Startnummer 16

Jakob Kremer (Turnen)

+
Gehört zu den besten Rhönrad-Turnern seiner Altersklasse: Jakob Kremer von der SV Kirchweyhe.

Obwohl er beim größten Wettkampf des Jahres zum Zuschauen verdammt war, spricht Rhönrad-Turner Jakob Kremer keinesfalls von einer verschenkten Saison. Warum sollte er auch? Denn auch wenn er die Deutschen Junioren-Meisterschaften verletzt verpasst hat, gespickt mit Erfolgen war sein Jahr trotzdem.

Schließlich triumphierte der Sprung-Juniorenweltmeister von 2018 auf den Landes- wie auch Norddeutschen-Meisterschaften in der Altersklasse 15/16. „Und ich habe mich sportlich ziemlich weiterentwickelt“, berichtet der 16-Jährige.

Vor allem sein Erfolg bei den Norddeutschen Meisterschaften ist dabei hoch zu bewerten. Immerhin beendete der Rhönrad-Turner der SV Kirchweyhe den Wettkampf trotz einer Verletzung. „Beim Sprung sind mir die Bänder gerissen. Aber weil es eh die letzte Disziplin war, habe ich die Aufgabe zu Ende geturnt“, berichtet Kremer und ergänzt: „Weil ich das gemacht habe, bin ich Norddeutscher Meister geworden, konnte dann aber auch nicht mehr zu den Deutschen Meisterschaften fahren.“

Wobei es so nicht ganz stimmt: Der 16-Jährige konnte zwar nicht mitturnen, hingefahren ist er dagegen aber sehr wohl – als Unterstützung für seine Mannschaftskollegen. „Ärgerlich war es damals schon. Aber ich fand es auch mal schön, so einen Wettkampf von außen mitzuerleben“, sagt Kremer. So beobachtete der Schüler seine Konkurrenz aufmerksam und sammelte dabei einige Erkenntnisse. Welche zum Beispiel? Etwa, dass viele Turner in ihrer Entwicklung einen Schritt nach vorne gemacht haben. Kremer: „Das Feld ist auf jeden Fall stärker und größer geworden. Ich werde noch genauer sein und noch mehr trainieren müssen, um gute Ergebnisse abzuliefern.“

Mangelnder Trainingseifer ist dem SVK-Turner aber ohnehin nicht vorzuwerfen. So hat er sich nach dem Gewinn des Sprung-Weltmeistertitels nicht etwa ausgeruht, sondern sich sofort an die Vorbereitung auf die WM 2020 gemacht. „Ich habe mich gleich im Anschluss gefragt, was ich turnen will, was ich verbessern kann und was ich überhaupt erreichen will“, erzählt Kremer. Letztere Frage war dabei recht flott beantwortet: Der 16-Jährige strebt selbstverständlich 2020 die WM-Teilnahme in New York an und will dort seinen Titel verteidigen.

Dafür feilte er in diesem Jahr im Training an seinem Repertoire, sodass „ich die Kür in Zukunft noch anspruchsvoller und schwerer gestalten kann“. Wie gut all das ankommt, wird er im Frühjahr beim ersten der zwei Qualifikationsturniere für die WM testen können. „Eigentlich hätte ich bei den Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr mitmachen müssen, um dort starten zu dürfen. Aber weil ich zuletzt immer gut abgeschnitten habe, bekomme ich die Erlaubnis“, berichtet Kremer, der Ende November übrigens dann doch noch bei einer Art Deutscher Meisterschaft teilnahm.

Mit der Hip-Hop-Formation „Blaze Up“ aus Walsrode startete er beim Deutschland-Cup. Die Gruppe beendete den Wettkampf auf Rang neun, was den Rhönrad-Junioren-Weltmeister mehr als zufrieden stimmte. Kremer: „Wir sind eine sehr junge Formation, daher war es für mich ziemlich gut. Das war definitiv auch ein Highlight.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Coronavirus-Verdacht: Züge aus Italien am Brenner angehalten

Coronavirus-Verdacht: Züge aus Italien am Brenner angehalten

Morsumer Kinderkarneval beim TSV Morsum

Morsumer Kinderkarneval beim TSV Morsum

Kinderfasching bei Puvogel

Kinderfasching bei Puvogel

Bielefeld feiert nach drohender Spielabsage

Bielefeld feiert nach drohender Spielabsage

Meistgelesene Artikel

Stuhr greift nach Pause wieder an

Stuhr greift nach Pause wieder an

Halbfinal-Aus für Anna-Lena Freese bei den „Deutschen“ nach Sportlerwahl-Sieg

Halbfinal-Aus für Anna-Lena Freese bei den „Deutschen“ nach Sportlerwahl-Sieg

HSG Barnstorf/Diepholz gegen „Schwäne“ unter Zugzwang

HSG Barnstorf/Diepholz gegen „Schwäne“ unter Zugzwang

Ein starker Dück allein reicht nicht – 30:32

Ein starker Dück allein reicht nicht – 30:32

Kommentare