Springreiter vom RFV Aschen holt Platz sieben bei Deutscher Meisterschaft

Alexander Hinz zeigt sogar Ehning und Nagel die Sporen

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Sie ritten unter besten zehn Deutschen: Alexander Hinz vom RFV Aschen und der Oldenburger Campitello kehrten mit einem siebten Platz von der Deutschen Meisterschaft der Springreiter in Balve zurück.

Diepholz - Von Sonja Rohlfing. Die junge Garde im Springreiterlager ist in Balve über sich hinausgewachsen. Der 25-jährige Alexander Hinz vom RFV Aschen ritt auf Campitello bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft bei den Senioren unter die Top Ten. Auch über Gold strahlte in Person des gleichaltrigen Denis Nielsen aus Löningen ein Youngster.

„Ich bin ohne Erwartungen nach Balve gefahren und mit einem tollem siebten Platz wieder nach Hause gekommen“, freute sich Alexander Hinz.

Die Meisterschaft der Springreiter wurde über vier Umläufe ausgetragen. Die erste Runde bewältigte das Paar vom RFV Aschen fehlerfrei. Nach dem zweiten Umlauf des ersten Vier-Sterne-S-Springens standen vier Fehler auf dem Konto von Hinz „Ein Vier-Sterne-S-Springen ist national das schwerste Springen, das es gibt“, erläutert Hinz. Mindestens 13 Sprünge mit Abmessungen bis 1,55 Meter, zwei- und dreifache Kombinationen und einen offenen Wassergraben stellte der Parcoursbauer den Titelaspiranten in immer neuen Kombinationen in den Weg. Alle Punkte aus den Umläufen wurden mitgenommen und am Ende addiert. Vor dem letzten entscheidenden Umlauf lagen Alexander Hinz und der zehnjährige Concetto Famos/Come on-Sohn Campitello mit drei weiteren Paaren gleichauf auf Rang zwei.

„Mir ist dann leider ein leichter Fehler unterlaufen“, bedauert der 25-Jährige. „Wenn man an den Medaillenrängen geschnuppert hat, ärgert man sich doch die erste Viertelstunde“, gibt der Stylist im Sattel und Träger des Goldenen Reitabzeichens zu. Danach sei dann die Freude riesig groß gewesen, unter die besten zehn Reiter Deutschlands gekommen zu sein. „Das Pferd war fantastisch. Es hat super mitgemacht. Der Fehler ging ganz klar auf meine Kappe.“

Gleich vier Reiter rangierten am Ende mit acht Fehlerpunkten an fünfter Position: Andreas Kreuzer mit La Luna, Felix Hassmann mit Horse Gym’s Balzaci, Holger Wulschner mit BSC Cha Cha Cha und eben Alexander Hinz mit Campitello. „Da war dann die Zeit entscheidend – und damit bin ich Siebter geworden.“ Größen wie Carsten-Otto Nagel, Markus Ehning und Philipp Weishaupt ließ er hingegen hinter sich.

„Ich freue mich, dass ich in Balve dabei sein durfte“, resümiert Hinz. In den letzten zwei Jahren von Verletzungspech verfolgt, konnte der norddeutsche Jugendmeister und Landesmeister der Springreiter von 2011 jetzt genügend Erfolge vorweisen, so dass ihn der Bundestrainer in das Starterfeld aufnahm. Das sauerländische Balve hat als fester Austragungsort der Deutschen Meisterschaften Tradition. Eingebunden sind die Wettkämpfe in das internationale Reitturnier am Schloss Wocklum.

Bei Alexander Hinz rücken jetzt zunächst die Nachwuchspferde in den Mittelpunkt. Die wird er auch beim Turnier seines neuen Vereins vom 10. bis 12. Juli an den Start bringen. Erst seit dieser grünen Saison ist er für den RFV Aschen unterwegs. „Es ist ein kleiner, engagierter Verein mit gutem Zusammenhalt. Ich fühle mich sehr wohl dort“, erklärt der Springreiter.

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