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Nathalie Jokisch (Tischtennis)

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Leistungsträgerin beim Oberligisten TSV Heiligenrode: Nathalie Jokisch.

Wer Nathalie Jokisch bei ihrem Hobby zusieht, der ahnt nicht, dass die Tischtennis-Karriere der 25-Jährigen zeitweilig am seidenen Faden hing - aufgrund von einigen Verletzungen musste die Nummer zwei des Oberligisten TSV Heiligenrode ihr Spiel umstellen. Aufhören kam für die Studentin für Wirtschaftsinformatik allerdings nicht in Frage, denn: "Ohne Tischtennis geht es bei mir eigentlich nicht.“

Im Alter von 14 Jahren klebte sie sich, um ihren Fuß zu entlasten, eine lange Noppe auf die Rückhand - und das klappt seither bestens. Bis 2016 war sie noch in Diensten des TV Jahn Rehburg, wo sie zwischen Verbands- und Oberliga pendelte, ehe sie zum TSV in den Diepholzer Kreis wechselte. Nicht zuletzt dank Heiligenrodes Spitzenspielerin Nele Puls, wie Jokisch erläutert: „Mit Nele habe ich ja schon in Rehburg zusammen gespielt. Da wusste ich, dass es passen würde.“ Allerdings musste die Noppenspezialistin schon einiges auf sich nehmen, um für Heiligenrode an den Tisch gehen zu können. Schließlich wohnte und studierte sie anfangs noch in Hamburg und hatte zu Heimspielen einen Anfahrtsweg von rund drei Stunden. Laut Jokisch jedoch kein Hindernis: „Ich fahre ja total gerne Auto. Die Strecke konnte mich nie schrecken.“

Natürlich gut für Heiligenrode. Von Beginn an erwies sich die 25-Jährige als enorme Verstärkung und fuhr stets deutlich positive Bilanzen ein. Auch in dieser Saison kommt Jokisch nach der Hinrunde auf äußerst überzeugende 16:9-Siege und zählt zu den absoluten Leistungsträgerinnen.

Zudem gilt die Nachwuchstrainerin (der langjährige Heiligenroder und jetzige Celler Zweitliga-Spitzenspieler Tobias Hippler stand zu Beginn seiner Karriere sogar unter ihren Fittichen) als erwiesene Turnierexpertin. Diverse Erfolge zog sie dabei an Land, wobei zwei besonders hervorstachen: Vor drei Jahren erkämpfte Jokisch bei den Deutschen Meisterschaften für Leistungsklassen (bis 1700 Punkte) im Einzel die Bronzemedaille und stieß 2017 bei der niedersächsischen Landesmeisterschaft bis ins Viertelfinale vor. Nur die heutige Zweitliga-Akteurin Lotta Rose verbaute ihr den Sprung aufs Podest, was Jokisch indes immer noch etwas wurmt: „Lotta war eine meiner ersten Schülerinnen. Sie hätte ich schon gerne geschlagen, weil ich an dem Tag auch sehr gut drauf war.“

Vielleicht ergibt sich 2020 die Chance zur Revanche. Das Ticket zur Landesmeisterschaft hat sie zumindest in der Tasche, da Jokisch kürzlich in souveräner Manier ungeschlagen die Bezirksrangliste gewann und dabei sogar über Josephine Pusch vom Regionalligisten MTV Engelbostel-Schulenburg triumphierte. „Jetzt freue ich mich im Februar auf die Landesmeisterschaft in Algermissen bei Hildesheim“, blickt Jokisch gespannt voraus: „Vielleicht kann ich ja dort erneut überraschen.“

Das Potenzial dafür besitzt die sympathische Studentin allemal. Neben ihrer „flatternden“ Noppe auf der Rückhand verfügt sie zudem noch über eine starke Vorhand, sodass Heiligenrode ohne Zweifel mit ihr ein guter Fang geglückt ist. Und da „Auto-Enthusiastin“ Jokisch mittlerweile auch in Oldenburg wohnt und studiert, dürfte sie noch länger fleißig für den TSV punkten.

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