle Mitte nach einem Gegentor? Wurde viel zu wenig gespielt. „Stimmt. Wir haben zu wenig Tempo gemacht. Deren 6:0-Deckung war immer wieder rechtzeitig in Position“, stellte Mohrland fest.

Hinzu kam, dass Stammtorhüter Donatas Biras nicht gerade einen Sahnetag erwischte, sondern „nur“ Normalform brachte. Da Kollege Manuel Pauli nach der Pause auch nicht viel besser agierte, blieb die Partie stets auf Augenhöhe. „Wenn einer heute über sich hinausgewachsen wäre, hätte es zum Sieg langen können“, nannte Mohrland neben der frühen Kasmauskas-Verletzung einen weiteren Grund dafür, warum am Ende nur ein Punkt zu Buche stand.

Und der geriet im Laufe der zweiten Halbzeit sogar noch massiv in Gefahr, denn drei Minuten vor dem Ende lagen die Gäste mit 26:24 in Führung. Angefeuert vom lautstarken Publikum legte Barnstorf aber noch einmal eine Schippe drauf. Linkshänder Arunas Srederis, der fünf seiner sechs Treffer in Halbzeit zwei erzielte, verkürzte zunächst auf 25:26 (58.). 60 Sekunden später war Kreisläufer Andrius Gervé, der gestern nicht so effektiv spielte, zur Stelle und glich zum 26:26 aus. In den letzten Sekunden wurde es zwar noch einmal richtig hektisch, doch Tore fielen nicht mehr. Bester Werfer der gesamten Partie war Barnstorfs Mittelmann Kamil Chylinski mit 10/7 Treffern. Bester Achimer Schütze war deren Halblinker Erik Gülzow (6).

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