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Jasmin Hake (Fußball)

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Immense Schnelligkeit und beeindruckender Torriecher: Seit Jahren ist Jasmin Hake die absolute Führungskraft in der Offensive des SV Mörsen-Scharrendorf.

Keine Frage, Fußball nimmt im Leben von Jasmin Hake einen riesigen Stellenwert ein: Schon seit Kindesbeinen an jagt die 25-Jährige dem runden Leder hinterher.

Da es in ihrem Heimatverein SV Mörsen-Scharrendorf anfangs noch keine Mädchenmannschaft gab, begann sie das Kicken bei den Jungenteams von Heiligenloh und Drentwede, ehe die Personalfachkauffrau dann mit elf Jahren für die neugegründeten Mörsener C-Mädchen auf Torejagd gehen durfte.

Ihr Interesse am Fußball kam übrigens durch den Zwillingsbruder von Hake zustande. „Der wollte mich zwar zunächst gar nicht mit zum Training nehmen, aber ich habe so lange genervt, bis ich ihn erweicht hatte“, erinnert sich die 25-Jährige mit einem Schmunzeln.

Ihre Hartnäckigkeit sollte sich auch schnell auszahlen. Von Anfang an fiel Hake durch ihre Schnelligkeit und einen immensen Torriecher auf. „Jasmin ist eine Granate. Sportlich und menschlich. Immer stellt sie private Sachen hinten an und ist sogar schon mit einer Rippenprellung aufgelaufen. Das ist schon einmalig“, lobt Mörsens Trainer Christian Schütte seine Torjägerin vom Dienst in den höchsten Tönen.

In der Tat kann Mörsen sich glücklich schätzen, eine derart herausragende Kickerin in den eigenen Reihen zu haben. Seit Jahren schießt Hake die gegnerischen Tornetze kurz und klein – in einer Saison schlug sie sogar stolze 56 Mal zu.

Trotzdem reichte es für Mörsen lange Zeit nicht zum ersehnten Bezirksliga-Aufstieg. „Wir sind immer nur Zweiter oder Dritter geworden. Es war zum Verzweifeln“, blickt Hake zurück. Aber vor zwei Jahren war es dann endlich so weit. Auch dank 30 Treffern seiner Goalgetterin schnappte sich der SVMS den Kreisligatitel und stieg in die Bezirksliga auf. Ein Traum ging für das blutjunge Team in Erfüllung – und lange Zeit rockte sich der Neuling auch regelrecht durch die neue Spielklasse. Am Ende reichte es zwar nicht ganz für einen Platz in der Spitzengruppe, doch auch der sechste Rang konnte sich für einen Aufsteiger sehen lassen. Natürlich hatte Hake mit 20 „Buden“ entscheidenden Anteil am souveränen Klassenerhalt gehabt, sodass die Vereine förmlich Schlange standen, um sich die Dienste der besten Torjägerin des Kreises zu sichern.

Anders als in den Jahren zuvor („Ich habe immer sofort abgesagt, da ich sehr bodenständig bin und mich in Mörsen super wohl fühle“) stieß die Konkurrenz diesmal aber nicht auf völlig taube Ohren. Der Grund: Mörsen hatte sich von Aufstiegstrainer Martin Nobis getrennt, und zudem standen etliche Leistungsträgerinnen wie Kim Martens oder Laura Nobis ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Ein freiwilliger Rückzug in die Kreisliga stand im Raum – und den hätte Hake nicht mitgetragen. „Dann wäre ich trotz aller Verbundenheit zu Mörsen weg gewesen“, bestätigt der glühende Werder-Fan das offene Geheimnis.

Zum Glück des SVMS kam es indes anders. Mörsen blieb in der Bezirksliga, rangiert zwar zum Jahresende auf einem Abstiegsplatz, darf aber dank 14 Toren von Hake weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen. „Ich bin mir sicher, dass wir es noch schaffen“, gibt sich die „ewige“ Mörserin kämpferisch. Und mit einer Ausnahmekönnerin wie Jasmin Hake sollte der SVMS am Ende tatsächlich über dem Strich landen können. Mörsens sympathische „Bomberin“ wird es schon richten.

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