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SV Haendorf (Schießen)

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Sportlerwahl Diepholz 2019: SV Haendorf (Schießen)

„Es heißt Ha-En-Dorf“, stellt Bernd Cordes, Trainer der 1. Pistolenmannschaft des SV Haendorf, direkt klar. Denn obwohl seine Mannschaft bereits im vierten Jahr in der 2. Bundesliga Nord äußerst erfolgreich um Punkte schießt, ist der Ortsteil der Gemeinde Asendorf noch längst nicht allen ein Begriff. „Dass wir fast überall in Deutschland Händorf genannt werden, ist mir ein Graus“, gibt Cordes zu, der stolz ist auf seinen traditionsreichen Verein, dessen Aushängeschild sein Luftpistolen-Team ist.

„Wir sind ein kleiner Verein mit circa 260 Mitgliedern“, erzählt Cordes: „Für den Bereich der Sportschützen sind wir darauf angewiesen, auswärtige Leute dazuzuholen.“ Entscheidender Mann dafür ist der 60-Jährige selbst, der sich auch als Nachwuchstrainer im Landeskader Nordwest engagiert und dort frühzeitig Kontakte zu jungen Schützen knüpft. „Wichtig ist mir bei der Zusammenstellung unserer Schützengilde, dass wir Sportler aus der Region dazuholen, die sich mit dem Verein identifizieren.“ Cordes gelingt dies insbesondere bei den 15- bis 21-Jährigen mit durchschlagendem Erfolg: „Als höchstes sportliches Ziel arbeitet der Trainerstab daran, junge Schützen an den Leistungssport heranzuführen.“ Dafür hat der SVH einen starken Unterbau mit einer zweiten und dritten Mannschaft geschaffen, in dem nahezu ausschließlich Juniorinnen und Junioren schießen.

„Die Leute kommen zu uns, weil sie wissen, dass bei uns was passiert“, berichtet Cordes. In diesem Jahr erreichte die 1. Mannschaft einen starken zweiten Rang und schießt am 26. Januar sogar in der Aufstiegsrunde um einen Platz in der 1. Bundesliga. „Das wäre natürlich ein Riesenerfolg, aber dann müsste man erst einmal gucken, ob wir das finanziell stemmen könnten“, bremst Cordes ein wenig.

Viel lieber spricht der Trainer über seine Schützlige um Kapitän Christoph Varnhorn (23), Jens Frieling (47), Marc Bonne (28), Aimee Hochstein (16), seinen Sohn Timon Cordes (22), Stefan Pabstmann (34) und Michael Helm (37). „Die Mannschaft hat einen tollen Zusammenhalt. Vor den Wettkämpfen gibt es immer ein gemeinsames Frühstück, um sich zusammen einzuschwören und langsam die Konzentration hochzufahren.“ Trainer Cordes kommt am Wettkampftag selbst eher die Rolle des Psychologen zu: „Während des Schießens muss man vor allem entscheiden, wann man dem einen oder anderen mal eine Auszeit gibt. Für manchen ist es wichtig, zwischendurch mal runterzukommen. Andere lässt man lieber komplett in Ruhe. Da ist jeder Sportler sehr verschieden.“

Bernd Cordes gelingt dieser Spagat mit Erfolg. Seine Mannschaft ist aufgrund der tollen Ergebnisse im vergangenen Jahr vielen Schießsport-Fans ein Begriff gerworden. Sollte jetzt auch noch der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelingen, dürfte der SV Haendorf noch viel mehr in aller Munde sein – und dies dann sicherlich auch in korrekter Aussprache.

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