Startnummer 18

Jan Linné (Handball)

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Hat meistens eine gute Quote: Linkshänder Jan Linné (beim Wurf) vom Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz. In der laufenden Saison hat der 25-Jährige bislang 54/3 Treffer für den abstiegsgefährdeten Tabellenelften erzielt.

Rückraumakteur Jan Linné hatte mit 169/45 Toren maßgeblichen Anteil daran, dass die HSG Barnstorf/Diepholz in der Saison 2018/2019 als Tabellenelfter den Klassenverbleib in der Handball-Oberliga schaffte. „Ich gebe immer mein Bestes, hatte im vergangenen Jahr eine gute Quote mit nur wenigen Fehlwürfen“, sagt der Linkshänder rückblickend.

Zwei Spiele sind ihm besonders in Erinnerung geblieben: Der 25-Jährige steuerte am 28. April 2018 zum 32:27-Erfolg beim ATSV Habenhausen II 15/7 Tore bei und erzielte am 27. Oktober 2018 beim 30:29-Sieg in Edewecht 13/6 „Buden“. Keine Frage: Der gebürtige Diepholzer versteht sein Handwerk.

Das bestätigt Torhüter und Freund Frederik Hohnstedt: „Jan macht sich auf dem Feld nicht viele Gedanken. Da er generell ein ruhiger Typ ist, bleibt er auch in engen Situationen immer cool und hat dabei sogar noch ein lockeres Handgelenk. Ziemlich beeindruckend ist seine Übersicht im Rückraum, auch für den Kreis und zudem noch die Attitüde, dem Torwart auf Außen reihenweise Dreher ins Netz zu legen. Für ein Team natürlich ein Glücksfall: ein Linkshänder, der im Rückraum sowie auf Außen immer für acht bis zehn Tore gut ist. Das weckt aber auch Begehrlichkeiten …“

Barnstorfs Trainer Dag Rieken lobt den Akteur mit der Nummer 20: „Jan hat ein gutes Wurfverhalten in der Nahwurfzone. Da ist es schwer, gegen ihn zu decken. Er hat eine starke Saison gespielt, ist diszipliniert und engagiert im Training.“

Mit fünf Jahren begann Linné bei den Minis der HSG Barnstorf/Diepholz mit dem Handball, anschließend durchlief er verschiedene Jugendmannschaften. Unter Trainer Bernd Öhlmann kam er zusammen mit Kevin Heemann und „Freddy“ Hohnstedt in der B-Jugend-Oberliga zum Einsatz. Anschließend verließ das Eigengewächs seinen Heimatverein, wechselte zur Serie 2011/2012 zum TV Bissendorf-Holte und spielte unter Coach Michael Jankowski zwei Jahre lang in der A-Jugend-Bundesliga. Er kam gelegentlich auch in der Herren-Oberliga zum Einsatz, trug sich am 12. Januar 2013 beim 30:33 gegen die HSG Barnstorf/Diepholz achtmal in die Torschützenliste ein.

Zur Spielzeit 2013/14 schloss sich der variabel werfende Linkshänder dem Drittliga-Absteiger LiT Handball Nordhemmern-Mindenerwald, Kooperationspartner des Bundesligisten TuS N-Lübbecke, an. Linné trainierte zwar in seiner ersten Serie auch beim TuS N-Lübbecke mit, kämpfte aber mit LiT Handball Nordhemmern-Mindenerwald in der Oberliga um Punkte. Er wirbelte ausschließlich am rechten Flügel. Danach kehrte der in der Arbeitsvorbereitung für Bioprodukte tätige Diepholzer dem Verein den Rücken, versuchte in der Saison 2016/2017 sein Glück beim TuS Nettelstedt II. Hier traf er Übungsleiter Michael Jankowski wieder. Linné zählte in der jungen Mannschaft zu den Stützen und trug seinen Teil zum Gewinn der Meisterschaft bei.

Da dem Youngster der Aufwand mit der ständigen Fahrerei zu groß war, entschloss er sich zur Serie 2017/18 zur Rückkehr zu seinem Stammverein. Nun trägt er bereits die dritte Spielzeit das Trikot der HSG Barnstorf/Diepholz. Auch in der aktuellen Saison geht’s erneut nur um den Klassenverbleib. „Das wird wieder eine knappe Kiste, zumal die Oberliga stärker geworden ist“, unterstreicht Linné, der ab und zu auch am rechten Flügel spielt: „Ich fühle mich auf beiden Positionen wohl.“ Eines hat er sich auf die Fahnen geschrieben: „Mein Ziel ist die Dritte Liga.“ Ob sich das aber mit der HSG Barnstorf/Diepholz realisieren lässt, bleibt abzuwarten.

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