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Juliane Barthel (Segeln)

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Darf sich Welt- und Europameisterin in einem Atemzug nennen: Juliane Barthel vom Segler-Club Dümmer.

Die Schönheit des Gardasees ist unbestritten. Er gehört zu den Touristenmagneten Italiens. Doch nicht nur Erholungssuchende kommen dort auf ihre Kosten. Das Gewässer ist auch ein Hotspot für Segler. Erst im August wurden auf dem See zwischen den Alpen im Norden und der Po-Ebene im Süden die Europameisterschaften der RS Aero-Klassen ausgetragen.

Der RS Aero definiert den Standard des Einhandsegelns seit 2015 neu. Die Boote sind leicht, wendig und erreichen hohe Geschwindigkeiten.

Genau das fasziniert auch Juliane Barthel vom Segler-Club Dümmer. Die 33-Jährige gehört weltweit zu den besten RS Aero-Seglern. Das bewies sie auch am Gardasee. Bei der EM konnte ihr keine Konkurrentin das Wasser reichen. Mit großem Abstand sicherte sich die Assistenzärztin für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Marburg in der RS Aero 7-Klasse den EM-Titel. „Ich habe natürlich etwas darauf spekuliert. Aber dass es am Ende genauso gekommen ist, hat mich schon ein wenig überrascht“, gesteht Barthel, die bereits ein Jahr zuvor den den WM-Titel einheimste. Damit ist sie aktuell sowohl Welt- als auch Europameisterin in der RS Aero 7-Klasse. Mehr geht nicht.

Doch der Weg zur Europameisterschaft war alles andere als leicht. „Durch meinen Job als Ärztin hatte ich wenig Zeit, um zu trainieren“, gesteht Barthel: „Im Frühjahr hatte ich allerdings etwas Luft, um eine Trainingswoche am Gardasee zu absolvieren.“ Nicht die schlechteste Vorbereitung. „Somit konnte ich mich schon ein wenig auf die Gegebenheiten einstellen“, berichtet die amtierende Weltmeisterin. Und um in Wettkampfstimmung zu kommen, nahm die 33-Jährige zusätzlich noch an den German Open (gleichzeitig DM) in Warnemünde teil. Auch dort siegte sie souverän.

Somit konnte die EM kommen. Und die Bedingungen waren nicht nur vom Wetter her perfekt. „Die Kulisse mit den Bergen ist schon beeindruckend. Cooler geht es einfach nicht“, kommt Barthel ins Schwärmen. Und der Wettkampf hatte es in sich. Barthel musste sich gleich gegen über 60 Konkurrenten durchsetzen. „Ich hatte vor dem letzten und 15. Durchgang aber einen komfortablen Vorsprung auf die Zweitplatzierte. Von daher habe ich mir gesagt: ,Juliane, versaue es jetzt bloß nicht.‘“

Tat sie nicht. Am Ende setzte sie sich ohne größere Probleme durch und feierte erstmals den Gewinn der Europameisterschaft. „Das ist schon ein ziemlich cooles Gefühl. Ich habe mich natürlich riesig gefreut, bin mit dem Ausgang sehr zufrieden. Gerade, weil diesmal die Vorbereitungszeit ganz schön knapp war“, strahlt die Assistenzärztin, die die Teilnahme an den diesjährigen Weltmeisterschaften jedoch verpassen wird. „Die WM findet Ende des Jahres in Australien statt. Aufgrund meines Berufes ist es leider nicht möglich, dort an den Start zu gehen“, erklärt Barthel: „Aber 2020 wird sie in Oregon in den USA ausgetragen. Da will ich mir den WM-Titel zurückzuholen“, zeigt sich die 33-Jährige trotz der bereits errungenen WM- und EM-Titel immer noch hungrig.

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