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TuS Syke (Schwimmen/Wasserball)

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So sehen Sieger aus: Die Bezirksliga-Wasserballer des TuS Syke feierten mit einer zünftigen Party ihren Pokalsieg über Waspo Hannover II.

Die Wasserballer stellten beim einstmals so ruhmreichen TuS Syke lange Zeit eine der letzten Konstanten dar: Vielleicht auch nicht so schwierig, da außer ihnen lediglich noch die Tischtennis-Sparte für (überschaubaren) sportlichen Erfolg steht – trotzdem ist das seit Jahren hohe Niveau der Wasserballer alles andere als selbstverständlich anzusehen.

Seit über 30 Jahren zählen die Rot-Weißen zu den besten Teams des Hannoveraner Bezirks und mischten sogar schon für eine Saison in der dritthöchsten deutschen Spielklasse mit. Auch in der vergangenen Saison drehten die Hachestädter einmal mehr am ganz großen Rad. Zwar konnte Syke den Vorjahrestitel nicht verteidigen und lief hinter Waspo Hannover II als Bezirksliga-Vizemeister im Ziel ein, doch dafür bestätigten Spielertrainer Jochen Zwarg und Co. erneut ihren Ruf als Pokalmannschaft.

Dabei war das Kreisteam eigentlich als krasser Außenseiter zum „Final Four“ nach Lehrte gereist, wie sich Linksaußen Hakon Straßheim noch bestens erinnert: „Wir hatten uns nicht viel ausgerechnet, da Waspo Hannover in der Bezirksliga doch relativ dominant aufgetreten war. Ins Finale wollten wir natürlich, doch mehr schien nicht drin zu sein.“

Okay, das gesteckte Ziel erreichte Syke durch einen souveränen 12:5-Halbfinaltriumph über die Lehrter Lokalmatadoren – und hatte nun folglich im Endspiel gegen Waspo Hannover II rein gar nichts mehr zu verlieren. Zu gewinnen allerdings offenbar ebenfalls nichts, da der Bezirksliga-Meister zur Halbzeit bereits mit 4:2 in Front lag. Aber Syke gab nicht auf, robbte sich durch einen Treffer von Malin Florack wieder heran und glich kurz darauf in Gestalt von Goalgetter Lukas Frömberg zum 4:4 aus.

Sollte etwa doch etwas gehen? Naja, zumindest ließ der Waspo-Konter nicht lange auf sich warten. Praktisch im direkten Gegenzug kassierte Syke das 4:5, sodass der Traum vom Bezirkspokalsieg mittlerweile wieder in weiter Ferne lag. Zumal Waspo in Überzahl auf die Entscheidung drängte.

Aber Pustekuchen: Erst entschärfte TuS-Keeper Constantin Breckner glänzend einen Versuch der Hannoveraner, dann wuchtete Frömberg in Unterzahl den Ball zum 5:5 ins Netz und avancierte eine Minute vor Schluss endgültig zum Matchwinner. Sein 6:5 bescherte Syke den dritten Bezirkspokal-Triumph nach 2006 und 2015 – und den Hachestädtern laut Straßheim eine unvergessliche Party: „Die Meisterschaft in der Saison davor war zwar auch geil, doch da standen wir schon relativ früh als Erster fest. Dieser Pokalsieg kam völlig unverhofft zustande, und deshalb haben wir ziemlich ausgiebig gefeiert.“ Es sei ihnen gegönnt. Vermutlich dürfte im Laufe der nächsten Jahre auch noch weitere „Silverware“ für die Syker dazukommen. Dann indes nicht mehr als Wasserballer des TuS Syke. Seit dieser Saison treten Straßheim und Co. als SG Syke/Bremen II an.

Sicherlich ändert dies nichts an der Ortsverbundenheit – weiterhin tummeln sich nur „Syker Jungs“ im Kader – aber mit der Fusion dürfte dem TuS die letzte Konstante weggebrochen sein.

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