Mit fünf Toren in den letzten fünf Spielen ist der 21-Jährige Sinnbild für Stuhrs Aufschwung

Sprinter Drawert entdeckt Knipserqualitäten

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Torben Drawerts Revier – die rechte Außenbahn. ·

Stuhr - Torben Drawert ist das Gesicht des Stuhrer Aufschwungs. Aber er will es nicht sein: „Ich bin hier nicht der Meister vom Dienst“, sagt Drawert: „Ich stand einfach zuletzt richtig, so sind die Tore reingeruscht.“ Fünf Treffer erzielte der 21-Jährige in den letzten fünf Bezirksliga-Spielen. Beim 4:0 in Münchehagen drückte der Wirtschaftsingenieur-Student gleich zwei Bälle über die Linie – zum sechsten TVS-Sieg in Serie.

Doch auch für seinen zweiten Saison-Doppelpack lehnt Drawert eine Selbstbeweihräucherung ab: „Andere haben das Spiel gelenkt und geleitet.“ Ihm sei es zugute gekommen, diesmal ganz vorne statt auf der Außenbahn ran zu dürfen: „Ich mag es, zentral zu spielen. Dort kann ich auf die Flügel ausweichen.“ So sei er schwerer ausrechenbar.

Doch allein durch Drawerts körperlichen Voraussetzungen ist es nicht verwunderlich, dass sein Trainer Christian Meyer Drawerts Revier eher auf der Außenbahn sieht: „Er ist wahnsinnig schnell, schlägt gute Flanken und ist ein absoluter Teamplayer“, lobt Meyer seinen 1,91 Meter großen Sprinter. Drawert bestätigt, „dass ich durch meine Schnelligkeit natürlich auffalle“. Die Tempohärte kommt nicht von ungefähr: Bis zu seinem 15. Lebensjahr war er Leichtathlet beim TuS Varrel.

Erstaunlicherweise vertritt er die Meinung, „dass Schnelligkeit gar nicht so wichtig ist. Ich mag eher Spieler, die durch Ballkontrolle und Übersicht hervorstechen. Spieler, die andere in Szene setzen können.“ Das Stuhrer Eigengewächs (seit der D-Jugend) behält sowieso stets das gesamte Teamkonstrukt im Auge: „Der Erfolg, den wir Offensivspieler jetzt ernten, kommt von den Spielern dahinter.“ Tatsächlich stimmt die defensive Balance. Stuhr beendete fünf der letzten sechs Partien ohne Gegentor.

Woher der entscheidende Funke zur Leistungsexplosion kam, kann sich Drawert nicht erklären. „Irgendwann hat sich der Knoten einfach gelöst.“ Für Meyer war das 0:3 in Wagenfeld ein Weckruf. „Danach sind alle noch enger zusammengerückt, haben sich den Arsch aufgerissen.“ Die Erfolge haben Drawerts Brust breiter gemacht: „Ich will die Saison jetzt ohne Pleite beenden.“ Kein leichtes Unterfangen: Als nächstes warten der Dritte Sulingen und Spitzenreiter Uchte. · wie

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