Startnummer 9

Sandra Nolte (Korbball)

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Die 37-jährige Sandra Nolte (beim Wurf) ist immer noch absolute Leistungsträgerin beim TuS Sudweyhe.

Rückhalt, Motivatorin und Korbjägerin: Sandra Nolte. Als Kapitän führte sie den Korbball-Bundesligisten TuS Sudweyhe im Mai zur Bronzemedaille bei den der Deutschen Meisterschaft. Auch in der laufenden Saison könnte es kaum besser laufen – ihr Team belegt derzeit den ersten Tabellenplatz.

Seit ihrem elften Lebensjahr gibt es für Sandra Nolte keinen anderen Sport als Korbball. Ihre Jugend verbrachte sie bei ihrem Heimatverein TVE Nordwohlde. „Viele meiner Freundinnen spielten Korbball, so bin ich auch angefangen“, erklärt Nolte. Auf eine punktlose Saison in der Bundesliga mit dem TVE folgte der Wechsel nach Sudweyhe. Dabei spielte ihr damaliger Auswahltrainer eine ganz besondere Rolle: Nach dem Gewinn des Länderpokals mit der U 23 lotste Thomas Piper sie zum TuS Sudweyhe. „Ich bin sehr ehrgeizig und wusste, dass ich in Sudweyhe mehr erreichen kann“, gibt Nolte zu.

Nur ein Jahr später wechselte sie aus der zweiten Mannschaft in das Bundesliga-Team und fuhr mit zur Deutschen Meisterschaft. In der Zukunft folgten weitere Teilnahmen, aber der ganz große Erfolg blieb aus. Bis 2018 der Knoten endlich platzte, und der TuS mit der Bronzemedaille nach Hause fuhr.

In diesem Jahr gelang es sogar, den Triumph zu wiederholen. „Das waren sicherlich meine größten Erfolge und schönsten Erinnerungen“, schwärmt die Korbballerin. Dabei kämpfte sich die Ausnahmespielerin im letzten Jahr nach einer Knieverletzung zurück und spielte sowohl die zweite Saisonhälfte als auch die DM im Mai in gewohnter Manier. Ihr Markenzeichen: Die Schnelligkeit. Mit ihrer Konterstärke und Durchsetzungskraft am Kreis bringt die Sudweyherin ihre Gegner immer wieder zur Verzweiflung. Auch in diesem Jahr strebt die ehrgeizige 37-Jährige die Qualifikation zu den Titelkämpfen an, denn im kommenden Frühjahr ist der TuS Sudweyhe Ausrichter. „Wir wünschen uns natürlich, dass wir genauso gut abschneiden, aber die Aufregung wird vor heimischer Kulisse bestimmt nochmal größer sein“, so Nolte. Doch die Mannschaftsführerin weiß genau, worauf es ankommt: „Wir müssen das Selbstvertrauen aus diesem Jahr mitnehmen. Nach dem Wiederaufstieg haben wir uns wieder viel besser als Mannschaft zusammengefunden“.

Das ist für Sandra Nolte wichtig, denn eine Einzelsportart käme für sie nie in Frage. Einander motivieren, Verantwortung für das Team übernehmen und die Geselligkeit – das macht ihr an Korbball so viel Spaß. In ihrer Funktion als Spielführerin stellt sie sich gerne in den Dienst der Mannschaft, versucht alle zu beruhigen, wenn es mal hektisch wird und spricht den jungen Mitspielerinnen Mut zu.

Doch nach der Heim-DM soll Schluss sein: „Ich habe bereits angekündigt, dass das meine letzte Saison und Meisterschaft sein wird. Ich werde dem Korbball treu bleiben, aber nicht mehr auf diesem Niveau“, macht die Sudweyherin deutlich.

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